Mit ‘zahlungsverzug’ getaggte Artikel
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Donnerstag, 01. Juli 2010
Unveränderter Basiszinssatz zum 1. Juli 2010 - Auswirkung auf Verzugszinsen
| Zeitraum |
Basiszinssatz |
Verzugszinssatz |
Verzugszinssatz für Rechtsgeschäfte ohne
Verbraucherbeteiligung |
| 01.07. bis 31.12.2008 |
3,19 % |
8,19 % |
11,19 % |
| 01.01. bis 30.06.2009 |
1,62 % |
6,62 % |
9,62 % |
| 01.07. bis 31.12.2009 |
0,12 % |
5,12 % |
8,12 % |
| 01.01. bis 30.06.2010 |
0,12 % |
5,12 % |
8,12 % |
| 01.07. bis 31.12.2010 |
0,12 % |
5,12 % |
8,12 % |
Aktualisierung des Basiszinssatzes zum 1. Juli 2010 auf 0,12 %
Die Deutsche Bundesbank berechnet nach den gesetzlichen Vorgaben des § 247 Abs. 1 BGB den Basiszinssatz und veröffentlicht seinen aktuellen Stand gemäß § 247 Abs. 2 BGB im Bundesanzeiger.
Der Basiszinssatz des Bürgerlichen Gesetzbuches dient vor allem als Grundlage für die Berechnung von Verzugszinsen, § 288 Absatz 1 Satz 2 BGB. Er verändert sich zum 1. Januar und 1. Juli eines jeden Jahres um die Prozentpunkte, um welche seine Bezugsgröße seit der letzten Veränderung des Basiszinssatzes gestiegen oder gefallen ist. Bezugsgröße ist der Zinssatz für die jüngste Hauptrefinanzierungsoperation der Europäischen Zentralbank vor dem ersten Kalendertag des betreffenden Halbjahres.
Der Festzinssatz für die jüngste Hauptrefinanzierungsoperation der Europäischen Zentralbank am 29. Juni 2010 beträgt 1,00 %. Er ist seit dem für die letzte Änderung des Basiszinssatzes maßgeblichen Zeitpunkt am 29. Dezember 2009 unverändert geblieben (der Festzinssatz der letzten Hauptrefinanzierungsoperation im Dezember 2009 betrug ebenfalls 1,00 %).
Hieraus errechnet sich mit dem Beginn des 1. Juli 2010 ein Basiszinssatz des Bürgerlichen Gesetzbuchs von 0,12 % (zuvor ebenfalls 0,12 %).
Der neue Basiszinssatz wird in der Ausgabe des Bundesanzeigers vom 1. Juli 2010 (Nr. 96) bekannt gegeben.
Quelle: Deutsche Bundesbank
Tags: verzugszinsen, zahlungsverzug, zinsen
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Dienstag, 08. Juni 2010
Vortragsreihe: “Zeitgemäßes und effizientes Liquiditäts- und Forderungsmanagement“
Bamberg/Coburg - Die nächste Informationsveranstaltung aus der Reihe „IGZ - Wissen für mehr findet am 15. Juni 2010 ab 18 Uhr im IGZ Bamberg, dem Zentrum für Innovation und neue Unternehmen, statt.
Trotz voller Auftragsbücher können Unternehmen jederzeit in eine finanzielle Schieflage geraten und so maßgeblich in ihrer Existenz bedroht werden – in Deutschland und auch in Oberfranken keine Seltenheit. Schuld daran sind unbezahlte Rechnungen oder komplette Forderungsausfälle.
Um diesem Umstand zu begegnen, ist für moderne Unternehmen ein effizientes Liquiditäts- und Forderungsmanagement unabdingbar.
Der Bankfachwirt Thomas Albert von TA-Treasury Liquiditätsmanagement wird Ihnen in seinem Vortrag „Liquiditätsmanagement: Mit optimiertem Umlaufvermögen immer gut aufgestellt“ unter anderem die Ziele und Verfahren der Liquiditätssteuerung näher bringen sowie die Bedeutung von Liquidität im gesamten Wertschöpfungsprozess.
Im zweiten Teil der Veranstaltung spricht Tommy Nickel, Marketingleiter der Bayerischen Inkasso Dienst AG (BID), über „Forderungsmanagement: Entstehung und Vermeidung von Forderungsausfällen“ und zeigt Ihnen auf, wie Sie über die Möglichkeiten des Forderungsmanagements an Ihre Außenstände gelangen.
Der Veranstalter sowie die Referenten freuen sich auf zahlreiche Teilnehmer und einen Gedankenaustausch in lockerer Atmosphäre.
Link: IGZ Bamberg
Link: Thomas Albert, TA-Treasury Liquiditätsmanagement
Tags: bamberg, bayern, forderungsausfall, forderungsmanagement, inkasso, liquidität, oberfranken, Thomas Albert TA-Treasury, tommy nickel, unternehmen, vermeidung, vortrag, zahlungsverzug
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Dienstag, 18. Mai 2010
| Zeitraum |
Basiszinssatz |
Verzugszinssatz |
Verzugszinssatz für Rechtsgeschäfte ohne
Verbraucherbeteiligung |
| 01.01. bis 30.06.2008 |
3,32 % |
8,32 % |
11,32 % |
| 01.07. bis 31.12.2008 |
3,19 % |
8,19 % |
11,19 % |
| 01.01. bis 30.06.2009 |
1,62 % |
6,62 % |
9,62 % |
| 01.07. bis 31.12.2009 |
0,12 % |
5,12 % |
8,12 % |
| 01.01. bis 30.06.2010 |
0,12 % |
5,12 % |
8,12 % |
Tags: verzugszinsen, zahlungsverzug, zinsen
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Donnerstag, 04. Februar 2010
| Zeitraum |
Basiszinssatz |
Verzugszinssatz |
Verzugszinssatz für Rechtsgeschäfte ohne
Verbraucherbeteiligung |
| 01.01. bis 30.06.2008 |
3,32 % |
8,32 % |
11,32 % |
| 01.07. bis 31.12.2008 |
3,19 % |
8,19 % |
11,19 % |
| 01.01. bis 30.06.2009 |
1,62 % |
6,62 % |
9,62 % |
| 01.07. bis 31.12.2009 |
0,12 % |
5,12 % |
8,12 % |
| 01.01. bis 30.06.2010 |
0,12 % |
5,12 % |
8,12 % |
Tags: verzugszinsen, zahlungsverzug, zinsen
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Donnerstag, 04. Februar 2010
COBURG – Der Lieferantenkredit hat Konjunktur. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten sinkt die Zahlungsmoral und die Mahnungen nehmen zu. Dadurch gerät das Gleichgewicht zwischen Kapitaleinsatz und -rückfluss gefährlich ins Wanken. Vor allem im Mittelstand ist es derzeit keine Seltenheit, dass doppelt so viele Mahnungen geschrieben werden wie in guten Jahren. Doch herrscht oft Unsicherheit darüber, wie viele Mahnungen überhaupt geschrieben werden sollen. Unkenntnis über rechtliche Vorgaben spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Sorge um eine Verärgerung von Kunden. Über alldem vergeht wertvolle Zeit, in der Liquiditätsreserven schleichend zur Neige gehen. In diese Falle tappen derzeit ungewöhnlich viele Unternehmen, gut elf Prozent mehr als noch 2008 schlitterten sogar in die Insolvenz.
Bis zu 40.000 Firmenpleiten möglich
Der seit 2003 rückläufige Trend ist gebrochen, und die Prognosen für 2010 sehen düster aus. Die Wirtschaftsauskunftei Bürgel sieht für das laufende Jahr einen Anstieg der Firmenpleiten um noch einmal mindestens elf Prozent voraus, aber es könnte noch schlimmer kommen. Laut Bürgel-Studie “Firmeninsolvenzen 2009 in Deutschland” sind auch 40.000 Unternehmenspleiten möglich, damit wäre der Rekord aus dem Jahr 2003 gebrochen. “Ein Nachfrageschub aus dem privaten Konsum ist vor dem Hintergrund steigender Arbeitslosenzahlen auch 2010 nicht zu erwarten”, argumentieren die Macher der Studie. “Tatsächlich beobachten wir eine Kreditklemme, die zusammen mit Zahlungsrückständen und -ausfällen sowie dem Mangel an Eigenkapital das Risiko steigern, dass Unternehmen die Liquidität verloren geht”, sagt BÜRGEL-Geschäftsführer Dr. Norbert Sellin. Der Studie zufolge sind vor allem jüngere Unternehmen von der Krise betroffen. Demnach lässt sich zwar aus der Unternehmensstruktur nicht automatisch ein Insolvenzrisiko ableiten. Dennoch sticht hervor, dass 16,55 Prozent der Unternehmen, die in den letzten zwölf Monaten zahlungsunfähig wurden, nicht älter als zwei Jahre am Markt aktiv waren. Insgesamt handelt es sich dabei um 5.589 Firmen. Knapp 43 Prozent (14.440) aller im Untersuchungszeitraum insolventen Unternehmen waren nicht älter als sechs Jahre.
Quelle: BÜRGEL
Tags: bonität, bürgel, insolvenz, rekord, unternehmen, wirtschaft, zahlungsverzug
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Donnerstag, 17. Dezember 2009
| Zeitraum |
Basiszinssatz |
Verzugszinssatz |
Verzugszinssatz für Rechtsgeschäfte ohne
Verbraucherbeteiligung |
| 01.07. bis 31.12.2007 |
3,19 % |
8,19 % |
11,19 % |
| 01.01. bis 30.06.2008 |
3,32 % |
8,32 % |
11,32 % |
| 01.07. bis 31.12.2008 |
3,19 % |
8,19 % |
11,19 % |
| 01.01. bis 30.06.2009 |
1,62 % |
6,62 % |
9,62 % |
| 01.07. bis 31.12.2009 |
0,12 % |
5,12 % |
8,12 % |
Tags: verzugszinsen, zahlungsverzug, zinsen
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Donnerstag, 01. Oktober 2009
| Zeitraum |
Basiszinssatz |
Verzugszinssatz |
Verzugszinssatz für Rechtsgeschäfte ohne
Verbraucherbeteiligung |
| 01.07. bis 31.12.2007 |
3,19 % |
8,19 % |
11,19 % |
| 01.01. bis 30.06.2008 |
3,32 % |
8,32 % |
11,32 % |
| 01.07. bis 31.12.2008 |
3,19 % |
8,19 % |
11,19 % |
| 01.01. bis 30.06.2009 |
1,62 % |
6,62 % |
9,92 % |
| 01.07. bis 31.12.2009 |
0,12 % |
5,12 % |
8,12 % |
Tags: verzugszinsen, zahlungsverzug, zinsen
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Mittwoch, 01. Juli 2009
Anpassung des Basiszinssatzes zum 1. Juli 2009 auf 0,12 % - Auswirkung auf Verzugszinsen
| Zeitraum |
Basiszinssatz |
Verzugszinssatz |
Verzugszinssatz für Rechtsgeschäfte ohne
Verbraucherbeteiligung |
| 01.07. bis 31.12.2007 |
3,19 % |
8,19 % |
11,19 % |
| 01.01. bis 30.06.2008 |
3,32 % |
8,32 % |
11,32 % |
| 01.07. bis 31.12.2008 |
3,19 % |
8,19 % |
11,19 % |
| 01.01. bis 30.06.2009 |
1,62 % |
6,62 % |
9,62 % |
| 01.07. bis 31.12.2009 |
0,12 % |
5,12 % |
8,12 % |
Anpassung des Basiszinssatzes zum 1. Juli 2009 auf 0,12 %
Die Deutsche Bundesbank berechnet nach den gesetzlichen Vorgaben des § 247 Abs. 1 BGB den Basiszinssatz und veröffentlicht seinen aktuellen Stand gemäß § 247 Abs. 2 BGB im Bundesanzeiger.
Der Basiszinssatz des Bürgerlichen Gesetzbuches dient vor allem als Grundlage für die Berechnung von Verzugszinsen, § 288 Absatz 1 Satz 2 BGB. Er verändert sich zum 1. Januar und 1. Juli eines jeden Jahres um die Prozentpunkte, um welche seine Bezugsgröße seit der letzten Veränderung des Basiszinssatzes gestiegen oder gefallen ist. Bezugsgröße ist der Zinssatz für die jüngste Hauptrefinanzierungsoperation der Europäischen Zentralbank vor dem ersten Kalendertag des betreffenden Halbjahres.
Der Festzinssatz für die jüngste Hauptrefinanzierungsoperation der Europäischen Zentralbank am 30. Juni 2009 beträgt 1,00 %. Er ist seit dem für die letzte Änderung des Basiszinssatzes maßgeblichen Zeitpunkt am
1. Januar 2009 um 1,50 Prozentpunkte gefallen (der Festzinssatz der letzten Hauptrefinanzierungsoperation im Dezember 2008 hat 2,50 % betragen).
Hieraus errechnet sich mit dem Beginn des 1. Juli 2009 ein Basiszinssatz des Bürgerlichen Gesetzbuchs von 0,12 % (zuvor 1,62 %).
Quelle: Deutsche Bundesbank
Tags: verzugszinsen, zahlungsverzug, zinsen
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Mittwoch, 03. Juni 2009
Vortragsreihe: “Forderungsmanagement in der Wirtschafts- und Finanzkrise – wie komme ich auch heute schneller an mein Geld?“
Bayreuth/Coburg - Zusammen mit dem Kompetenzzentrum Neue Materialien Nordbayern und dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) in Bayreuth lud der BID Bayerischer Inkasso Dienst mit Hauptsitz in Coburg am 02. Juni interessierte Teilnehmer zum Vortrag des Monats in die Räume des Kompetenzzentrums in Bayreuth ein.
Wer als Unternehmen einen großen Kundenstamm bedient, kann auf präventives Forderungsmanagement nicht verzichten. Insbesondere in wirtschaftlich schweren Zeiten - wenn die Zahlungsmoral sinkt und verstärkt Insolvenzen eintreten - können Forderungsausfälle schnell zu einem unüberschaubaren und nicht kontrollierbaren Risiko werden. Denn ausbleibende Forderungen werden nur durch wesentlich höheren Mehrumsatz ausgeglichen.
Der Referent Tommy Nickel, bei der BID Unternehmensgruppe u. a. zuständig für das Marketing, informierte im Rahmen des Vortrags die Teilnehmer über die Wichtigkeit des Forderungsmanagement und sensibilisierte diese für ihren eigenen Ablauf.
Neben Tipps und Tricks vom Inkasso-Fachmann zur Vorbeugung von Forderungsausfällen bereits vor Auftragsannahme vermittelte dieser z. B. auch die Gründe für Insolvenzen und das Nichtbezahlen von offenen Rechnungen bei privaten und gewerblichen Kunden.
Auf großes Interesse stieß der Referent mit Vor- und Nachteilen der verschiedenen internen sowie externen Beitreibungsmöglichkeiten. Auch nahm das Publikum positiv und durchaus mit leichter Überraschung das Vorgehen eines seriösen Inkasso-Unternehmens auf, sodass das Bild vom “russisch Inkasso” aus den Köpfen verschwand.
Nach dem Vortrag stand Tommy Nickel für Fragen rund um das Forderungsmanagement, Bonitätsprüfung und Inkasso zur Verfügung.
Link: Neue Materialien Nordbayern, Bayreuth
Tags: bayreuth, finanzkrise, forderungsmanagement, inkasso, insolvenz, outsourcing, schulung, tommy nickel, vollstreckung, vortrag, zahlungsverzug
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Freitag, 29. Mai 2009
In der Branchenumfrage des Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU) erwarten 78 Prozent der Inkassounternehmen eine weitere Verschlechterung des Zahlungsverhaltens bis Ende 2010. Aktuell berichten bereits 43 Prozent der Befragten, dass sich die Rechnungstreue gewerblicher und privater Schuldner seit Herbst 2008 verschlechtert hat. Die vollen Auswirkungen der Rezession auf das Zahlungsverhalten seien voraussichtlich erst im zweiten Halbjahr 2009 zu spüren, wenn mehr Insolvenzen und höhere Arbeitslosigkeit zu einer Verknappung der finanziellen Mittel bei Verbrauchern und Unternehmen führen würden.
Krise ist beim Privatschuldner angekommen
Denn die häufigsten Gründe, warum private Schuldner in Rückstand geraten oder Forderungen nicht begleichen, sind laut Frühjahrsumfrage Überschuldung (84 Prozent der Inkassounternehmen bestätigen das) und Arbeitslosigkeit (76 Prozent; Mehrfachnennungen waren möglich). Einen momentanen Liquiditätsengpass vor dem Hintergrund der Krise nennen 58 Prozent. 52 Prozent haben außerdem beobachtet, dass säumige Verbraucher ihre Rechnungen absichtlich nicht oder zu spät bezahlen.
Nur 10 Prozent der Umfrageteilnehmer machen die Angabe, dass das Bezahlen der fälligen Rechnungen schlicht vergessen worden sei. Vor dem Hintergrund steigender Arbeits- und Beschäftigungslosenzahlen und der zunehmenden Kreditzurückhaltung der Banken wird es nach Einschätzung des BDIU mittelfristig eher zu nachlassendem Konsum der Privatverbraucher kommen. Die zurzeit niedrige Teuerungsrate – insbesondere wegen der geringeren Kosten für Energie und Kraftstoffe – und die bisher aufgelegten Konjunkturprogramme würden hier nicht ausreichend kompensierend wirken.
Rund 3 Millionen Haushalte gelten in Deutschland als überschuldet. Das heißt, ihre Einnahmen reichen dauerhaft nicht aus, um ihre Ausgaben – etwa für Miete, Lebensmittel und das Bedienen bestehender Zahlungsverpflichtungen – zu decken. Sie alle könnten im Prinzip eine private Insolvenz anstreben. Die aktuellen Zahlen der privaten Insolvenzen zeigen hier deshalb nur die Spitze des Eisberges. Denn seit der Einführung der Verbraucherinsolvenz im Jahre 1999 haben erst gut 500.000 Privatpersonen einen Insolvenzantrag gestellt in der Erwartung, ihre wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu überwinden. Dazu kommen noch einmal rund 300.000 Personen, die zum Beispiel als Gesellschafter und als ehemalige Selbstständige zahlungsunfähig geworden sind. Nach wie vor sind die rund 950 seriösen Beratungsstellen für Schuldner in der Trägerschaft der Verbraucher- und Wohlfahrtsverbände sowie der Kommunen nicht ausreichend. Denn vor der Antragstellung bei Gericht müssen Betroffene zunächst eine Einigung mit ihren Gläubigern versuchen. Dazu benötigen sie die Hilfe entweder eines Rechtsanwalts oder einer öffentlichen Schuldnerberatungsstelle. Betroffene warten zurzeit meistens mehrere Monate auf einen ersten Beratungstermin. Allerdings stellen die Inkassounternehmen auch fest, dass es sich bei vielen Privatinsolvenzen zunehmend um sogenannte Nullpläne handelt: Die Gläubiger gehen dabei gänzlich leer aus.
Quelle: BDIU
Tags: bdiu bundesverband inkasso, berlin, finanzkrise, insolvenz, privatverschuldung, schulden, zahlungsverzug
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