{"id":953,"date":"2010-09-01T06:02:37","date_gmt":"2010-09-01T04:02:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/?p=953"},"modified":"2010-11-11T21:05:48","modified_gmt":"2010-11-11T19:05:48","slug":"zuzahlungsinkasso-loesungsmodule-fuer-beschleunigte-kostenerstattung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/2010\/09\/01\/zuzahlungsinkasso-loesungsmodule-fuer-beschleunigte-kostenerstattung\/","title":{"rendered":"Zuzahlungsinkasso: L\u00f6sungsmodule f\u00fcr beschleunigte Kostenerstattung"},"content":{"rendered":"<p>COBURG &#8211; Mehr Eigenverantwortung, wie sie von Forschungsinstituten gefordert wird, hat bereits in Form von Selbstbehalten Eingang in die deutsche Gesundheitswirtschaft gefunden. J\u00fcngstes Beispiel ist die Zuzahlungsregelung des \u00a7 43b Abs. 3 SGB V, die Krankenh\u00e4user gegen\u00fcber gesetzlich Versicherten in Zugzwang bringt: Verg\u00fctungsanspr\u00fcche gegen\u00fcber gesetzlichen Krankenkassen verringern sich um den Anteil, den Versicherte nach nach \u00a7 39 Abs. 4 zu entrichten haben. Wenn der Versicherte auch nach einer gesonderten schriftlichen Aufforderung durch das Krankenhaus nicht zahlt, hat dieses im Auftrag der Krankenkasse die Zuzahlung einzuziehen. Damit wird den Krankenh\u00e4usern faktisch im gro\u00dfen Stil die Durchf\u00fchrung von Inkassoma\u00dfnahmen abverlangt.<\/p>\n<h4><a rel=\"lightbox\" href=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/zuzahlungsinkasso.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/zuzahlungsinkasso-238x300.jpg\" alt=\"Problem Zuzahlungsinkassonach \u00a7 43b Abs. 3 SGB V\" title=\"Problem Zuzahlungsinkassonach \u00a7 43b Abs. 3 SGB V\" width=\"238\" height=\"300\" class=\"alignright rahmenright\" \/><\/a>Fachkundige Beurteilung gefragt<\/h4>\n<p>Scheinbar baut \u00a7 43b Abs. 3 SGB V den Leistungserbringern eine goldene Br\u00fccke mit der Regelung, dass keine Verrechnung der Zuzahlung mit dem Verg\u00fctungsanspruch des Krankenhauses gegen\u00fcber der Krankenkasse stattfindet, wenn und soweit Vollstreckungsma\u00dfnahmen zum Einzug von Zuzahlungen erfolglos bleiben. Doch bei der Beurteilung, wann eine Vollstreckung erfolglos ist, sind Erfahrungen und Detailkenntnisse im Forderungseinzug gefragt. So gilt eine Vollstreckung dann als erfolglos, wenn (1) der Versicherte im Schuldnerverzeichnis eingetragen ist, (2) beim Versicherten eine Verbraucherinsolvenz anh\u00e4ngig ist, (3) eine Zwangsvollstreckung fruchtlos verl\u00e4uft, (4) der Versicherte unbekannt verzogen ist.<\/p>\n<h4>Schnelle Reaktion erforderlich<\/h4>\n<p>F\u00fcr Krankenh\u00e4user entsteht durch die Neuregelung Handlungsbedarf. Bisherigen Erfahrungen des BID zufolge setzen viele Kliniken die Durchsetzung von Zuzahlungsforderungen nur z\u00f6gerlich um. Dadurch vergr\u00f6\u00dfert sich schleichend das Risiko von Liquidit\u00e4tsengp\u00e4ssen, zus\u00e4tzlich droht dringender Handlungsbedarf, je n\u00e4her die Verj\u00e4hrung von Zuzahlungsanspr\u00fcchen r\u00fcckt. Dagegen bietet schon jetzt die Auslagerung des Zuzahlungsinkassos auf einen erfahrenen Dienstleister eine Alternative, die das Zuzahlungsinkasso schneller und kosteng\u00fcnstiger macht. Wo ein Verzugsschaden nicht zu realisieren ist, da springt eine weitere Regelung in \u00a7 43b Abs. 3 SGB V ein: &#8222;Die zust\u00e4ndige Krankenkasse erstattet dem Krankenhaus je durchgef\u00fchrtem Verwaltungsverfahren &#8230; eine angemessene Kostenpauschale. Die dem Krankenhaus f\u00fcr Vollstreckungsverfahren und Klagen von Versicherten gegen den Verwaltungsakt entstehenden Kosten werden von den Krankenkassen getragen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>COBURG &#8211; Mehr Eigenverantwortung, wie sie von Forschungsinstituten gefordert wird, hat bereits in Form von Selbstbehalten Eingang in die deutsche Gesundheitswirtschaft gefunden. 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