{"id":33,"date":"2009-02-03T12:50:11","date_gmt":"2009-02-03T10:50:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/?p=33"},"modified":"2010-11-11T21:24:41","modified_gmt":"2010-11-11T19:24:41","slug":"china-investiert-kraeftig-in-infrastruktur-inkasso","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/2009\/02\/03\/china-investiert-kraeftig-in-infrastruktur-inkasso\/","title":{"rendered":"China investiert kr\u00e4ftig in Infrastruktur"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Zeiten sind auch in China schwieriger geworden. Chinas exportorientierte Wirtschaft verliert derzeit massiv an Kraft, nach den durchwegs zweistelligen Wachstumsraten der vergangenen Jahre bremste sich das Wachstum im letzten Quartal 2008 auf 6,8 Prozent ab. Dennoch k\u00f6nnte die Welt von der Krise profitieren, meinen f\u00fchrende Wirtschaftsexperten.<\/strong><\/p>\n<p>Zu erwarten ist in China in diesem Jahr nur noch ein Wachstum zwischen 5 und 7,5 Prozent, prognostizieren Experten. Chinas Industrieproduktion stieg im ganzen Jahr um 12,9 Prozent, das sind 5,6 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Millionen von Arbeitern haben bereits ihre Arbeit verloren. Rund ein F\u00fcnftel aller Wanderarbeiter, die zum Neujahrsfest am Wochenende in ihre Heimatd\u00f6rfer heimkehren, seien von Fabrikschlie\u00dfungen oder der Einstellung der Produktion betroffen, sch\u00e4tzte das Statistikamt. Dennoch k\u00f6nnte die Welt von der Krise profitieren, meint der Weltbank-Chef\u00f6konom Justin Yifu Lin. Die gegenw\u00e4rtige Lage gebe der chinesischen Regierung eine wichtige Chance. &#8222;Sie kann jetzt ein Investitionsprogramm verabschieden, das sie schon vor einigen Jahren auflegen wollte.&#8220;<\/p>\n<p>Als Reaktion auf die Krise hat die chinesische Regierung ein massives Konjunkturpaket in H\u00f6he von 568 Milliarden Dollar geschn\u00fcrt, umgerechnet etwa 15 Prozent des chinesischen Bruttoinlandsprodukts. Lin: &#8222;Das ist der gr\u00f6\u00dfte fiskalische Stimulus in der Geschichte der Menschheit.&#8220; Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua sollen bis 2010 Investitionen in H\u00f6he von vier Billionen Yuan vor allem in Infrastruktur- und Sozialprojekte flie\u00dfen. Finanziert werden demnach Programme in zehn Hauptbereichen. Darunter sind der Wohnungsbau f\u00fcr untere Einkommensschichten, die Infrastruktur im l\u00e4ndlichen Raum, Projekte der Wasser- und Elektrizit\u00e4tswirtschaft, das Transportwesen, Umweltschutz und technische Innovationen. Der chinesische Staatsrat verk\u00fcndete zudem eine Lockerung der Geldpolitik und signalisierte damit die Bereitschaft zu weiteren Zinssenkungen.<\/p>\n<p>Der Internationale W\u00e4hrungsfond hofft nun, dass sich dieser Schritt auch positiv auf die Weltwirtschaft auswirkt. IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn sagte, das Konjunkturpaket werde auch positive Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben. &#8222;Der IWF vertritt bereits seit langem die Auffassung, dass China seine Politik eines vom Export angetriebenen Wachstums hin zu einem von der Binnennachfrage angetriebenen Wachstum \u00e4ndern sollte.&#8220; Er sei daher sehr froh \u00fcber die Entscheidung der chinesischen Regierung.<\/p>\n<p><a rel=\"lightbox\" href=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/smog.jpg\" title=\"China k\u00e4mpft gegen den Smog\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/smog-300x199.jpg\" alt=\"Kampf gegen den Smog: China will den Aussto\u00df von Schadstoffen eind\u00e4mmen und muss dazu Technologien aus Hocheinkommensl\u00e4ndern wie Deutschland importieren.\" width=\"300\" height=\"199\" class=\"rahmenright alignright size-medium wp-image-34\" srcset=\"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/smog-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/smog.jpg 550w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Diese Einsch\u00e4tzung teilt auch Weltbank-Chef\u00f6konom Justin Yifu Lin. China investiere in Infrastruktur auf dem Land und habe bereits Ma\u00dfnahmen ergriffen, um etwa den Aussto\u00df von Schwefel- und Kohlendioxid einzud\u00e4mmen. Man wolle beispielsweise die Emissionen von Schwefeldioxid und anderen Schadstoffen innerhalb von f\u00fcnf Jahren um zehn Prozent reduzieren. Im gleichen Zeitraum soll die Energieintensit\u00e4t der Wirtschaft um 20 Prozent sinken. Fabriken erhalten die Auflage, neue Technologien zu benutzen, um sauberer zu produzieren. Um zu investieren, m\u00fcsse China Kapitalg\u00fcter aus Hocheinkommensl\u00e4ndern importieren, so Lin. Solange die chinesische Wirtschaft eine Wachstumsrate von sieben oder acht Prozent halten k\u00f6nne, werde auch die Nachfrage nach vielen anderen G\u00fctern steigen, zum Beispiel nach Mobiltelefonen oder Autos. Lin: &#8222;Sobald die Projekte umgesetzt werden, steigen die Investitionen. Die Wachstumsrate k\u00f6nnte deshalb bald wieder steigen.&#8220; Die Voraussetzungen seien gut: &#8222;Es gibt ausreichend sinnvolle Investitionsm\u00f6glichkeiten. Zugleich w\u00e4chst China sehr schnell und hat eine hohe Sparrate &#8211; es gibt also gen\u00fcgend Kapital.&#8220;<\/p>\n<p class=\"small\">Quelle: Internationaler W\u00e4hrungsfond, Handelsblatt, ZEIT-Online<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Zeiten sind auch in China schwieriger geworden. Chinas exportorientierte Wirtschaft verliert derzeit massiv an Kraft, nach den durchwegs zweistelligen Wachstumsraten der vergangenen Jahre bremste sich das Wachstum im letzten Quartal 2008 auf 6,8 Prozent ab. Dennoch k\u00f6nnte die Welt von der Krise profitieren, meinen f\u00fchrende Wirtschaftsexperten. 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