{"id":3123,"date":"2017-01-24T09:06:37","date_gmt":"2017-01-24T08:06:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/?p=3123"},"modified":"2017-01-24T09:08:51","modified_gmt":"2017-01-24T08:08:51","slug":"firmeninsolvenzen-sinken-um-62-prozent-insolvenzschaeden-steigen-um-ueber-50-prozent-maenner-fuehren-firmen-knapp-doppelt-so-oft-in-eine-insolvenz-wie-frauen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/2017\/01\/24\/firmeninsolvenzen-sinken-um-62-prozent-insolvenzschaeden-steigen-um-ueber-50-prozent-maenner-fuehren-firmen-knapp-doppelt-so-oft-in-eine-insolvenz-wie-frauen\/","title":{"rendered":"Firmeninsolvenzen sinken um 6,2 Prozent &#8211; Insolvenzsch\u00e4den steigen um \u00fcber 50 Prozent \/ M\u00e4nner f\u00fchren Firmen knapp doppelt so oft in eine Insolvenz wie Frauen"},"content":{"rendered":"<h4>1. \u00dcberblick: Firmeninsolvenzen sinken auf den niedrigsten Stand seit 1999<\/h4>\n<p>Die Firmeninsolvenzen in Deutschland sind auch im Jahr 2016 gesunken. Die Zahl der Firmenpleiten verringerte sich um 6,2 Prozent auf 21.789 F\u00e4lle (2015: 23.222 Firmeninsolvenzen).<br \/>\n&#8222;Durch den siebten R\u00fcckgang in Folge sind die Unternehmensinsolvenzen im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit 1999 gesunken&#8220;, kommentiert B\u00fcrgel Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Klaus-J\u00fcrgen Baum die aktuellen Zahlen.<\/p>\n<p>Im Krisenjahr 2009 mussten in Deutschland noch 33.762 und damit \u00fcber 50 Prozent mehr Firmen eine Insolvenz anmelden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/01-firmeninsolvenzen-deutschland-jahresvergleich-chart_21.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" class=\"rahmen\" \/><br \/>\n<!--more--><br \/>\nDie Firmen in Deutschland profitieren von der weiterhin stabilen Binnenkonjunktur und den f\u00fcr sie g\u00fcnstigen Finanzierungsbedingungen. Zudem st\u00fctzt der schw\u00e4chere Euro Teile der exportorientierten Unternehmen. Hinzu kommt ein Effekt, der durch die positive Entwicklung der letzten Jahre eingetreten ist. Viele Unternehmen haben ihr Eigenkapital in den letzten Jahren erh\u00f6hen und damit ein Krisenpolster zur Risikoabsicherung aufbauen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>F\u00fcr das laufende Jahr geht die Wirtschaftsauskunftei B\u00fcrgel weiter von leicht sinkenden Firmeninsolvenzen aus. &#8222;Aktuell k\u00f6nnen wir keine Trendumkehr erkennen und rechnen 2017 mit einem R\u00fcckgang um 3,5 Prozent auf 21.000 Insolvenzen&#8220;, sagt Klaus-J\u00fcrgen Baum. Diese Prognose ist durch die internationalen politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten wie ein bevorstehender Brexit, der Regierungswechsel in den USA sowie den Wahlen in Frankreich und Deutschland allerdings risikobehaftet.<\/p>\n<h4>2. Finanzielle Sch\u00e4den durch Unternehmensinsolvenzen: Insolvenzsch\u00e4den steigen kr\u00e4ftig<\/h4>\n<p>Die durch Firmeninsolvenzen verursachte Schadenssumme ist im Jahr 2016 trotz der sinkenden Fallzahlen signifikant angestiegen. Die Insolvenzsch\u00e4den summierten sich 2016 auf insgesamt 27 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Anstieg um knapp 54 Prozent (2015: 17,5 Milliarden Euro). Verantwortlich f\u00fcr diesen sprunghaften Anstieg sind mehrere Zusammenbr\u00fcche von wirtschaftlich bedeutenden Unternehmen. Prominente Beispiele aus dem letzten Jahr sind die Unternehmen Steilmann, Sinn-Leffers oder German Pellets. Im Durchschnitt richtete jede Firmeninsolvenz im Jahr 2016 einen Schaden von circa 1,2 Millionen Euro an. Der aus den hohen Insolvenzsch\u00e4den resultierende Dominoeffekt beispielsweise auf Lieferanten oder Partnerunternehmen kann auch bisher stabile Firmen in eine Schieflage bringen und somit Anschlussinsolvenzen forcieren.<\/p>\n<h4>3. Vergleich der Bundesl\u00e4nder:  Am meisten Firmenpleiten in Bremen und Nordrhein-Westfalen<\/h4>\n<p>Ein Blick auf die Bundesl\u00e4nder zeigt, dass die Firmeninsolvenzen regional unterschiedlich ausgepr\u00e4gt sind. Absolut gesehen stehen Nordrhein-Westfalen (6.678 Firmeninsolvenzen), Bayern (2.777), Niedersachsen (1.882) und Baden-W\u00fcrttemberg (1.741) an der Spitze der Statistik.<\/p>\n<p>Die Analyse der Insolvenzdichte (Firmeninsolvenzen je 10.000 Unternehmen) zeigt ein leicht ver\u00e4ndertes Ergebnis. Demnach gab es in Nordrhein-Westfalen und Bremen mit 100 Firmeninsolvenzen je 10.000 Unternehmen deutschlandweit die meisten F\u00e4lle. Der Bundesdurchschnitt lag im Jahr 2016 bei 67 Firmenpleiten je 10.000 Unternehmen. Deutlich \u00fcber diesem Wert liegen auch das Saarland (98), Hamburg (95), Berlin (88), Schleswig-Holstein (86) und Sachsen-Anhalt (79). Leicht \u00fcber dem Durchschnittswert liegen Sachsen (73) und Niedersachsen (69.). Die wenigsten Firmenpleiten gab es im Jahr 2016 mit 39 Firmenpleiten je 10.000 Unternehmen in Baden-W\u00fcrttemberg. Aber auch in Th\u00fcringen (44), Bayern (46), Rheinland-Pfalz (49) und Brandenburg (55) mussten vergleichsweise wenig Firmen eine Insolvenz anmelden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/02-firmeninsolvenzen-pro-bundesland-2016-10000-unternehmen-chart1.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" class=\"rahmen\" \/><\/p>\n<h4>4. Gro\u00dfstadtranking: Dortmund ist Insolvenzspitzenreiter<\/h4>\n<p>B\u00fcrgel hat neben den Bundesl\u00e4ndern auch die Insolvenzdichte in den 30 gr\u00f6\u00dften deutschen St\u00e4dten analysiert. Demnach ist das Insolvenzrisiko in Dortmund mit 127 Pleiten je 10.000 Unternehmen am h\u00f6chsten. Es folgen mit Essen (115), Duisburg (107) und Gelsenkirchen (104) drei weitere St\u00e4dte aus Nordrhein-Westfalen. Am besten steht im Ranking der Gro\u00dfst\u00e4dte M\u00fcnchen da. Hier liegt die Insolvenzquote bei 48 Pleiten je 10.000 Unternehmen. Dahinter rangieren mit N\u00fcrnberg (49) und Stuttgart (51) ebenfalls zwei St\u00e4dte aus S\u00fcddeutschland.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/03-firmeninsolvenzen-2016-grossstaedte-chart1.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" class=\"rahmen\" \/><\/p>\n<h4>5. Prozentuale Ver\u00e4nderungen: In vier Bundesl\u00e4ndern steigen die Firmeninsolvenzen<\/h4>\n<p>Der bundesweite Trend sinkender Firmeninsolvenzen zeigt sich im Saarland (plus 10,3 Prozent) sowie in Brandenburg (plus 7,4 Prozent), Sachsen (plus 6,7 Prozent) und Hamburg (plus 1,5 Prozent) nicht. Deutlich weniger Firmenpleiten gab es 2016 in Rheinland-Pfalz (minus 16,7 Prozent) und Th\u00fcringen (minus 15,3 Prozent). Aber auch in Nordrhein-Westfalen (minus 8,8 Prozent), Sachsen-Anhalt (minus 8,1 Prozent) und Bayern (minus 8,0 Prozent) gingen die Firmeninsolvenzen st\u00e4rker zur\u00fcck als im Bundesdurchschnitt (minus 6,2 Prozent).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/04-firmeninsolvenzen-pro-bundesland-2016-absolut-jahresvergleich-chart1.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" class=\"rahmen\" \/><\/p>\n<h4>6. Firmeninsolvenzen nach Rechtsformen: Unternehmergesellschaft (haftungsbeschr\u00e4nkt) bleibt insolvenzgef\u00e4hrdet<\/h4>\n<p>Bei der Analyse der Rechtsformen zeigt sich, dass diese unterschiedlich stark insolvenzgef\u00e4hrdet sind. Das h\u00f6chste Insolvenzrisiko ging 2016 von der Unternehmergesellschaft (haftungsbeschr\u00e4nkt) aus. Hier lag die Insolvenzdichte bei 209 Firmenpleiten je 10.000 Unternehmen. Aber auch Aktiengesellschaften (114) und GmbHs (115) haben ein erh\u00f6htes Insolvenzrisiko.<br \/>\nIn absoluten Zahlen machen weiterhin die Rechtsformen Gewerbebetriebe und Einzelunternehmen (39,7 Prozent; 8.659 F\u00e4lle) sowie die GmbHs (39,1 Prozent; 8.533 F\u00e4lle) die gr\u00f6\u00dften Anteile am Insolvenzgeschehen in Deutschland aus.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/05-firmeninsolvenzen-2016-rechtsform-tabelle1.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" class=\"rahmen\" \/><\/p>\n<h4>7. Firmeninsolvenzen in den Hauptbranchen: Insolvenzquote im Baugewerbe am h\u00f6chsten<\/h4>\n<p>Das Baugewerbe steht mit 85 Firmeninsolvenzen je 10.000 Unternehmen an der Spitze der Auswertung der Hauptbranchen. Aber auch in der Logistik (83) und im Handel (70) liegt die Insolvenzquote \u00fcber dem Durchschnitt. Die Dienstleistungsbranche hat mit 9.532 F\u00e4llen den h\u00f6chsten absoluten Anteil am Insolvenzgeschehen in Deutschland. Die geringste Insolvenzdichte gibt es mit 32 Pleiten je 10.000 Unternehmen im Energiesektor.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/06-firmeninsolvenzen-2016-branchen-tabelle1.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" class=\"rahmen\" \/><\/p>\n<h4>8. Firmeninsolvenzen nach Mitarbeiteranzahl: Erneut kleine Unternehmen von Insolvenz betroffen<\/h4>\n<p>Ein Blick auf die Unternehmensgr\u00f6\u00dfe zeigt, dass im Jahr 2016 vor allem kleine Unternehmen eine Insolvenz anmelden mussten. Der Anteil der Firmen mit maximal 5 Mitarbeitern betrug  81,5 Prozent.  Der Anteil am Insolvenzgeschehen nimmt mit steigender Zahl der Arbeitnehmer weiter ab. 7,7 Prozent der Unternehmen, die eine Insolvenz anmelden mussten, besch\u00e4ftigten zwischen 6 und 10 Mitarbeitern. Bei Firmen, die 51 oder mehr Angestellte haben, liegt der Anteil am Insolvenzgeschehen nur noch bei 2,4 Prozent.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/07-firmeninsolvenzen-2016-mitarbeiterzahl-tabelle1.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" class=\"rahmen\" \/><\/p>\n<h4>9. Firmeninsolvenzen nach Unternehmensalter: 58,9 Prozent der insolventen Unternehmen sind nicht \u00e4lter als 10 Jahre<\/h4>\n<p>14,9 Prozent der insolventen Unternehmen in Deutschland sind nur bis zu zwei Jahre am Markt aktiv gewesen. Die aktuelle Studie zeigt zudem, dass \u00fcber die H\u00e4lfte (58,9 Prozent) der insolventen Unternehmen nicht \u00e4lter als zehn Jahre alt werden. Gr\u00fcnde f\u00fcr das Scheitern junger Unternehmen sind vorrangig in der Gesch\u00e4ftsidee zu sehen. Ist diese nicht marktf\u00e4hig oder werden die Produkte nicht effizient hergestellt, hat das Unternehmen keine \u00dcberlebenschance und muss Insolvenz anmelden. Eine weitere Ursache liegt in den h\u00e4ufig schwierigen Finanzierungsm\u00f6glichkeiten der Jungunternehmen. Zudem machen den Gr\u00fcndern vor allem Marktver\u00e4nderungen, strategische Fehlentscheidungen und mangelnde fachliche Kompetenz zu schaffen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/08-firmeninsolvenzen-2016-unternehmensalter-tabelle1.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" class=\"rahmen\" \/><\/p>\n<h4>10. Exkurs: M\u00e4nner f\u00fchren Firmen knapp doppelt so oft in eine Insolvenz wie Frauen<\/h4>\n<p>Bei vielen Themen gibt es einen Vergleich zwischen M\u00e4nnern und Frauen. Die Frage, ob es Zusammenh\u00e4nge zwischen dem Unternehmenserfolg und dem Anteil von Frauen in F\u00fchrungspositionen gibt, wie stark ein solcher Zusammenhang ausf\u00e4llt und wovon er abh\u00e4ngt, steht seit Jahren zunehmend im Mittelpunkt von gleichstellungs- und wirtschaftspolitischen Diskussionen. Das Thema Firmeninsolvenzen wurde bei diesem Vergleich bisher ausgeklammert. Daher hat die Wirtschaftsauskunftei B\u00fcrgel in ihrer Studie zu den Firmeninsolvenzen zum zweiten Mal untersucht, ob mehr M\u00e4nner oder Frauen an der Spitze von insolventen Unternehmen stehen. Das Ergebnis ist eindeutig: M\u00e4nner f\u00fchren Unternehmen \u00f6fter in eine Insolvenz als Frauen. Dies belegen sowohl die absoluten als auch die relativen Zahlen. Bei 17.277 der insolventen Unternehmen gab  es nur eine verantwortliche Person (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, Inhaber etc.) an der Firmenspitze. Bei 80,3 Prozent  dieser Firmen (13.883) war die verantwortliche Person m\u00e4nnlich.  Bei 1.951 der insolventen Unternehmen sa\u00dfen zwei Entscheider auf dem Chefsessel. Auch bei diesen Unternehmen ist der Anteil von M\u00e4nnern gr\u00f6\u00dfer, als der der Frauen. In 68,1 Prozent der F\u00e4lle wurden die insolventen Firmen von zwei M\u00e4nnern gef\u00fchrt. Demgegen\u00fcber sind nur 2,8 Prozent der Unternehmen mit zwei Frauen in der F\u00fchrung von Zahlungsunf\u00e4higkeit betroffen. Der restliche Anteil (29,1 Prozent) entf\u00e4llt auf Firmen mit einer gemischten Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung. \u00c4hnliche Zahlen liefern Unternehmen mit drei Personen in der Entscheiderebene. Bei 64,9 Prozent der insolventen Unternehmen waren alle drei Chefs m\u00e4nnlich. Drei weibliche Entscheiderinnen gab es nur bei 1,9 Prozent der Firmen. 33,3 Prozent der Firmen sind durch eine gemischt geschlechtliche F\u00fchrung charakterisiert. Interessanter ist nun der relative Vergleich. Hierzu wurden die insolventen Unternehmen inklusive der Anzahl der Entscheider in das Verh\u00e4ltnis zur Gesamtzahl der Unternehmen gesetzt. Auch hier ist das Ergebnis eindeutig. In fast doppelt so vielen F\u00e4llen stehen ein oder mehrere M\u00e4nner an der Spitze eines insolventen Unternehmens. Laut Analyse melden 79 je 10.000 Unternehmen mit einem oder mehr m\u00e4nnlichen Entscheidern eine Insolvenz an &#8211; im Vergleich dazu sind es nur 41 je 10.000 Firmen mit einer oder mehreren Frauen in der F\u00fchrungsetage. Auch gemischt gef\u00fchrte Unternehmen sind weniger von einer Zahlungsunf\u00e4higkeit betroffen (50 je 10.000 Unternehmen).<\/p>\n<h4>11. Ursachen von Firmeninsolvenzen: Mehrere Ausl\u00f6ser sind gemeinsam verantwortlich f\u00fcr die Zahlungsunf\u00e4higkeit<\/h4>\n<p>Die Gr\u00fcnde f\u00fcr Firmeninsolvenzen sind unterschiedlich ausgepr\u00e4gt. In vielen F\u00e4llen gibt es nicht die eine Insolvenzursache, sondern es sind mehrere Ausl\u00f6ser gemeinsam verantwortlich f\u00fcr die Zahlungsunf\u00e4higkeit. Die aktuelle Wirtschaftslage ist nur ein Faktor, der den Erfolg oder Misserfolg von Unternehmen beeinflusst. Daneben gibt es weitere unternehmensexogene und unternehmensendogene Ursachen f\u00fcr Firmenpleiten. Die Hauptursachen f\u00fcr Unternehmenspleiten bleiben nach wie vor erstens das Ausbleiben neuer Auftr\u00e4ge bzw. Stornierung oder die Verschiebung bereits erteilter Auftr\u00e4ge. Zweitens sorgen Dominoeffekte daf\u00fcr, dass zahlungsunf\u00e4hige Firmen weitere Unternehmen mit in die Insolvenz rei\u00dfen. Drittens sind oftmals Managementfehler f\u00fcr ein erh\u00f6htes Insolvenzrisiko verantwortlich. Hinzu kommen Kriterien wie eine fehlende Unternehmensplanung, kein Controlling oder ein unzureichendes oder fehlendes Debitorenmanagement.<\/p>\n<p><em>Quelle: B\u00dcRGEL Wirtschaftsinformationen GmbH &#038; Co. KG<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. \u00dcberblick: Firmeninsolvenzen sinken auf den niedrigsten Stand seit 1999 Die Firmeninsolvenzen in Deutschland sind auch im Jahr 2016 gesunken. 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