{"id":3099,"date":"2016-11-29T09:06:07","date_gmt":"2016-11-29T08:06:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/?p=3099"},"modified":"2016-11-29T09:06:07","modified_gmt":"2016-11-29T08:06:07","slug":"schuldenbarometer-1-bis-3-quartal-2016-privatinsolvenzen-sinken-um-42-prozent-bremen-und-hannover-fuehren-im-staedte-ranking","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/2016\/11\/29\/schuldenbarometer-1-bis-3-quartal-2016-privatinsolvenzen-sinken-um-42-prozent-bremen-und-hannover-fuehren-im-staedte-ranking\/","title":{"rendered":"Schuldenbarometer 1. bis 3. Quartal 2016: Privatinsolvenzen sinken um 4,2 Prozent &#8211; Bremen und Hannover f\u00fchren im St\u00e4dte-Ranking"},"content":{"rendered":"<h4>1. \u00dcberblick: R\u00fcckgang bei den Privatinsolvenzen setzt sich fort<\/h4>\n<p>Der R\u00fcckgang bei den Verbraucherinsolvenzen setzt sich auch 2016 fort. In den ersten neun Monaten des Jahres mussten 77.325 Privatpersonen eine Insolvenz anmelden. Dies entspricht einem R\u00fcckgang von 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. So lauten die zentralen Ergebnisse der Studie &#8222;Schuldenbarometer 1. bis 3. Quartal 2016&#8220; der Wirtschaftsauskunftei B\u00fcrgel.<\/p>\n<p>&#8222;2016 werden die Privatinsolvenzen das sechste Mal in Folge sinken. F\u00fcr das Gesamtjahr prognostizieren wir bis zu 103.000 F\u00e4lle. Das w\u00e4re der niedrigste Stand seit 2005, als rund 100.000 Verbraucher eine Insolvenz anmelden mussten&#8220;, sagt B\u00fcrgel Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Klaus-J\u00fcrgen Baum.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/01-privatinsolvenzen-deutschland-jahresvergleich-chart_21.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" class=\"rahmen\" \/><\/p>\n<p>Hauptgrund f\u00fcr die erneut sinkenden Privatinsolvenzen ist die weiterhin positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Der R\u00fcckgang der Arbeitslosigkeit in Verbindung mit einer Zunahme der Besch\u00e4ftigung und h\u00f6heren Reall\u00f6hnen sind die Grundlage f\u00fcr weniger Verbraucherinsolvenzen. Eine weitere Ursache f\u00fcr den historischen Tiefstand bei den Privatinsolvenzen kann neben den konjunkturellen Einfl\u00fcssen auch durch eine Ver\u00e4nderung der Methode der Betroffenen erkl\u00e4rt werden. So sehen viele \u00fcberschuldete Personen, die ein Pf\u00e4ndungsschutzkonto (P-Konto) nutzen, keine Notwendigkeit mehr, einen Insolvenzantrag zu stellen, da beispielsweise ihr monatliches Einkommen so gering ist, dass es nicht \u00fcber dem pf\u00e4ndbaren Betrag liegt.<!--more--><\/p>\n<h4>2. Regionale Analyse: Bremen, Niedersachsen und das Saarland f\u00fchren die Insolvenzstatistik an<\/h4>\n<p>Im Durchschnitt mussten in den ersten neun Monaten des Jahres 95 Privatpersonen je 100.000 Einwohner in Deutschland eine Insolvenz anmelden. In neun Bundesl\u00e4ndern liegt die Zahl der betroffenen Personen \u00fcber dem Durchschnitt. Bremen ist mit 165 Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohner erneut Spitzenreiter. Neben dem Saarland (132) folgen mit Niedersachsen (132), Hamburg (130) und Schleswig-Holstein (122) ausschlie\u00dflich Bundesl\u00e4nder aus dem Norden Deutschlands. Deutlich geringer ist die Zahl der Privatinsolvenzen von Januar bis September in Bayern mit einer Insolvenzquote von 67 Pleiten je 100.000 Einwohner. Auch in Baden-W\u00fcrttemberg (69) und Th\u00fcringen (79) liegen die Werte deutlich unter dem Bundesdurchschnitt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/02-privatinsolvenzen-pro-bundesland-3quartal2016-100000-einwohner-chart1.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" class=\"rahmen\" \/><\/p>\n<h4>3. Gro\u00dfstadtranking: Nur f\u00fcnf der 20 Gro\u00dfst\u00e4dte liegen unter dem Bundesdurchschnitt<\/h4>\n<p>Die aktuelle Analyse zeigt auch, dass Privatinsolvenzen eher ein Thema in deutschen Gro\u00dfst\u00e4dten sind. So liegt die Insolvenzquote in lediglich f\u00fcnf der 20 einwohnerst\u00e4rksten St\u00e4dte unter dem Durchschnitt von 95 Insolvenzen je 100.000 Einwohner.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/03-privatinsolvenzen-3quartal2016-grossstaedte-chart_01.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" class=\"rahmen\" \/><\/p>\n<p>Die wenigsten Verbraucherinsolvenzen, bezogen auf das Stadt-Ranking, wurden demnach in Stuttgart (67 Insolvenzen je 100.000 Einwohner) angemeldet. F\u00fchrend in der Auswertung der St\u00e4dte sind Hannover und Bremen mit 156 Insolvenzen je 100.000 Einwohner. Auch in Wuppertal (134), Hamburg (130), Essen und Dortmund (je 124) und Leipzig (123) liegt die Insolvenzquote deutlich \u00fcber dem bundesweiten Durchschnitt.<\/p>\n<h4>4. Prozentuale Ver\u00e4nderungen: In Sachsen-Anhalt, Bremen und Th\u00fcringen steigen die Privatinsolvenzen leicht an<\/h4>\n<p>In drei Bundesl\u00e4ndern zeigt sich der Trend sinkender Privatinsolvenzzahlen nicht. In Sachsen-Anhalt (plus 1,5 Prozent), Bremen (plus 1,3 Prozent) und Th\u00fcringen (plus 1,2 Prozent) steigen die Fallzahlen im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2015 leicht an. Den deutlichsten R\u00fcckgang der Verbraucherinsolvenzen meldete Brandenburg (minus 12,9 Prozent). Aber auch in Berlin (minus 9,5 Prozent), Sachsen (minus 6,4 Prozent), Nordrhein-Westfalen (minus 6 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (minus 5,7 Prozent) wurden weniger Privatpleiten angemeldet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/04-privatinsolvenzen-pro-bundesland-3quartal2016-absolut-jahresvergleich-chart1.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" class=\"rahmen\" \/><\/p>\n<h4>5. Privatinsolvenzen nach Altersgruppen: \u00c4ltere Bundesb\u00fcrger erneut st\u00e4rker von einer Privatinsolvenz betroffen<\/h4>\n<p>Der Trend der Privatinsolvenzen im Alter setzt sich auch im Jahr 2016 fort. Die Zahlen in der Altersgruppe 61 Jahre und \u00e4lter stiegen von Januar bis September um 1,3 Prozent. Auch wenn es sich hierbei nur um einen leichten Anstieg handelt &#8211; auf Jahressicht w\u00e4re es der f\u00fcnfte Anstieg in Folge in dieser Altersgruppe. Zunehmend von einer Privatinsolvenz im Alter betroffen sind  ehemalige Selbstst\u00e4ndige nach einer Insolvenz ihres Unternehmens oder Bundesb\u00fcrger mit einer l\u00e4ngeren Phase im  Niedriglohnsektor oder in der Arbeitslosigkeit. In allen anderen Altersgruppen sinken die Privatinsolvenzen analog zum bundesweiten R\u00fcckgang.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/05-privatinsolvenzen-3quartal2016-alter-jahresvergleich-chart1.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" class=\"rahmen\" \/><\/p>\n<h4>6. Ursachen einer Privatinsolvenz: Arbeitslosigkeit und Einkommensarmut sind die Hauptgr\u00fcnde<\/h4>\n<p>Die zwei Hauptausl\u00f6ser f\u00fcr eine Privatinsolvenz sind weiterhin Arbeitslosigkeit bzw. reduzierte Arbeit sowie Einkommensarmut. Weitere Gr\u00fcnde sind eine gescheiterte Selbstst\u00e4ndigkeit, Scheidung oder Trennung, ein nicht zum Einkommen passendes Konsumverhalten und Erkrankungen. Bei vielen Betroffenen f\u00fchren mehrere Ausl\u00f6ser zusammen in eine private Insolvenz.<br \/>\nDer \u00fcberwiegende Teil der Privatpersonen in einer Insolvenz hat vor allem Verbindlichkeiten gegen\u00fcber Kreditinstituten, Versandh\u00e4ndlern, Versicherungen, \u00f6ffentlichen Gl\u00e4ubigern, Vermietern, Energieversorgern und Telefongesellschaften.<\/p>\n<p><em>Quelle: B\u00dcRGEL Wirtschaftsinformationen GmbH &#038; Co. KG<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. \u00dcberblick: R\u00fcckgang bei den Privatinsolvenzen setzt sich fort Der R\u00fcckgang bei den Verbraucherinsolvenzen setzt sich auch 2016 fort. In den ersten neun Monaten des Jahres mussten 77.325 Privatpersonen eine Insolvenz anmelden. Dies entspricht einem R\u00fcckgang von 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. So lauten die zentralen Ergebnisse der Studie &#8222;Schuldenbarometer 1. bis 3. 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