{"id":3035,"date":"2016-06-10T11:36:52","date_gmt":"2016-06-10T10:36:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/?p=3035"},"modified":"2016-06-10T11:45:59","modified_gmt":"2016-06-10T10:45:59","slug":"schuldenbarometer-1-quartal-2016-weiterer-rueckgang-der-privatinsolvenzen-in-fuenf-bundeslaendern-steigen-die-zahlen-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/2016\/06\/10\/schuldenbarometer-1-quartal-2016-weiterer-rueckgang-der-privatinsolvenzen-in-fuenf-bundeslaendern-steigen-die-zahlen-an\/","title":{"rendered":"Schuldenbarometer 1. Quartal 2016: Weiterer R\u00fcckgang der Privatinsolvenzen &#8211; in f\u00fcnf Bundesl\u00e4ndern steigen die Zahlen an"},"content":{"rendered":"<h4>1. \u00dcberblick: Geringe Arbeitslosigkeit und steigende Realeinkommen sorgen f\u00fcr weniger Privatinsolvenzen in Deutschland<\/h4>\n<p>Der Trend sinkender Privatinsolvenzen setzt sich auch zu Beginn des Jahres 2016 fort. In den ersten drei Monaten des Jahres waren 25.649 Bundesb\u00fcrger von einer Insolvenz betroffen. Dies entspricht einem R\u00fcckgang um 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.<\/p>\n<p>So lauten die zentralen Ergebnisse aus dem &#8222;Schuldenbarometer 1. Quartal 2016&#8220; der Wirtschaftsauskunftei B\u00fcrgel.<\/p>\n<p>&#8222;Derzeit gehen wir davon aus, dass die Privatinsolvenzen auch auf Jahressicht sinken werden. Dies w\u00e4re der sechste R\u00fcckgang in Folge. F\u00fcr das Jahr 2016 prognostizieren wir aktuell 103.000 private Insolvenzen. Das w\u00e4re der niedrigste Stand seit 2005, als rund 100.000 Verbraucher eine Insolvenz anmelden mussten&#8220;, kommentiert B\u00fcrgel Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr. Norbert Sellin die aktuellen Zahlen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/01-privatinsolvenzen-deutschland-jahresvergleich-chart.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" class=\"rahmen\" \/><!--more--><\/p>\n<p>Hauptgrund f\u00fcr den erneuten R\u00fcckgang ist die weiterhin positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Seit 2011 nimmt die Zahl der Privatinsolvenzen ab. Damit folgt dieser Trend leicht verz\u00f6gert dem R\u00fcckgang der Arbeitslosigkeit, der bereits Mitte 2009 begann. &#8222;Mit dieser positiven Lage am Arbeitsmarkt geht auch die Entwicklung bei den Privatinsolvenzen einher&#8220;, so Dr. Sellin.<br \/>\nEin weiterer Faktor, der Einfluss auf die Situation bei den Privatinsolvenzen hat, ist die H\u00f6he der Einkommen der Verbraucher. &#8222;Je h\u00f6her die Realeinkommen der B\u00fcrger sind, desto niedriger ist die Gefahr von Privatinsolvenzen&#8220;, erkl\u00e4rt der B\u00fcrgel Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer.<\/p>\n<h4>2. Regionale Analyse: Bremen, Berlin und Hamburg f\u00fchren die Insolvenzstatistik an<\/h4>\n<p>Die meisten Privatinsolvenzen wurden im 1. Quartal 2016 in den drei Stadtstaaten Bremen, Berlin und Hamburg gemessen. Bremen ist mit 56 Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohner erneut Insolvenzspitzenreiter. In der Hauptstadt rangierte die Insolvenzquote bei 53 Insolvenzen je 100.000 Einwohner.  In Hamburg und Niedersachsen gab es auf 100.000 Einwohner 44 Insolvenzen. \u00dcber dem Bundesdurchschnitt von 32 Privatpleiten je 100.000 Einwohner lagen auch das Saarland (42), Mecklenburg-Vorpommern (39) sowie Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein (je 33).<br \/>\nHessen liegt mit einer Insolvenzquote von 32 Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohner  im Bundesdurchschnitt.<br \/>\nBayern, Baden-W\u00fcrttemberg und Th\u00fcringen meldeten die wenigsten Privatinsolvenzen (jeweils 23 je 100.000 Einwohner).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/02-privatinsolvenzen-pro-bundesland-1quartal2016-100000-einwohner-chart.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" class=\"rahmen\" \/><\/p>\n<p>In der absoluten Analyse \u00e4ndert sich die Reihenfolge und die einwohnerstarken Bundesl\u00e4nder stehen an der Spitze der Statistik. Die meisten Privatinsolvenzen wurden demnach im 1. Quartal 2016 in Nordrhein-Westfalen angemeldet (5.793). In der absoluten Betrachtungsweise folgen die Bundesl\u00e4nder Niedersachsen (3.465), Bayern (2.878) und Baden-W\u00fcrttemberg (2.496).<\/p>\n<h4>3. Prozentuale Ver\u00e4nderungen: In f\u00fcnf Bundesl\u00e4ndern steigen die Fallzahlen an<\/h4>\n<p>In f\u00fcnf Bundesl\u00e4ndern zeigt sich der Trend sinkender Privatinsolvenzzahlen nicht. In Hessen stiegen die Privatpleiten mit acht Prozent am st\u00e4rksten. Auch in Bremen (plus 5,4 Prozent), Th\u00fcringen (plus 4,7 Prozent), Berlin (plus 3,5 Prozent) und Sachsen-Anhalt (plus 0,5 Prozent) meldeten  mehr Bundesb\u00fcrger als vor einem Jahr eine Insolvenz an. Weitaus erfreulicher ist die Situation in Brandenburg. Hier sank die Zahl der Privatinsolvenzen um 19,9 Prozent. Aber auch in Bayern (minus 8,3 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (minus 8,1 Prozent), Sachsen (minus 7,7 Prozent) und Baden-W\u00fcrttemberg (minus 6,7 Prozent) gab es deutliche R\u00fcckg\u00e4nge.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/03-privatinsolvenzen-pro-bundesland-1quartal2016-absolut-jahresvergleich-chart.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" class=\"rahmen\" \/><\/p>\n<h4>4. Privatinsolvenzen nach Altersgruppen: R\u00fcckl\u00e4ufige Zahlen in allen Altersklassen<\/h4>\n<p>\u00dcber alle Altersgruppen hinweg gab es im 1. Quartal 2016 keinen Anstieg.  In der Analyse lohnt sich besonders ein Blick auf die Altersgruppe &#8222;61 Jahre und \u00e4lter&#8220;, da diese in den letzten vier Jahren steigende Privatinsolvenzen verbuchte.  Im 1. Quartal 2016 meldeten in dieser Altersklasse erstmals wieder weniger Privatleute eine Insolvenz an (minus 2,9 Prozent). Von einer Trendumkehr kann aufgrund des fr\u00fchen Bemessungszeitpunktes aber noch keine Rede sein.<br \/>\nDen deutlichsten R\u00fcckgang gab es in der Altersgruppe der 41-50-J\u00e4hrigen (minus 7,8 Prozent). In der j\u00fcngsten Altersklasse (18-20 Jahre) blieben die Insolvenzzahlen unver\u00e4ndert.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/04-privatinsolvenzen-1quartal2016-alter-jahresvergleich-chart.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" class=\"rahmen\" \/><\/p>\n<h4>5. Privatinsolvenzen nach Geschlecht: Mehr M\u00e4nner als Frauen melden eine private Insolvenz an<\/h4>\n<p>Wie schon in den letzten Jahren ist der Anteil von M\u00e4nnern an der Privatinsolvenzstatistik auch im 1. Quartal 2016 h\u00f6her als der von Frauen. Dies bezieht sich sowohl auf die absoluten als auch auf die relativen Zahlen. W\u00e4hrend der relative Wert im Bundesdurchschnitt 32 F\u00e4lle je 100.000 Einwohner ausmacht, verantworteten m\u00e4nnliche Bundesb\u00fcrger in den ersten drei Monaten des Jahres  38  Privatpleiten je 100.000 Einwohner (absolut: 15.158 F\u00e4lle). Dem gegen\u00fcber stehen 10.491 Frauen, die eine private Insolvenz anmelden mussten. Anders ausgedr\u00fcckt wurden 25 Frauen unter 100.000 B\u00fcrgern zahlungsunf\u00e4hig. Auch der  R\u00fcckgang (minus 5,1 Prozent) ist bei den Frauen im Vergleich zu den M\u00e4nnern (minus 2,6 Prozent) st\u00e4rker. Der Hauptgrund daf\u00fcr, dass mehr M\u00e4nner eine Privatinsolvenz anmelden als Frauen liegt darin, dass der Mann in vielen Familien &#8211; trotz der ver\u00e4nderten Lebensformen und Rollenbilder &#8211; weiterhin als Hauptverdiener und Haushaltsverantwortlicher gilt. Dieser kommt im Falle einer \u00dcberschuldung innerhalb der Familie f\u00fcr die Verbindlichkeiten auf und meldet eine Privatinsolvenz an.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/05-privatinsolvenzen-1quartal2016-geschlecht-jahresvergleich-chart.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" class=\"rahmen\" \/><\/p>\n<h4>6. Ursachen der Privatinsolvenz: Sechs Hauptgr\u00fcnde f\u00fcr eine private Insolvenz<\/h4>\n<p>Bei allen Betroffenen, die eine Privatinsolvenz anmelden m\u00fcssen, \u00fcbersteigen die Ausgaben die Einnahmen. Die Folge ist eine immer gr\u00f6\u00dfer werdende Schuldenlast, die in einer Privatinsolvenz m\u00fcndet.<br \/>\nEs ist jedoch unzutreffend, dass Personen vor einer Insolvenz hoch verschuldet sein m\u00fcssen. \u00dcber alle Altersgruppen hinweg liegt die Durchschnittsschuldenh\u00f6he der Betroffenen bei rund 32.500 Euro. Bei unter 25-J\u00e4hrigen ist der Wert weitaus geringer. Hier liegt die durchschnittliche Schuldensumme bei knapp unter 10.000 Euro. Mit steigendem Alter steigen auch die Schulden auf bis zu einem Durchschnitt von 43.000 Euro bei den Bundesb\u00fcrgern in der Altersgruppe 61 Jahre und \u00e4lter.<br \/>\nDie wesentlichen Ursachen f\u00fcr eine Privatinsolvenz sind eng verkn\u00fcpft mit der Einkommenssituation der betroffenen Personen. Es gibt sechs Hauptursachen der Privatinsolvenz. Zu den Gr\u00fcnden geh\u00f6ren Arbeitslosigkeit und reduzierte Arbeit, Einkommensarmut, gescheiterte Selbstst\u00e4ndigkeit, ein zum Einkommen unpassendes Konsumverhalten, Ver\u00e4nderungen in der famili\u00e4ren Situation wie Scheidung beziehungsweise Trennung und Krankheit. Der \u00fcberwiegende Teil der Privatpersonen in einer Insolvenz hat vor allem bei Kreditinstituten, Versandh\u00e4ndlern, Versicherungen, Beh\u00f6rden, Vermietern, Energieversorgern und Telefongesellschaften Schulden.<\/p>\n<p><em>Quelle: B\u00dcRGEL Wirtschaftsinformationen GmbH &#038; Co. KG<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. \u00dcberblick: Geringe Arbeitslosigkeit und steigende Realeinkommen sorgen f\u00fcr weniger Privatinsolvenzen in Deutschland Der Trend sinkender Privatinsolvenzen setzt sich auch zu Beginn des Jahres 2016 fort. In den ersten drei Monaten des Jahres waren 25.649 Bundesb\u00fcrger von einer Insolvenz betroffen. Dies entspricht einem R\u00fcckgang um 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. So lauten die zentralen &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[203,22],"tags":[247,46,196,125,334,138,134,169,33,8,135,132,240,321,22],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3035"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3035"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3035\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3043,"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3035\/revisions\/3043"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3035"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3035"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3035"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}