{"id":3017,"date":"2016-03-09T09:05:10","date_gmt":"2016-03-09T08:05:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/?p=3017"},"modified":"2016-03-09T09:05:10","modified_gmt":"2016-03-09T08:05:10","slug":"schuldenbarometer-2015-privatinsolvenzen-sinken-um-64-prozent-vierter-anstieg-in-folge-bei-den-aelteren-bundesbuergern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/2016\/03\/09\/schuldenbarometer-2015-privatinsolvenzen-sinken-um-64-prozent-vierter-anstieg-in-folge-bei-den-aelteren-bundesbuergern\/","title":{"rendered":"Schuldenbarometer 2015: Privatinsolvenzen sinken um 6,4 Prozent &#8211; vierter Anstieg in Folge bei den \u00e4lteren Bundesb\u00fcrgern"},"content":{"rendered":"<h4>1. \u00dcberblick: Privatinsolvenzen sinken auf den niedrigsten Stand seit 2005<\/h4>\n<p>Die Zahl der Privatinsolvenzen in Deutschland sinkt weiter. Im Jahr 2015 mussten 107.919 Bundesb\u00fcrger &#8211; Privatpersonen und ehemals Selbstst\u00e4ndige &#8211; eine private Insolvenz anmelden. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dieser Wert einem R\u00fcckgang um 6,4 Prozent. So lauten die zentralen Ergebnisse aus der Studie  &#8222;Schuldenbarometer 2015&#8220; der Wirtschaftsauskunftei B\u00fcrgel. &#8222;Die Privatinsolvenzen sind 2015 das f\u00fcnfte Jahr in Folge r\u00fcckl\u00e4ufig. Es ist der niedrigste Stand bei den Verbraucherinsolvenzen seit 2005, als knapp 100.000 Privatinsolvenzen angemeldet wurden&#8220;, kommentiert B\u00fcrgel Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr. Norbert Sellin die aktuellen Zahlen.<br \/>\nDen h\u00f6chsten Wert in den vergangenen zehn Jahren gab es im Jahr 2010 mit 139.110 privaten Insolvenzen. &#8222;F\u00fcr das Jahr 2016 gehen wir von weiter sinkenden Zahlen bei den Privatinsolvenzen aus. Aktuell rechnen wir am Jahresende mit 100.000 Insolvenzen&#8220;, prognostiziert Dr. Sellin.<!--more--><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/01-privatinsolvenzen-deutschland-jahresvergleich-chart_11.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" class=\"rahmen\" \/><\/p>\n<h4>2. Ursachen sinkender Privatinsolvenzen: Niedrige Arbeitslosigkeit, gute Einkommenssituation und niedrige Inflation sorgen f\u00fcr niedrigen Stand bei Privatinsolvenzen<\/h4>\n<p>Ein Gro\u00dfteil der Privatpersonen kann sich in Deutschland \u00fcber gute und stabile Rahmenbedingungen freuen. Es gibt in Deutschland drei Faktoren, die f\u00fcr den niedrigen Stand bei den Privatinsolvenzen verantwortlich sind. Hauptursache f\u00fcr den erneuten R\u00fcckgang bei den Privatinsolvenzen ist die weiterhin niedrige Arbeitslosenquote. &#8222;Arbeitslosigkeit gilt als Hauptausl\u00f6ser Nummer eins f\u00fcr eine Privatinsolvenz&#8220;, sagt der B\u00fcrgel Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer. &#8222;Wenn die Arbeitslosigkeit steigt, werden nachgelagert auch die Privatinsolvenzen wieder steigen. \u00dcber alle Altersgruppen hinweg ist Arbeitslosigkeit in 30 Prozent der F\u00e4lle Ausl\u00f6ser f\u00fcr die Privatinsolvenz. Ein festes Einkommen bildet die Grundlage daf\u00fcr, dass die Ausgaben die Einnahmen nicht \u00fcbersteigen.&#8220; Zudem gibt es zwei begleitende Effekte, die sich positiv f\u00fcr die Privatpersonen auswirken. Zum einen hat sich die Einkommenssituation der B\u00fcrger &#8211; auch durch relativ hohe Tarifabschl\u00fcsse &#8211; verbessert. Zum anderen wird die Inflation, die 2015 bei 0,3 Prozent lag, auf einem niedrigen Niveau bleiben. Folglich werden die Bundesb\u00fcrger auch real sp\u00fcrbar mehr in ihren Geldb\u00f6rsen haben.<\/p>\n<h4>3. Gegenl\u00e4ufiger Trend: Zum vierten Mal in Folge steigen die Fallzahlen bei den \u00e4lteren Bundesb\u00fcrgern an<\/h4>\n<p>Die Altersgruppe der Bundesb\u00fcrger &#8222;61 Jahre und \u00e4lter&#8220; wird zunehmend von dem Trend sinkender Zahlen bei den Privatinsolvenzen ausgeklammert. 2015 sind die Privatinsolvenzen bei den Senioren das vierte Mal in Folge angestiegen. Nach den starken Anstiegen in den letzten Jahren (2012: plus 1,2 Prozent, 2013: plus 8,4 Prozent, 2014: plus 13,9 Prozent) nahmen die Fallzahlen in der Altersgruppe &#8222;61 Jahre und \u00e4lter&#8220; um 0,6 Prozent zu (10.751 F\u00e4lle).<\/p>\n<p>Dass laut der aktuellen B\u00fcrgel Statistik insbesondere Menschen im Rentenalter zu den Personen z\u00e4hlen, die Privatinsolvenz anmelden m\u00fcssen, r\u00fchrt daher, dass deren Einkommen bzw. Renten in vielen F\u00e4llen nicht ausreichen. Folglich ger\u00e4t diese Altersgruppe zunehmend in finanzielle Notlagen. Viele dieser B\u00fcrger sind auf eine Grundsicherung angewiesen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts beziehen derzeit knapp eine Million Rentner die staatliche Grundsicherung im Alter, die H\u00e4lfte etwa wegen einer dauerhaften Erwerbsminderung. Die Zahl der Bezieher von Altersgrundsicherung hat sich zwischen 2003 und 2014 mit einem Zuwachs von 99 Prozent praktisch verdoppelt. Um finanziellen Engp\u00e4ssen und Schulden zu begegnen, haben in den letzten Jahren zudem Senioren vermehrt Minijobs angenommen. Helfen diese Ma\u00dfnahmen nicht und wird die finanzielle Notlage zu gro\u00df, m\u00fcndet die Situation oftmals in eine Privatinsolvenz.<\/p>\n<p>Die Ursachen f\u00fcr Altersarmut und Privatinsolvenzen der Gruppe &#8222;61 Jahre und \u00e4lter&#8220; liegen auch im sinkenden Rentenniveau und steigender Besteuerung begr\u00fcndet. Der wachsende Niedriglohnsektor, aber auch Krankheiten und die damit verbundenen Kosten tragen dazu bei, dass immer mehr Menschen von Altersarmut bedroht sind. Aufgrund der demografischen Entwicklung wird k\u00fcnftig eine immer gr\u00f6\u00dfer werdende Bev\u00f6lkerungsgruppe vor finanziellen Problemen im Alter stehen. &#8222;Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Privatinsolvenzen \u00e4lterer Menschen auch im Jahr 2016 auf einem hohen Niveau verharren wird&#8220;, so Dr. Sellin.<\/p>\n<h4>4. Regionale Analyse der Privatinsolvenzen: Nord-S\u00fcd-Gef\u00e4lle bleibt bestehen<\/h4>\n<p>Die meisten Privatinsolvenzen wurden im Jahr 2015 in Nordrhein-Westfalen angemeldet. In dem bev\u00f6lkerungsreichsten Bundesland wurden 25.672 B\u00fcrger zahlungsunf\u00e4hig. Damit geht mehr als ein F\u00fcnftel (23,8 Prozent) aller Privatinsolvenzen in Deutschland auf das Konto von Einwohnern aus Nordrhein-Westfalen. In der absoluten Betrachtungsweise folgen die Bundesl\u00e4nder Niedersachsen (14.119), Bayern (12.031) und Baden-W\u00fcrttemberg (10.244).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/02-privatinsolvenzen-bundesland-tabelle_01.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" class=\"rahmen\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/03-privatinsolvenzen-bundesland-chart_01.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" class=\"rahmen\" \/><\/p>\n<p>Das Bundesland Bremen nimmt bei der Auswertung der Privatinsolvenzen eine besondere Rolle ein. Im Ranking der absoluten Zahlen steht Bremen mit 1.406 privaten Insolvenzen am besten da. Diese Reihenfolge \u00e4ndert sich jedoch, wenn die relativen Zahlen &#8211; Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohner &#8211; in die Analyse einbezogen werden. Mit 212 Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohner steht Bremen demnach an der Spitze der Statistik. Am zweith\u00e4ufigsten wurden im Jahr 2015 im Saarland Privatinsolvenzen gemeldet. Hier kommen auf 100.000 Einwohner 184 Privatinsolvenzen. Es folgen mit Hamburg (181), Niedersachsen (180) und Schleswig-Holstein (174) ausnahmslos norddeutsche Bundesl\u00e4nder. Damit setzte sich das sogenannte Nord-S\u00fcd-Gef\u00e4lle bei den Privatinsolvenzen &#8211; mit Ausnahme des Saarlandes &#8211; auch im Jahr 2015 fort. Weniger Privatpleiten gab es in den s\u00fcdlichen Bundesl\u00e4ndern. In Bayern meldeten nur 85 von 100.000 B\u00fcrgern eine Insolvenz an. Ebenfalls niedrige Werte lieferten Baden-W\u00fcrttemberg (96) und Th\u00fcringen (102). Der Bundesdurchschnitt lag im Jahr 2015 bei 133 Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohner. Zum Vergleich: Zwei Jahre zuvor lag der Schnitt noch bei 151 Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohner; 2014 immerhin noch bei 143 je 100.000 B\u00fcrgern.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/04-privatinsolvenzen-pro-bundesland-100000-einwohner-karte_01.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" class=\"rahmen\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/05-privatinsolvenzen-pro-bundesland-100000-einwohner-chart_01.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" class=\"rahmen\" \/><\/p>\n<h4>5. Prozentuale Ver\u00e4nderungen: Einzig das Saarland meldet mehr Privatinsolvenzen<\/h4>\n<p>Der Trend sinkender Fallzahlen bei den privaten Insolvenzen zeigte sich 2015 in 15 Bundesl\u00e4ndern. Einzig im Saarland war die Entwicklung gegenl\u00e4ufig.  Hier gab es einen leichten Anstieg von 0,8 Prozent (14 Privatinsolvenzen mehr als 2014). Den st\u00e4rksten R\u00fcckgang mit einem Minus von 12,8 Prozent meldete Th\u00fcringen. Bereits im Jahr 2014 sanken die Zahlen in diesem Bundesland zweistellig (minus 13,7 Prozent). Einen starken R\u00fcckgang gab es ebenfalls in Bremen.  Hier sank die Zahl an privaten Pleiten um 12,6 Prozent.  Deutlicher als im Bundesdurchschnitt (minus 6,4 Prozent) gingen die Privatinsolvenzen auch in  Nordrhein-Westfalen (minus 9,6 Prozent), Rheinland-Pfalz (minus 8,5 Prozent), Schleswig-Holstein (minus 7,6 Prozent), Bayern (minus 7,5 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (minus 7,3 Prozent) zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/06-prozentuale-veraenderung-privatinsolvenzen-bundesland-chart_01.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" class=\"rahmen\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/07-veraenderung-privatinsolvenzen-bundesland-jahresvergleich-tabelle_01.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" class=\"rahmen\" \/><\/p>\n<h4>6. Privatinsolvenzen nach Geschlecht: Mehr M\u00e4nner als Frauen melden eine private Insolvenz an &#8211; R\u00fcckgang bei M\u00e4nnern st\u00e4rker<\/h4>\n<p>Wie schon in den letzten Jahren ist der Anteil von M\u00e4nnern an der Privatinsolvenzstatistik h\u00f6her als von Frauen. Dies bezieht sich sowohl auf die absoluten als auch auf die relativen Zahlen. W\u00e4hrend der relative Wert im Bundesdurchschnitt 133 F\u00e4lle je 100.000 Einwohner ausmacht, verantworteten m\u00e4nnliche Bundesb\u00fcrger im Jahr 2015  159 Privatpleiten je 100.000 Einwohner (absolut: 63.273 F\u00e4lle). Dem gegen\u00fcber stehen 44.646 Frauen, die eine private Insolvenz anmelden mussten. Anders ausgedr\u00fcckt wurden im vergangenen Jahr &#8211; weit unter dem Bundesdurchschnitt &#8211; 108 Frauen unter 100.000 B\u00fcrgern zahlungsunf\u00e4hig. Der R\u00fcckgang mit einem Minus von 4,8 Prozent ist bei den Frauen im Vergleich zu den M\u00e4nnern (minus 7,5 Prozent) jedoch geringer. Der Grund daf\u00fcr, dass mehr M\u00e4nner eine Privatinsolvenz anmelden als Frauen liegt darin, dass der Mann in vielen Familien &#8211; trotz der ver\u00e4nderten Lebensformen und Rollenbilder &#8211; weiterhin als Hauptverdiener und Haushaltsverantwortlicher gilt. Dieser kommt im Falle einer \u00dcberschuldung innerhalb der Familie f\u00fcr die Verbindlichkeiten auf und meldet die Privatinsolvenz an.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/08-veraenderung-privatinsolvenzen-geschlecht-jahresvergleich-tabelle_01.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" class=\"rahmen\" \/><\/p>\n<h4>7. Privatinsolvenzen nach Altersgruppen: R\u00fcckl\u00e4ufige Zahlen in allen Altersgruppen &#8211; mit Ausnahme \u00e4lterer Bundesb\u00fcrger<\/h4>\n<p>Die Problematik der steigenden Zahlen bei den Privatinsolvenzen in der Altersgruppe &#8222;61 Jahre und \u00e4lter&#8220; wurde in Abschnitt 3 dargestellt. In allen anderen analysierten Altersgruppen zeigte sich im Jahr 2015 der Trend sinkender Privatinsolvenzen. Besonders positiv ist die Entwicklung bei den jungen Bundesb\u00fcrgern zwischen 18 und 20 Jahren. Hier sanken die Privatpleiten um 18,5 Prozent. Aber auch bei den 41-50-J\u00e4hrigen sanken die Privatinsolvenzen zweistellig (minus 11,2 Prozent). In allen anderen Alterssegmenten verringerte sich die Anzahl der Privatinsolvenzen unterdurchschnittlich im Vergleich zum bundesweiten R\u00fcckgang. In der Gruppe der 21-30-J\u00e4hrigen meldeten 3,9 Prozent weniger Bundesb\u00fcrger eine Privatinsolvenz an. Bei den 31-40-J\u00e4hrigen waren es 5,6 Prozent weniger und bei Einwohnern, die zwischen 51 und 60 Jahre alt sind, verringerte sich die Zahl um 5,3 Prozent.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/09-veraenderung-privatinsolvenzen-alter-jahresvergleich-tabelle_01.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" class=\"rahmen\" \/><\/p>\n<h4>8. Ursachen der Privatinsolvenz: Sechs Hauptgr\u00fcnde f\u00fcr eine private Insolvenz<\/h4>\n<p>Personen, die eine Privatinsolvenz anmelden m\u00fcssen, haben eine Gemeinsamkeit. Bei den Betroffenen \u00fcbersteigen \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum die Ausgaben die Einnahmen. Die Folge sind gravierende Zahlungsr\u00fcckst\u00e4nde, die in einer Privatinsolvenz m\u00fcnden. Es ist jedoch ein Irrglaube, dass Personen, die eine Privatinsolvenz anmelden, zwingend hoch verschuldet sein m\u00fcssen. \u00dcber alle Altersgruppen hinweg liegt die Durchschnittsschuldenh\u00f6he der Betroffenen bei rund 33.500 Euro. Bei unter 25-J\u00e4hrigen ist der Wert jedoch weitaus geringer. Hier liegt die durchschnittliche Schuldensumme bei knapp unter 10.000 Euro. Mit steigendem Alter steigen auch die Schulden auf bis zu einem Durchschnitt von 43.000 Euro bei den Bundesb\u00fcrgern in der Altersgruppe 61 Jahre und \u00e4lter. Die wesentlichen Ursachen f\u00fcr eine Privatinsolvenz sind eng verbunden mit der Einkommenssituation der betroffenen Personen. Es gibt sechs Hauptursachen (&#8222;Big Six&#8220;), die immer wieder Erw\u00e4hnung finden, wenn es um die Ursachen oder die Gr\u00fcnde von Privatinsolvenzen geht. Zu den Gr\u00fcnden geh\u00f6ren Arbeitslosigkeit und reduzierte Arbeit, Einkommensarmut, gescheiterte Selbstst\u00e4ndigkeit, ein zum Einkommen unpassendes Konsumverhalten, Ver\u00e4nderungen in der famili\u00e4ren Situation wie Scheidung beziehungsweise Trennung und Krankheit. Der \u00fcberwiegende Teil der Privatpersonen in einer Insolvenz steht vor allem bei Kreditinstituten, Versandh\u00e4ndlern, Versicherungen, Beh\u00f6rden, Vermietern, Energieversorgern und Telefongesellschaften in der Kreide.<\/p>\n<p><em>Quelle: B\u00dcRGEL Wirtschaftsinformationen GmbH &#038; Co. KG<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. \u00dcberblick: Privatinsolvenzen sinken auf den niedrigsten Stand seit 2005 Die Zahl der Privatinsolvenzen in Deutschland sinkt weiter. Im Jahr 2015 mussten 107.919 Bundesb\u00fcrger &#8211; Privatpersonen und ehemals Selbstst\u00e4ndige &#8211; eine private Insolvenz anmelden. 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