{"id":2687,"date":"2014-06-10T10:01:29","date_gmt":"2014-06-10T08:01:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/?p=2687"},"modified":"2014-06-10T15:03:04","modified_gmt":"2014-06-10T13:03:04","slug":"zahlungsverhalten-wird-immer-besser-schnellere-verbraucherinsolvenz-mit-fataler-signalwirkung-gesetz-gegen-zahlungsverzug-benachteiligt-glaeubiger-aktuelle-umfrage-des-inkassoverbands","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/2014\/06\/10\/zahlungsverhalten-wird-immer-besser-schnellere-verbraucherinsolvenz-mit-fataler-signalwirkung-gesetz-gegen-zahlungsverzug-benachteiligt-glaeubiger-aktuelle-umfrage-des-inkassoverbands\/","title":{"rendered":"Zahlungsverhalten wird immer besser; Schnellere Verbraucherinsolvenz mit fataler Signalwirkung; Gesetz gegen Zahlungsverzug benachteiligt Gl\u00e4ubiger; Aktuelle Umfrage des Inkassoverbands"},"content":{"rendered":"<p><strong>Berlin, 27. Mai 2014 &#8211; Die gute Konjunktur hebt die Zahlungsmoral. Das vierte Jahr in Folge berichten die Inkassounternehmen in ihrer Umfrage, dass Rechnungen jetzt genauso gut oder sogar besser als im Vorjahr beglichen werden. Gleichzeitig aber warnen die Inkassounternehmen vor den Folgen der Reform des Verbraucherinsolvenzrechts zum 1. Juli. &#8222;Durch die Halbierung der Restschuldbefreiungszeit werden Gl\u00e4ubiger benachteiligt und unredliche Schuldner dazu verleitet, mehr Schulden aufzunehmen&#8220;, warnt BDIU-Pr\u00e4sident Wolfgang Spitz. F\u00fcr das n\u00e4chste Jahr sei mit einem Anstieg der Verbraucherinsolvenzen auf bis zu 100.000 zu rechnen. Nachbessern m\u00fcsse die Bundesregierung zudem beim Gesetz zur Verbesserung der Zahlungsmoral im Gesch\u00e4ftsverkehr. Eine Vorschrift zur Pauschalanrechnung von Verzugssch\u00e4den k\u00f6nnte zur Folge haben, dass Gl\u00e4ubiger k\u00fcnftig weniger Geld erstattet bekommen. &#8222;Das w\u00e4re das Gegenteil dessen, was mit diesem Gesetz eigentlich erreicht werden soll&#8220;, kritisiert Spitz.<\/strong><\/p>\n<p>Die deutsche Wirtschaft ist mit einem kr\u00e4ftigen Wachstumsschub ins erste Halbjahr gestartet, getragen auch von einer weiterhin guten Zahlungsmoral der Verbraucher und der Unternehmen. In ihrer Umfrage zum Zahlungsverhalten melden jetzt 77 Prozent der Inkassounternehmen, dass Rechnungen im ersten Halbjahr 2014 genauso gut oder sogar noch besser als vor einem halben Jahr beglichen werden. An der Umfrage nahmen die 560 Mitgliedsfirmen des Bundesverbands Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU) teil. Diese setzen die Interessen von \u00fcber einer halben Million Gl\u00e4ubiger durch und liefern mit ihrer Erfahrung einen repr\u00e4sentativen Querschnitt \u00fcber die Zahlungsabl\u00e4ufe aller wichtigen Branchen.<\/p>\n<p>Die Inkassounternehmen sind damit ein Seismograf f\u00fcr die Zahlungsmoral der gesamten Wirtschaft.<!--more--><\/p>\n<h4>Konjunktur hebt Zahlungsmoral<\/h4>\n<p>&#8222;Bereits das vierte aufeinanderfolgende Jahr k\u00f6nnen wir jetzt von einer Verbesserung bei der Zahlungsmoral berichten&#8220;, sagte Wolfgang Spitz, Pr\u00e4sident des BDIU, bei der Vorstellung der Umfrageergebnisse am Dienstag in Berlin. &#8222;Unser Seismograf schl\u00e4gt weiterhin nicht aus. Das zeigt, in welch hervorragender Verfassung sich die deutsche Wirtschaft befindet.&#8220;<\/p>\n<p>Nur 39 Prozent der Inkassounternehmen melden, dass eine aktuell schlechte Auftragslage der Grund ist, warum gewerbliche Schuldner mit ihren Zahlungsverpflichtungen ins Hintertreffen geraten. Vor f\u00fcnf Jahren, auf dem H\u00f6hepunkt der durch die Verwerfungen an den internationalen Finanzm\u00e4rkten verursachten Wirtschaftskrise, lag dieser Wert bei 64 Prozent. &#8222;Dies zeigt, wie positiv sich die gute Konjunktur auf die Liquidit\u00e4tssituation der Unternehmen auswirkt&#8220;, so Spitz.<\/p>\n<h4>Insolvenzen schmelzen weiter<\/h4>\n<p>Auch bei den Insolvenzen setzt sich die Entspannung fort. Der BDIU erwartet einen R\u00fcckgang der Unternehmenszusammenbr\u00fcche auf rund 25.000 in diesem Jahr (2013: 25.995).<\/p>\n<p>Gleichwohl warnt der Verbandspr\u00e4sident vor einem Nachlassen der Risikovorsorge. Immerhin 60 Prozent der Inkassounternehmen melden aktuell, dass zu wenig Ausstattung mit Eigenkapital zahlungspflichtige Unternehmen von einem rechtzeitigen und vollst\u00e4ndigen Ausgleichen ihrer Forderungen abbringe. Verbunden mit hohen Zahlungsausf\u00e4llen bei eigenen Kunden &#8211; laut 67 Prozent der Inkassounternehmen derzeit urs\u00e4chlich f\u00fcr ausbleibende Zahlungen gewerblicher Schuldner -, k\u00f6nnten Firmen so schnell in existenzbedrohende Liquidit\u00e4tsschwierigkeiten geraten. &#8222;Ein effizientes und konsequentes Forderungsmanagement ist weiterhin unabdingbar&#8220;, so Spitz. Das bedeutet: Rechnungen m\u00fcssten schnell gestellt werden, am besten sofort nach Leistungserbringung, und Mahnungen sollten unmittelbar bei Verzugseintritt erfolgen.<\/p>\n<h4>Zahlungsverzug: Neues Gesetz k\u00f6nnte Gl\u00e4ubiger schlechter stellen<\/h4>\n<p>Die Bundesregierung hat jetzt einen Gesetzentwurf vorgelegt, mit dem die Zahlungsmoral im Gesch\u00e4ftsverkehr gest\u00e4rkt werden soll. Kern des Vorschlags: Muss der Gl\u00e4ubiger l\u00e4nger als 30 Tage auf sein Geld warten, kann er von seinem Schuldner eine Pauschale von 40 Euro verlangen. Au\u00dferdem soll der Verzugszins um einen Prozentpunkt auf 9 Prozent \u00fcber dem Basiszinssatz erh\u00f6ht werden.<\/p>\n<p>&#8222;Das ist im Grundsatz zu begr\u00fc\u00dfen&#8220;, kommentiert BDIU-Pr\u00e4sident Spitz. Gl\u00e4ubiger w\u00fcrden so gest\u00e4rkt. &#8222;Allerdings ist es falsch, diese 40 Euro, wie im Gesetzesentwurf geplant, pauschal auf den Verzugsschaden anzurechnen.&#8220;<\/p>\n<p>Insbesondere im Gesch\u00e4ftsverkehr seien, so Spitz, die Kosten f\u00fcr die Gl\u00e4ubiger zur Durchsetzung einer berechtigten Forderungen oft h\u00f6her als 40 Euro. &#8222;Ein einfaches Mahnverfahren reicht kaum aus&#8220;, erkl\u00e4rt der BDIU-Pr\u00e4sident. Gl\u00e4ubiger m\u00fcssten h\u00e4ufig eine ganze Reihe von Einzelma\u00dfnahmen mit vielen Kommunikationsschritten durchf\u00fchren. Bei Beauftragung eines Inkassounternehmens w\u00fcrden dem Gl\u00e4ubiger laut dem Gesetzesvorschlag k\u00fcnftig f\u00fcr die Berechnung des Verzugsschadens die Inkasso- beziehungsweise Rechtsanwaltskosten nur noch abz\u00fcglich der pauschalen 40 Euro zustehen. &#8222;Diese Pauschalanrechnung ist also eine Schlechterstellung und abzulehnen.&#8220;<\/p>\n<p>Nicht nachvollziehbar ist aus Spitz&#8216; Sicht au\u00dferdem, warum das Gesetz nur f\u00fcr den Gesch\u00e4ftsverkehr gelten sollte. &#8222;Die dem Gesetz zugrunde liegende EU-Richtlinie l\u00e4sst es f\u00fcr die Mitgliedsstaaten offen, ob sie diese auch f\u00fcr den B2C-Bereich anwenden wollen&#8220;, sagt er. &#8222;Einige Mitgliedsstaaten haben davon Gebrauch gemacht. Warum Deutschland diese Gestaltungsspielr\u00e4ume nicht nutzt, ist unverst\u00e4ndlich.&#8220;<\/p>\n<h4>Verbrauchergesch\u00e4fte mit leichten Problemen<\/h4>\n<p>Denn trotz der allgemein guten Lage beobachten die Inkassounternehmen auch jetzt stockende Zahlungsprozesse bei Firmen, die im Business-to-Consumer-Gesch\u00e4ft aktiv sind. So berichten 41 Prozent in der Umfrage, dass Kunden von Onlineh\u00e4ndlern ihre Rechnungen schlecht begleichen. Weiterhin haben viele Vermieter derzeit Schwierigkeiten mit der Zahlungsbereitschaft ihrer Mieter (41 Prozent der Inkassounternehmen melden das), und auch Energieversorger (40 Prozent), der Versandhandel (38 Prozent) sowie die Dienstleistungsbranche allgemein (38 Prozent) klagen \u00fcber Kunden mit einem schlechten Zahlungsverhalten. (Mehrfachantworten waren bei dieser Frage m\u00f6glich.)<\/p>\n<p>Hauptgrund, warum private Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen, ist nach Erfahrung der Inkassounternehmen \u00dcberschuldung.<\/p>\n<p>79 Prozent der BDIU-Unternehmen melden das in der Umfrage.<\/p>\n<h4>Schnellere Entschuldung sorgt f\u00fcr Kritik<\/h4>\n<p>Umso mehr richtet sich daher der Blick auf den 1. Juli 2014. Dieser Tag stellt einen Einschnitt dar &#8211; f\u00fcr Schuldner, aber auch f\u00fcr die Gl\u00e4ubiger. Denn ab diesem Datum tritt eine Reform des Verbraucherinsolvenzrechts in Kraft, und zahlungsunf\u00e4hige Verbraucher haben unter bestimmten Voraussetzungen die M\u00f6glichkeit, innerhalb von nur noch drei Jahren durch ein Gericht von ihren Schulden befreit zu werden.<\/p>\n<p>Bislang geht das fr\u00fchestens nach sechs Jahren.<\/p>\n<p>&#8222;Viele Verbraucher verstehen diese Reform des Verbraucherinsolvenzrechts als ein Signal, dass sie sich leichter ihrer Zahlungsverpflichtungen entledigen k\u00f6nnten&#8220;, so Wolfgang Spitz. &#8222;Das d\u00fcrfte sich f\u00fcr die Gl\u00e4ubiger allerdings als ganz fatal erweisen.&#8220;<\/p>\n<h4>Insolvenz kann eine Chance sein<\/h4>\n<p>Pro Jahr nehmen rund 100.000 \u00fcberschuldete Privatpersonen ein solches Verbraucherinsolvenzverfahren in Anspruch. Ihr Ziel ist es, dass ihnen ihre bisher angesammelten Schulden erlassen werden, damit sie einen wirtschaftlichen Neuanfang starten k\u00f6nnen. &#8222;F\u00fcr redliche Verbraucher ist das ein gangbarer Weg&#8220;, sagt Marion Kremer, Vizepr\u00e4sidentin des BDIU. &#8222;Wichtig ist, dass man sich selbst Gedanken dar\u00fcber macht, warum man in die finanzielle Schieflage geraten ist &#8211; und dass man dann die Initiative ergreift, um, unterst\u00fctzt zum Beispiel durch Schuldnerberater, die angeh\u00e4uften Zahlungsverpflichtungen zu bereinigen. Das ist letztlich auch f\u00fcr die Gl\u00e4ubiger sinnvoll, die auf diesem Wege vielleicht noch einen Teil ihrer berechtigten Forderungen durchsetzen k\u00f6nnen. Und nat\u00fcrlich handelt es sich bei den Betroffenen auch um potenzielle Kunden, die nach Bereinigung ihrer finanziellen Schwierigkeiten gerne wieder am Wirtschaftsleben teilnehmen k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p>In den f\u00fcnfzehn Jahren seines Bestehens ist das Verfahren mehrfach reformiert worden &#8211; &#8222;allerdings meistens zulasten der Gl\u00e4ubiger und mit der offensichtlichen Zielsetzung, Schuldnern einen Schuldenerlass zu erleichtern&#8220;, merkt BDIU-Pr\u00e4sident Spitz kritisch an.<\/p>\n<p>Jetzt gebe es allerdings auch positive Ansatzpunkte f\u00fcr die Gl\u00e4ubiger.<\/p>\n<h4>Schulden-&#8222;Dreht\u00fcr&#8220; soll versperrt werden<\/h4>\n<p>Eine der \u00c4nderungen, die aus Sicht der Gl\u00e4ubiger positiv zu bewerten ist: Die Gerichte pr\u00fcfen, ob ein Schuldner schon einmal in den letzten zehn Jahren eine Restschuldbefreiung erhalten hat oder ob ihm eine Befreiung von seinen Restschulden innerhalb der letzten drei Jahre verwehrt wurde. &#8222;Dies ist ein guter Ansatz, um den sogenannten Dreht\u00fcreffekt zu verhindern&#8220;, sagt Marion Kremer. Damit ist das Ph\u00e4nomen gemeint, dass sich entschuldete Verbraucher innerhalb k\u00fcrzester Zeit erneut insolvenzreif verschulden oder sogar noch im laufenden Verfahren neue Verbindlichkeiten aufnehmen. &#8222;Das sch\u00fctzt die Gl\u00e4ubiger vor unredlichen Schuldnern&#8220;, so Kremer.<\/p>\n<h4>Schuldner m\u00fcssen sich um Job bem\u00fchen<\/h4>\n<p>&#8222;Zu begr\u00fc\u00dfen sind auch die Regelungen zur Erwerbsobliegenheit des Schuldners&#8220;, erg\u00e4nzt BDIU-Pr\u00e4sident Spitz. Das bedeutet, dass Schuldner w\u00e4hrend des gesamten Verfahrens dazu angehalten sind, sich um einen Job zu bem\u00fchen. Erzielen sie dabei Einnahmen, die \u00fcber den f\u00fcr sie jeweils geltenden Pf\u00e4ndungsgrenzen liegen, werden die so erzielten Gelder an die Gl\u00e4ubiger im Insolvenzverfahren verteilt. &#8222;Damit l\u00e4sst sich zumindest ein Teil der Forderungen noch realisieren&#8220;, so Spitz.<\/p>\n<p>Die Gl\u00e4ubigervertreter erneuern allerdings ihre Kritik an der Halbierung der Restschuldbefreiungsperiode.<\/p>\n<p>Wenn Schuldner innerhalb von drei Jahren nach Verfahrenser\u00f6ffnung 35 Prozent ihrer Forderungen sowie die Kosten des Verfahrens begleichen k\u00f6nnen, dann erhalten sie schon nach diesen drei Jahren eine Befreiung von ihren Schulden. K\u00f6nnen sie nur die Verfahrenskosten bezahlen, steht ihnen eine Restschuldbefreiung bereits nach f\u00fcnf Jahren in Aussicht. &#8222;Um es kurz zu sagen: Diese Regelungen sind schlecht&#8220;, so Spitz. &#8222;Denn sie nehmen den Gl\u00e4ubigern viele Chancen, ihre berechtigten Forderungen doch noch durchzusetzen.&#8220;<\/p>\n<h4>3-Jahres-Insolvenz zum Nachteil der Gl\u00e4ubiger<\/h4>\n<p>Zu Erkl\u00e4rung verweist Spitz auf die Pflicht der Schuldner, sich um einen ausk\u00f6mmlichen Job zu k\u00fcmmern. &#8222;Die meisten Schuldner kommen zwischen dem dritten und dem sechsten Jahr nach Er\u00f6ffnung des Verbraucherinsolvenzverfahrens wieder in Arbeit&#8220;, so Spitz. &#8222;Sie k\u00f6nnen ihre Gl\u00e4ubiger also erst dann befriedigen. Genau diese M\u00f6glichkeit zur Befriedigung von Anspr\u00fcchen wird den Gl\u00e4ubigern also jetzt genommen. Das ist ungerecht.&#8220;<\/p>\n<p>Schuldner, die \u00fcber ein h\u00f6heres Einkommen verf\u00fcgten, w\u00fcrden zulasten der Gl\u00e4ubiger bevorzugt, argumentiert Spitz weiter. &#8222;Wenn jemand dazu in der Lage ist, seine Forderungen zu 35 Prozent zu bedienen, stellt sich die Frage: K\u00f6nnte er vielleicht nicht noch mehr leisten? Das wird in den meisten F\u00e4llen zu bejahen sein.&#8220;<\/p>\n<p>Ungemach drohe den Gl\u00e4ubigern zudem k\u00fcnftig bereits beim au\u00dfergerichtlichen Einigungsversuch, der jedem gerichtlichen Verfahren vorgeschaltet ist. &#8222;Warum sollten Schuldner &#8211; selbst wenn sie dazu in der Lage w\u00e4ren &#8211; Gl\u00e4ubigern \u00fcberhaupt noch Vergleichsangebote jenseits der 35 Prozent unterbreiten?&#8220;, fragt Spitz. &#8222;Ein fairer Interessenausgleich sieht anders aus.&#8220;<\/p>\n<p>Schon jetzt sei festzustellen, dass sich \u00dcberschuldete auf die ab 1. Juli ver\u00e4nderte Lage einstellen. &#8222;Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen geht seit \u00fcber einem Jahr deutlich zur\u00fcck&#8220;, sagt Marion Kremer. &#8222;Das liegt nicht nur an der besseren wirtschaftlichen Lage. Viele warten mit ihrem Antrag, weil sie auf die schuldnerfreundlichere Rechtslage hoffen.&#8220;<\/p>\n<h4>Verbraucherinsolvenzen sinken &#8211; und steigen n\u00e4chstes Jahr<\/h4>\n<p>90.000 Verbraucherinsolvenzen erwartet der BDIU in diesem Jahr, etwa 1.200 weniger als 2013. Bereits letztes Jahr sank deren Zahl gegen\u00fcber dem Vorjahr um 6,6 Prozent auf 91.200. Zwar setzte sich dieser Trend in den ersten Monaten dieses Jahres fort &#8211; allerdings auf einem verlangsamten Niveau. &#8222;Wir rechnen damit, dass es nun bald wieder zu einem Anstieg der Verfahren kommen wird&#8220;, so Marion Kremer.<\/p>\n<p>2015 seien wieder bis zu 100.000 F\u00e4lle zu erwarten.<\/p>\n<p>Denn trotz der sich erholenden Wirtschaft und der zur\u00fcckgehenden Arbeitslosigkeit gibt es weiterhin einen hohen Sockel \u00fcberschuldeter Verbraucher. Fast jeder zehnte Erwachsene ist betroffen.<\/p>\n<h4>\u00c4ltere zahlen besser als J\u00fcngere<\/h4>\n<p>Junge Menschen seien besonders gef\u00e4hrdet. Ihr Zahlungsverhalten monieren die Gl\u00e4ubigervertreter schon seit L\u00e4ngerem. 50 Prozent der Inkassounternehmen melden im ersten Halbjahr 2014, dass das Zahlungsverhalten junger Erwachsener zwischen 18 und 24 Jahren schlechter ist als das von Verbrauchern jenseits der 25 Jahre.<\/p>\n<p>Vor allem sind es Konsumschulden, von denen die Inkassounternehmen berichten.<\/p>\n<p>H\u00e4ufigste Gl\u00e4ubiger junger Verbraucher sind Telekommunikationsunternehmen, wie 94 Prozent der Inkassounternehmen melden (f\u00fcr \u00fcber 25-j\u00e4hrige Schuldner machen 68 Prozent der BDIU-Mitglieder diese Angabe).<\/p>\n<h4>Konsumschulden bedenklich<\/h4>\n<p>&#8222;Unverantwortlich&#8220; findet BDIU-Vize Marion Kremer das. Denn Konsumschulden sind in ihren Augen schlicht &#8222;dumme Schulden&#8220;: &#8222;Das Muster ist dabei stets: Man m\u00f6chte einen kurzfristigen Konsumwunsch befriedigen und stellt dar\u00fcber das Rechnen ein. Die Entt\u00e4uschung am Ende ist bitter: Denn der Kredit oder die Rate m\u00fcssen weiterhin bedient werden, auch dann noch, wenn die Befriedigung, die einem die Erf\u00fcllung dieses Konsumwunsches bereitet hat, l\u00e4ngst erloschen ist.&#8220;<\/p>\n<p>Weitere typische Gl\u00e4ubiger junger Schuldner sind laut der Umfrage Onlineh\u00e4ndler (83 Prozent der Inkassodienstleister best\u00e4tigen das). Dagegen sind die h\u00e4ufigsten Gl\u00e4ubiger der \u00fcber 25-j\u00e4hrigen Schuldner Banken und Kreditinstitute (87 Prozent der Inkassounternehmen machten eine entsprechende Angabe in der Umfrage) sowie Energieversorger (70 Prozent).<\/p>\n<h4>Finanzwissen fehlt<\/h4>\n<p>Umso wichtiger ist es laut Marion Kremer, junge Verbraucher vor einem Abgleiten in Verschuldungssituationen zu bewahren. Ansatzpunkte dazu gibt es mehrere: 69 Prozent der Inkassounternehmen melden in der Umfrage, dass ein schlechtes Vorbild des Elternhauses der Grund ist, warum Verbraucher zwischen 18 und 24 Jahren verschuldet sind. 59 Prozent erg\u00e4nzen, dass das Thema Geld und Verschuldung zu wenig im Schulunterricht thematisiert wird, die jungen Leute also nicht ausreichend \u00fcber die Risiken aufgekl\u00e4rt wurden, die in unserer kreditbasierten Konsumgesellschaft existieren.<\/p>\n<p>&#8222;Genau an diesem Punkt setzt das Projekt Schulschwein an. Es hat zum Ziel, bereits Grundschulkinder \u00fcber einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld aufzukl\u00e4ren&#8220;, so Kremer. Das Besondere an diesem Projekt: Es holt alle Beteiligten an einen Tisch, denn es richtet sich sowohl an die Sch\u00fcler als auch an die Lehrer und die Eltern. Dreh- und Angelpunkt ist dabei ein transparentes Sparschwein, das namensgebende &#8222;Schulschwein&#8220;. Es hat vier F\u00e4cher: Sparen, Ausgeben, Investieren und Gute Tat. Alle F\u00e4cher k\u00f6nnen separat gef\u00fcllt und geleert werden. Man sieht also, wie Geldmengen wachsen, aber auch, wie sie schrumpfen k\u00f6nnen. &#8222;Die Kinder sollen den Wert des Geldes erfahren. Und sie sollen dar\u00fcber nachdenken, wof\u00fcr sie es ausgeben wollen. Mit den Schulschweinen erfahren sie selbst, was es bedeutet, zum Beispiel f\u00fcr ein neues Fahrrad, das man sich gew\u00fcnscht hat, zu sparen &#8211; wie lange das dauern kann und wie man sich das zur Verf\u00fcgung stehende Geld einteilen muss, um das Fahrrad zu bekommen.&#8220;<\/p>\n<h4>Unterst\u00fctzung f\u00fcr &#8222;Projekt Schulschwein&#8220;<\/h4>\n<p>Seit diesem Schuljahr unterst\u00fctzt auch die Deutsche Inkasso Akademie (DIA), die BDIU-Tochtergesellschaft, die sich um die Aus- und Weiterbildung der Branche k\u00fcmmert, eine Grundschule im Berliner Stadtteil Lichtenberg im Rahmen einer sogenannten Schulpatenschaft. Schulpaten sind bei dem gemeinn\u00fctzigen Projekt zumeist Unternehmen, die die Gelder zur Verf\u00fcgung stellen, die es f\u00fcr die Ausstattung der teilnehmenden Grundschulen mit den projektbegleitenden Materialien braucht. In einem 90-min\u00fctigen Workshop wurden die Lehrer an der Lichtenberger Adam-Ries-Grundschule von den &#8222;Schulschwein&#8220;-Initiatorinnen, Diana Bartl und Stephanie Schmid, \u00fcber die Ziele des Projektes informiert; au\u00dferdem erhielten die P\u00e4dagogen ein Spiralcurriculum, mit dem sie die &#8222;Schulschwein&#8220;-Themen in allgemein bildenden F\u00e4chern wie zum Beispiel den Deutsch- und den Mathematikunterricht einbinden k\u00f6nnen. Alle Sch\u00fcler der teilnehmenden Klassen erhielten eines der transparenten Sparschweine, das sie mit nach Hause nehmen durften. Zuvor waren die Eltern an einem Elternabend \u00fcber die Ziele des &#8222;Schulschwein&#8220;-Projektes informiert worden. Dabei standen Themen wie Gelderziehung, Taschengeld und Konsum im Mittelpunkt.<\/p>\n<p>&#8222;Private Initiativen wie das Projekt Schulschwein, die Sch\u00fclern durch die Vermittlung von Wissen und Lebenspraxis unterst\u00fctzen, sind absolut hilfreich, um Kinder auf das Wirtschaftsleben vorzubereiten und somit vor einem Abgleiten in Verschuldungssituationen zu bewahren&#8220;, so Marion Kremer. Aber der BDIU-Vizepr\u00e4sidentin reicht das nicht aus. &#8222;Die Themen Geld und das Vermeiden von Schulden m\u00fcssen integraler Bestandteil des Schulunterrichts werden. Hier sind nach wie vor mehr Anstrengungen notwendig; private Initiativen alleine k\u00f6nnen das Problem nicht in den Griff bekommen.&#8220;<\/p>\n<h4>Junge Verbraucher konsumieren auf Pump<\/h4>\n<p>Die Notwendigkeit zeigt sich nach \u00dcberzeugung Kremers nicht zuletzt in der anhaltenden Konsumlaune der Verbraucher. Sie f\u00fchrt unter anderem dazu, dass mehr Menschen einen Kredit aufnehmen. Nach Angaben des Bankenfachverbands vergaben dessen Mitglieder im vergangenen Jahr Kredite im Wert von 41 Milliarden Euro an Personen, was einem Wachstum um 6,9 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr entspricht. &#8222;Die niedrigen Zinsen verleiten viele Verbraucher dazu, Konsumw\u00fcnsche auch auf Kredit zu realisieren&#8220;, so Kremer. So nutzt laut dem Bankenfachverband inzwischen jeder dritte Privathaushalt regelm\u00e4\u00dfig Ratenkredite, um Konsumg\u00fcter zu kaufen &#8211; mit steigender Tendenz. Vor allem j\u00fcngere Verbraucher zwischen 25 und 45 Jahren nehmen Ratenkredite auf, um Autos oder Haushaltsger\u00e4te zu finanzieren.<\/p>\n<p>Laut BDIU steigen damit allerdings auch die Gefahren f\u00fcr die Gl\u00e4ubiger. &#8222;Zwar werden \u00fcber 97 Prozent solcher Kredite wieder vollst\u00e4ndig zur\u00fcckbezahlt&#8220;, so Kremer. &#8222;Aber die Risikoneigung der Verbraucher nimmt zu. Und das ist keine gute Basis, sollte es mit der Wirtschaft wieder einmal nach unten gehen und zum Beispiel Kurzarbeit und Jobverluste das Tilgen bestehender Ratenvereinbarungen erschweren.&#8220; Schon jetzt melden 70 Prozent der Inkassounternehmen, dass ein unkontrolliertes Konsumverhalten der Grund ist, warum private Schuldner ihre Rechnungen nicht begleichen.<\/p>\n<h4>\u00d6ffentliche Hand zahlt (noch) schlecht(er)<\/h4>\n<p>Problematisch ist aktuell nach Einsch\u00e4tzung der Inkassounternehmen au\u00dferdem das Zahlungsverhalten des \u00f6ffentlichen Sektors. In ihrer Umfrage berichten 81 Prozent der Forderungsmanagement-Experten, dass insbesondere St\u00e4dte und Gemeinden Rechnungen derzeit schlecht bezahlen. 17 Prozent melden sogar, dass sich die Rechnungstreue der \u00f6ffentlichen Auftraggeber noch einmal verschlechtert hat. Jeder zehnte Inkassodienstleister vermerkt zudem, dass die \u00f6ffentliche Hand im ersten Halbjahr 2014 generell zu den besonderen Problembranchen beim Zahlungsverhalten geh\u00f6rt.<\/p>\n<h4>Handwerker m\u00fcssen warten<\/h4>\n<p>&#8222;Diese Schwierigkeit ist seit Jahren bekannt&#8220;, sagt BDIU-Pr\u00e4sident Wolfgang Spitz. &#8222;Dabei sollten \u00f6ffentliche Auftraggeber eine Vorbildfunktion haben, gerade auch wenn es darum geht, Rechnungen vertragsgem\u00e4\u00df und vor allem p\u00fcnktlich zu bezahlen.&#8220; Betroffen von dieser schlechten Rechnungstreue sind nach Angaben von Spitz viele Handwerksbetriebe. Diese verf\u00fcgten oft \u00fcber nur eine geringe Eigenkapitaldecke und seien daher auf eine schnelle Liquidit\u00e4tsr\u00fcckf\u00fchrung angewiesen. &#8222;Sie sind mit ihrer Arbeitsleistung und mit Materialkosten in Vorleistung getreten. Gleichzeitig haben sie<br \/>\nlaufende Kosten beispielsweise f\u00fcr den Arbeitslohn, Miete und neue Materialien. M\u00fcssen sie zu lange auf das Geld f\u00fcr ihre Leistungen warten, kann das einen Betrieb in ernsthafte wirtschaftliche Schwierigkeiten bringen.&#8220;<\/p>\n<p>Ein Grund f\u00fcr die schlechte Zahlungsmoral ist wohl, dass sich viele Kommunen selbst in schwierigen Haushaltslagen befinden. Zwar sprudeln vielerorts die Steuereinnahmen dank des Wirtschaftswachstums. Aber trotzdem st\u00fcnden viele Kommunen, w\u00fcrden sie wie ein normales Wirtschaftsunternehmen gef\u00fchrt, am Rande der Pleite, darunter zahlreiche Gro\u00dfst\u00e4dte in Westdeutschland; einigen droht inzwischen die Zwangsverwaltung.<\/p>\n<h4>Kommunen: \u00dcber 20 Milliarden Euro offene Forderungen<\/h4>\n<p>Gleichzeitig steigt allerdings auch die Summe der offenen Forderungen, die die Kommunen gegen\u00fcber s\u00e4umigen Zahlern konsequenter einfordern k\u00f6nnten. Sie ist 2013 nach Sch\u00e4tzung des BDIU erstmals \u00fcber die Marke von 20 Milliarden Euro geklettert. 2012 hatte dieser Wert noch bei 19,8 Milliarden Euro gelegen. &#8222;Das sind Einnahmepotenziale, die gehoben werden sollten&#8220;, so Wolfgang Spitz. &#8222;Private Inkassounternehmen k\u00f6nnen im Wege der Verwaltungshilfe dazu beitragen, diese Fehlbetr\u00e4ge erheblich zu reduzieren.&#8220; Positive Signale zu einer solchen Zusammenarbeit kamen zuletzt aus NRW. Das verwundert nicht, sind doch laut j\u00fcngsten Berichten des St\u00e4dte- und Gemeindebundes Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr die Haushalte in nur 47 der 359 kreisangeh\u00f6rigen Kommunen in Deutschlands gr\u00f6\u00dftem Bundesland strukturell ausgeglichen. In 145 der Mitgliedskommunen des kommunalen Verbundes ist die Lage so prek\u00e4r, dass sie ein Haushaltssicherungskonzept aufstellen m\u00fcssen. F\u00fcr die B\u00fcrger hat das oftmals Leistungsk\u00fcrzungen zur Folge; viele Kommunen erh\u00f6hen gleichzeitig Abgaben und Steuern.<\/p>\n<h4>Inkassofirmen als Verwaltungshelfer<\/h4>\n<p>Inzwischen d\u00fcrfen auch Kommunen aus Nordrhein-Westfalen unter bestimmten Voraussetzungen mit Inkassounternehmen zusammenarbeiten. Dies hat die Landesregierung zuletzt in der Antwort auf eine Kleine Anfrage im November 2013 best\u00e4tigt. Demnach steht es ihnen frei, nach einer Einzelfallpr\u00fcfung selbst zu entscheiden, ob sie einen externen Dienstleister im Wege der Verwaltungshilfe beim Einzug ausstehender Forderungen beauftragen. Voraussetzung ist unter anderem, dass sie selbst bereits erfolglos eine Realisierung versucht haben. &#8222;Viele Kommunen in anderen Bundesl\u00e4ndern setzten bereits auf Inkassodienstleister, die ihnen beim Einzug niedergeschlagener Forderungen helfen&#8220;, so Spitz. Ein Beispiel sei die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden. &#8222;F\u00fcr St\u00e4dte und Gemeinden ist es grunds\u00e4tzlich sinnvoll, einen solchen Weg ernsthaft zu pr\u00fcfen, erst recht, wenn sich eine Haushaltsnotlage abzeichnet. Mehreinnahmen sind m\u00f6glich, und die Belastungen der Steuerzahler sowie der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger k\u00f6nnten so erheblich abgefedert werden.&#8220;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/images\/content\/news\/pdf-icon.gif\" alt=\"\" width=\"16px\" height=\"16px\" \/>&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/downloads\/presse\/archiv\/2014\/Inkasso_Umfrage_zum_1_Halbjahr_2014.pdf\"> Inkasso-Umfrage zum 1. Halbjahr 2014: Alle Ergebnisse in Grafiken  (144.27 KB)<\/a><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/images\/content\/news\/pdf-icon.gif\" alt=\"\" width=\"16px\" height=\"16px\" \/>&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/downloads\/presse\/archiv\/2014\/Zahlungsverhalten_ausfuehrlich.pdf\"> Zahlungsverhalten in der Wirtschaft besser &#8211; gleichzeitig aber mehr neue Schulden f\u00fcr den Konsum &#8211; BDIU: Schnellere Verbraucherinsolvenz gibt falsche Anreize &#8211; Bundesregierung soll Gesetz gegen Zahlungsverzug nachbessern  (116.11 KB)<\/a><\/p>\n<p><em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.inkasso.de\/presse\/frhjahrsumfrage\/index.html\">BDIU<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 27. Mai 2014 &#8211; Die gute Konjunktur hebt die Zahlungsmoral. Das vierte Jahr in Folge berichten die Inkassounternehmen in ihrer Umfrage, dass Rechnungen jetzt genauso gut oder sogar besser als im Vorjahr beglichen werden. Gleichzeitig aber warnen die Inkassounternehmen vor den Folgen der Reform des Verbraucherinsolvenzrechts zum 1. Juli. &#8222;Durch die Halbierung der Restschuldbefreiungszeit &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[194,192,22],"tags":[8,333,28],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2687"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2687"}],"version-history":[{"count":34,"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2687\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2727,"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2687\/revisions\/2727"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2687"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2687"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2687"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}