{"id":2672,"date":"2014-03-24T13:52:18","date_gmt":"2014-03-24T12:52:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/?p=2672"},"modified":"2014-05-08T12:39:32","modified_gmt":"2014-05-08T11:39:32","slug":"schuldenbarometer-2013-privatinsolvenzen-sinken-um-61-prozent-dritter-rueckgang-in-folge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/2014\/03\/24\/schuldenbarometer-2013-privatinsolvenzen-sinken-um-61-prozent-dritter-rueckgang-in-folge\/","title":{"rendered":"Schuldenbarometer 2013: Privatinsolvenzen sinken um 6,1 Prozent \u2013 dritter R\u00fcckgang in Folge"},"content":{"rendered":"<h4>\u00dcberblick: Privatinsolvenzen sinken um 6,1 Prozent \u2013 dritter R\u00fcckgang in Folge \/ \u00e4ltere Bundesb\u00fcrger h\u00e4ufiger betroffen<\/h4>\n<p>Im Jahr 2013 meldeten 121.784 Bundesb\u00fcrger<sup>1<\/sup> Privatinsolvenz an. Das entspricht einem R\u00fcckgang um 6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie \u201eSchuldenbarometer 2013\u201c der Wirtschaftsauskunftei B\u00fcrgel. \u201eDie Verbraucherinsolvenzen sinken in Deutschland das dritte Jahr in Folge. In den letzten sieben Jahren gab es nur 2008 weniger Privatinsolvenzen in Deutschland\u201c, fasst B\u00fcrgel Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr. Norbert Sellin die Studienergebnisse zusammen. \u201eGrund f\u00fcr die Verbesserung ist vorrangig die robuste Binnenkonjunktur, die sich positiv auf die Besch\u00e4ftigungsquote und die Lohnzuw\u00e4chse auswirkt. Arbeitslosigkeit gilt weiterhin als Ursache Nummer eins f\u00fcr die Zahlungsunf\u00e4higkeit von Privatpersonen. Daher gilt: In Zeiten steigender oder hoher Besch\u00e4ftigung m\u00fcssen weniger Menschen Privatinsolvenz anmelden\u201c, erg\u00e4nzt Dr. Sellin.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/01-schuldenbarometer-10-jahresvergleich-chart.png\" alt=\"\" class=\"rahmen\" width=\"560\" \/><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>In der aktuellen Analyse gibt es jedoch auch einen negativen Aspekt: In Deutschland m\u00fcssen immer mehr \u00e4ltere Bundesb\u00fcrger Privatinsolvenz anmelden. Die Fallzahlen in der Altersgruppe 61 Jahre und \u00e4lter steigen im Vergleich zum Jahr 2012 um 8,4 Prozent. In allen weiteren betrachteten Altersgruppen sinken die Privatinsolvenzen.<br \/>\nAls Hauptursachen f\u00fcr Privatinsolvenzen \u00e4lterer Bundesb\u00fcrger gelten Krankheit, gescheiterte Selbstst\u00e4ndigkeit, Arbeitslosigkeit  bzw. reduzierte Arbeit und Tod des Partners.<br \/>\n\u201e\u00dcber alle Altersgruppen hinweg gibt es f\u00fcnf Hauptgr\u00fcnde, die f\u00fcr den Gro\u00dfteil der Privatinsolvenzen in Deutschland verantwortlich sind\u201c, erl\u00e4utert Dr. Norbert Sellin. Diese lauten: Arbeitslosigkeit, Trennung bzw. Scheidung, Krankheit, gescheiterte Selbstst\u00e4ndigkeit und ein nicht zum Einkommen passendes Konsumverhalten. In vielen F\u00e4llen kumulieren verschiedene Ausl\u00f6ser miteinander und f\u00fchren Verbraucher so in die Schuldenspirale.<br \/>\nPrivatpersonen, die eine Insolvenz anmelden, m\u00fcssen nicht zwingend hoch verschuldet sein. Im Durchschnitt \u00fcber alle Altersgruppen hinweg liegen diese bei 35.000 \u20ac. Privatpersonen haben vor allem Schulden bei Kreditinstituten, Versandh\u00e4ndlern, Versicherungen, Beh\u00f6rden, Vermietern, Energieversorgern und Telefongesellschaften.<br \/>\nF\u00fcr das Jahr 2014 geht die Wirtschaftsauskunftei B\u00fcrgel von 120.000 bis 123.000 Privatinsolvenzen aus. Bei der Prognose ist noch nicht abzusehen, welche Auswirkungen die Reform des Privatinsolvenzverfahrens, insbesondere zur Verk\u00fcrzung der Dauer bis zur Restschuldbefreiung hat (tritt am 1.7.2014 in Kraft). Falls einzelne Betroffene das Inkrafttreten der Verk\u00fcrzung abwarten wollen, w\u00fcrde dies zu einer Steigerung bei den Antr\u00e4gen ab Mitte des Jahres 2014 f\u00fchren.<\/p>\n<h4>Bundesl\u00e4nder: Ausgepr\u00e4gtes Nord-S\u00fcd Gef\u00e4lle bei den Privatinsolvenzen<\/h4>\n<p>Im Jahr 2013 wurden \u2013 bei Betrachtung der absoluten Zahlen \u2013 die meisten Privatpersonen in Nordrhein-Westfalen zahlungsunf\u00e4hig. Das bev\u00f6lkerungsreichste Bundesland meldete 29.637 Verbraucherinsolvenzen. Auch in Niedersachsen (15.904), Bayern (13.184) und (Baden-W\u00fcrttemberg 10.991) waren die Werte hoch.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/02-schuldenbarometer-pro-bundesland-tabelle.png\" alt=\"\" class=\"rahmen\" width=\"560\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/03-schuldenbarometer-pro-bundesland-chart.png\" alt=\"\" class=\"rahmen\" width=\"560\" \/><\/p>\n<p>Ein differenziertes Bild zeigt sich, wenn man die relativen Werte betrachtet &#8211; also die Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohner pro Bundesland. \u2028Die relativen Zahlen belegen, dass die Einwohner im Norden der Republik weiterhin st\u00e4rker von Privatinsolvenzen betroffen sind als die s\u00fcddeutschen Bundesb\u00fcrger. Es ergibt sich ein ausgepr\u00e4gtes Nord-S\u00fcd-Gef\u00e4lle: Demnach gab es in Bremen im Untersuchungszeitraum mit 252 F\u00e4llen je 100.000 Einwohner die meisten Privatinsolvenzen. Es folgen Niedersachen (204 Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohner), Hamburg (203), Sachsen-Anhalt (197) und Schleswig-Holstein (194). Einzig das Saarland (192) kann als Ausrei\u00dfer aus dem Nord-S\u00fcd-Gef\u00e4lle betrachtet werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/04-schuldenbarometer-pro-bundesland-je-einwohner-karte.png\" alt=\"\" class=\"rahmen\" width=\"560\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/05-schuldenbarometer-pro-bundesland-je-einwohner-chart.png\" alt=\"\" class=\"rahmen\" width=\"560\" \/><\/p>\n<p>Die wenigsten Privatinsolvenzen ereigneten sich in Baden-W\u00fcrttemberg mit 104 Insolvenzen je 100.000 Einwohner. Es folgen Bayern (105) und mit etwas Abstand Hessen (134) und Th\u00fcringen (135).\u2028 Der Bundesdurchschnitt lag im Jahr 2013 bei 151 Insolvenzen je 100.000 Einwohner.<\/p>\n<h4>Prozentuale Ver\u00e4nderungen: Einziger Anstieg in Sachsen-Anhalt\u2028<\/h4>\n<p>Im Jahr 2013 sind die Privatinsolvenzen in Deutschland um 6,1 Prozent gesunken. Dieser Trend sinkender Verbraucherinsolvenzen zieht sich, mit Ausnahme von Sachsen-Anhalt, durch alle Bundesl\u00e4nder. Gegen den Bundestrend stiegen die Fallzahlen in Sachsen-Anhalt um 2,1 Prozent. Den st\u00e4rksten R\u00fcckgang verbuchte Baden-W\u00fcrttemberg mit einem Minus von 12,5 Prozent. Deutlich weniger private Insolvenzen gab es auch in Bayern (minus 8,9 Prozent), Th\u00fcringen (minus 8,7 Prozent), Bremen (minus 8,3 Prozent), Brandenburg (minus 7,6 Prozent) und Berlin (minus 7,4 Prozent).<\/p>\n<p>Geringe R\u00fcckg\u00e4nge meldeten hingen Mecklenburg-Vorpommern (minus 2,8 Prozent) und Hamburg (minus 0,3 Prozent).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/06-schuldenbarometer-jahresvergleich-tabelle.png\" alt=\"\" class=\"rahmen\" width=\"560\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/07-schuldenbarometer-jahresvergleich-chart.png\" alt=\"\" class=\"rahmen\" width=\"560\" \/><\/p>\n<h4>Privatinsolvenzen nach Alter und Geschlecht: Mehr \u00e4ltere Bundesb\u00fcrger von der Privatinsolvenz bedroht<\/h4>\n<p>Ein Trend aus den letzten Jahren setzt sich auch 2013 fort: Es melden mehr M\u00e4nner als Frauen Privatinsolvenz an. Diese Aussage trifft sowohl bei den absoluten als auch bei den relativen Zahlen zu. 70.819 Insolvenzen gingen 2013 auf das Konto der m\u00e4nnlichen Bundesb\u00fcrger (176 Insolvenzen je 100.000 m\u00e4nnliche Einwohner). Im Gegensatz dazu wurden 50.965 Privatinsolvenzen von Frauen angemeldet \u2013 dies entspricht 125 Privatinsolvenzen je 100.000 weibliche Einwohner. Anteilsm\u00e4\u00dfig sind am st\u00e4rksten Bundesb\u00fcrger zwischen 41 und 50 Jahren betroffen (29,1 Prozent). Es folgen die 31- bis 40-J\u00e4hrigen mit einem Anteil von 25,1 Prozent sowie die Gruppe der 51- bis 60-J\u00e4hrigen (19,9 Prozent). 0,5 Prozent der bundesweiten Privatinsolvenzen werden von Bundesb\u00fcrgern bis 20 Jahre angemeldet. Der Anteil der \u00e4lteren Bundesb\u00fcrger (Altersgruppe ab 61 Jahre) liegt bei 8,4 Prozent.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/08-schuldenbarometer-privatinsolvenzen-alter-tabelle.png\" alt=\"\" class=\"rahmen\" width=\"560\" \/><\/p>\n<p class=\"small\">(1) Inklusive ehemals Selbst\u00e4ndiger. Ehemalige Selbstst\u00e4ndige und Gewerbetreibende k\u00f6nnen dann ein Verbraucherinsolvenzverfahren beantragen, wenn sie weniger als 20 Gl\u00e4ubiger haben und wenn keine Verbindlichkeiten aus der Besch\u00e4ftigung von Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmern bestehen.<\/p>\n<p><em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.buergel.de\/de\/presse\/studien-analysen\">B\u00dcRGEL Wirtschaftsinformationen GmbH &#038; Co. KG<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcberblick: Privatinsolvenzen sinken um 6,1 Prozent \u2013 dritter R\u00fcckgang in Folge \/ \u00e4ltere Bundesb\u00fcrger h\u00e4ufiger betroffen Im Jahr 2013 meldeten 121.784 Bundesb\u00fcrger1 Privatinsolvenz an. Das entspricht einem R\u00fcckgang um 6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie \u201eSchuldenbarometer 2013\u201c der Wirtschaftsauskunftei B\u00fcrgel. \u201eDie Verbraucherinsolvenzen sinken in Deutschland das dritte Jahr &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[203,22],"tags":[247,46,196,125,133,138,134,169,33,8,135,132,240,321,22],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2672"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2672"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2672\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2673,"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2672\/revisions\/2673"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2672"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2672"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2672"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}