{"id":2538,"date":"2013-10-16T13:04:00","date_gmt":"2013-10-16T12:04:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/?p=2538"},"modified":"2013-10-16T13:04:00","modified_gmt":"2013-10-16T12:04:00","slug":"schuldenbarometer-1-halbjahr-2013-zahl-der-privatinsolvenzen-sinkt-um-39-prozent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/2013\/10\/16\/schuldenbarometer-1-halbjahr-2013-zahl-der-privatinsolvenzen-sinkt-um-39-prozent\/","title":{"rendered":"Schuldenbarometer 1. Halbjahr 2013: Zahl der Privatinsolvenzen sinkt um 3,9 Prozent"},"content":{"rendered":"<h4>1. \u00dcberblick: Privatinsolvenzen sinken um 3,9 Prozent<\/h4>\n<p><strong>Im ersten Halbjahr 2013 sank in Deutschland die Zahl der Privatinsolvenzen auf 63.006 zahlungsunf\u00e4hige Bundesb\u00fcrger. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem R\u00fcckgang um 3,9 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie &#8222;Schuldenbarometer 1. Halbjahr 2013&#8220; der Wirtschaftsauskunftei B\u00fcrgel.<\/strong><\/p>\n<p>Demnach hat sich die Situation der Privatinsolvenzen in Deutschland nach den schwachen ersten drei Monaten in diesem Jahr etwas entspannt. &#8222;Grund f\u00fcr die Verbesserung ist vor allem die robuste Binnenkonjunktur, die sich positiv auf die Besch\u00e4ftigungsquote und die Lohnzuw\u00e4chse auswirkt&#8220;, kommentiert B\u00fcrgel Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr. Norbert Sellin die aktuellen Zahlen. F\u00fcr das Gesamtjahr 2013 geht B\u00fcrgel davon aus, dass es in Deutschland zu 126.000 bis 128.000 Privatinsolvenzen kommen wird. &#8222;Deutete die Situation nach dem ersten Quartal 2013 auf Jahressicht noch auf steigende Zahlen hin, hat sich die Lage jetzt etwas entspannt. Wir erwarten rund 2.000 bis 4.000 Insolvenzen weniger als im Jahr 2012&#8220;, res\u00fcmiert Sellin.<\/p>\n<h4>Kernergebnisse <\/h4>\n<ul>\n<li>R\u00fcckgang um 3,9 Prozent: 63.006 Privatinsolvenzen im ersten Halbjahr 2013<\/li>\n<li>Prognose Gesamtjahr: 126.000 bis 128.000 Privatpleiten<\/li>\n<li>Prognose Folgejahre: 125.000 bis 135.000 F\u00e4lle<\/li>\n<li>L\u00e4nderspitzenreiter bei absoluten Zahlen: 15.108 Insolvenzen in Nordrhein-Westfalen<\/li>\n<li>H\u00f6chster Anteil bei relativen Zahlen: Bremen mit 129 F\u00e4llen je 100.000 Einwohner<\/li>\n<li>Am wenigsten Pleiten in Bayern: 58 F\u00e4lle je 100.000 B\u00fcrger<\/li>\n<li>Bundesdurchschnitt: 78 Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohner<\/li>\n<li>St\u00e4rkster Anstieg: Hamburg-Statistik klettert um 5,1 Prozent auf 1.870 F\u00e4lle<\/li>\n<li>Deutlichster R\u00fcckgang: Th\u00fcringen mit minus 9,8 Prozent<\/li>\n<\/ul>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/01-privatinsolvenzen-10-jahresvergleich-chart1.png\" alt=\"\" class=\"rahmen\" width=\"560\" \/><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Trotz dieses positiven Ausblicks haben weiterhin viele Menschen M\u00fche, ihre Zahlungsf\u00e4higkeit zu bewahren. Aktuell geht B\u00fcrgel davon aus, dass sich die Fallzahlen bei den Privatinsolvenzen in den n\u00e4chsten Jahren auf einem Niveau zwischen 125.000 und 135.000 F\u00e4llen einpendeln werden &#8211; auch wenn die Statistik stark von der Situation am Arbeitsmarkt abh\u00e4ngt. Hintergrund: &#8222;Arbeitslosigkeit ist und bleibt Ursache Nummer eins f\u00fcr die Zahlungsunf\u00e4higkeit von Privatpersonen&#8220;, erl\u00e4utert Sellin. Steigen die Arbeitslosenzahlen, dann klettern auch die Fallzahlen bei den Privatinsolvenzen. Die Betroffenen m\u00fcssen nicht zwingend hoch verschuldet sein, um in die Insolvenz zu rutschen. Im Bundesdurchschnitt haben zahlungsunf\u00e4hige Privatpersonen Schulden in H\u00f6he von circa 28.000 Euro. Bei jungen Bundesb\u00fcrgern unter 25 Jahren liegt der Schuldendurchschnitt bei unter 10.000 Euro. Privatpersonen haben vor allem Schulden bei Kreditinstituten, Versandh\u00e4ndlern, Versicherungen, Beh\u00f6rden, Vermietern, Energieversorgern und Telefongesellschaften.<\/p>\n<h4>2. Bundesl\u00e4nder: Ausgepr\u00e4gtes Nord-S\u00fcd Gef\u00e4lle bei den Privatinsolvenzen<\/h4>\n<p>Im Untersuchungszeitraum des ersten Halbjahres wurden &#8211; bei Betrachtung der absoluten Zahlen &#8211; die meisten Privatpersonen im bev\u00f6lkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen zahlungsunf\u00e4hig: 15.108 F\u00e4lle. Hohe Werte bei den Privatpleiten melden auch Niedersachsen (7.987), Bayern (7.201) und Baden-W\u00fcrttemberg (6.203).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/02-privatinsolvenzen-pro-bundesland-tabelle1.png\" alt=\"\" class=\"rahmen\" width=\"560\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/03-privatinsolvenzen-pro-bundesland-chart1.png\" alt=\"\" class=\"rahmen\" width=\"560\" \/><\/p>\n<p>Die relativen Zahlen &#8211; Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohner in den Bundesl\u00e4ndern &#8211; zeigen ein differenziertes Bild: Demnach meldet Bremen im Untersuchungszeitraum mit 129 F\u00e4llen je 100.000 Einwohner die meisten Privatpleiten. Es folgen Hamburg (108 F\u00e4lle je 100.000 Einwohner), Schleswig-Holstein (103) und Niedersachsen (101). Im S\u00fcden hingegen fallen die Zahlen moderat aus: in Bayern mit 58 F\u00e4llen je 100.000 Einwohner. Nicht viel schlechter schl\u00e4gt sich Baden-W\u00fcrttemberg (59), gefolgt von Th\u00fcringen (66) und Hessen (68). Der Bundesdurchschnitt rangiert bei 78 Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohner.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/04-privatinsolvenzen-pro-bundesland-je-einwohner-karte1.png\" alt=\"\" class=\"rahmen\" width=\"560\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/05-privatinsolvenzen-pro-bundesland-je-einwohner-chart1.png\" alt=\"\" class=\"rahmen\" width=\"560\" \/><\/p>\n<h4>3. Prozentuale Ver\u00e4nderung: Hamburg legt bei den Zahlen deutlich zu<\/h4>\n<p>Im ersten Halbjahr 2013 steigen die Fallzahlen in nur zwei Bundesl\u00e4ndern. Das st\u00e4rkste Plus verzeichnet Hamburg mit einem Anstieg um 5,1 Prozent auf 1.870 F\u00e4lle. Etwas schw\u00e4cher wirkt sich der Zuwachs in Sachsen-Anhalt aus. Hier ereigneten sich im ersten Halbjahr 2,1 Prozent mehr Privatinsolvenzen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/06-privatinsolvenzen-jahresvergleich-tabelle1.png\" alt=\"\" class=\"rahmen\" width=\"560\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/07-privatinsolvenzen-jahresvergleich-chart1.png\" alt=\"\" class=\"rahmen\" width=\"560\" \/><\/p>\n<p>Deutlich weniger Privatpleiten meldet hingegen Th\u00fcringen mit einem R\u00fcckgang um minus 9,8 Prozent. Deutlich st\u00e4rker als im Bundesdurchschnitt von minus 3,9 Prozent sinken die Fallzahlen auch in Sachsen (minus 9,4 Prozent), Rheinland-Pfalz (minus 8,4 Prozent), Niedersachsen (minus 6,4 Prozent), Berlin (minus 6,3 Prozent) und Brandenburg (minus 6,0 Prozent).<\/p>\n<h4>4. Soziodemografische Merkmale: Mehr M\u00e4nner von der Privatinsolvenz betroffen<\/h4>\n<p>Unter den Personen, die im 1. Halbjahr 2013 Privatinsolvenz anmelden mussten,  waren insgesamt 36.633 M\u00e4nner und 26.373 Frauen. Diese m\u00e4nnliche Dominanz zieht sich durch nahezu alle Altersgruppen. Besonders stark ist dieses Ungleichgewicht bei den 51- bis 60-j\u00e4hrigen Schuldnern mit einem M\u00e4nneranteil von 59,5 Prozent ausgepr\u00e4gt. Die einzige Ausnahme bilden die 18- bis 20-J\u00e4hrigen: Hier geraten im 1. Halbjahr mehrheitlich Frauen mit einem Insolvenzanteil von 54,6 Prozent in die Zahlungsunf\u00e4higkeit.<\/p>\n<p>Die Altersgruppe der 41- bis 50-J\u00e4hrigen ist am h\u00e4ufigsten von Privatinsolvenz betroffen. Sie h\u00e4lt von Januar bis Juni 2013 27,8 Prozent an der Insolvenzstatistik. Es folgen die 31- bis 40-J\u00e4hrigen mit einem Anteil von 25,8 Prozent sowie die Gruppe der 51- bis 60-J\u00e4hrigen (21,1 Prozent). 0,6 Prozent der Personen, die Privatinsolvenz anmelden mussten, waren 20 Jahre alt oder j\u00fcnger. Der Anteil der \u00dcber-60-J\u00e4hrigen liegt bei 9,4 Prozent.<\/p>\n<h4>5. Arbeitslosigkeit als Hauptursache f\u00fcr Privatinsolvenz<\/h4>\n<p>Im ersten Halbjahr 2013 ist die Zahl der Privatinsolvenzen in Deutschland gesunken. B\u00fcrgel rechnet f\u00fcr das Gesamtjahr mit bis zu 128.000 Privatpleiten. Sowohl die Besch\u00e4ftigungslage als auch die Lohnzuw\u00e4chse wirken sich positiv auf diese moderate Entwicklung aus.<\/p>\n<p>Die Hauptursachen f\u00fcr Privatinsolvenz sind vor allem Arbeitslosigkeit, dauerhaftes Niedrigeinkommen, gescheiterte Selbstst\u00e4ndigkeit und Immobilienfinanzierung, Trennung und Scheidung sowie Krankheit. Zudem tragen mangelnde Erfahrungen im Umgang mit Finanzen und Banken sowie ein unpassendes Konsumverhalten massiv dazu bei, dass B\u00fcrger zahlungsunf\u00e4hig werden.<\/p>\n<p><em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.buergel.de\/de\/presse\/studien-analysen\">B\u00dcRGEL Wirtschaftsinformationen GmbH &#038; Co. KG<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. \u00dcberblick: Privatinsolvenzen sinken um 3,9 Prozent Im ersten Halbjahr 2013 sank in Deutschland die Zahl der Privatinsolvenzen auf 63.006 zahlungsunf\u00e4hige Bundesb\u00fcrger. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem R\u00fcckgang um 3,9 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie &#8222;Schuldenbarometer 1. Halbjahr 2013&#8220; der Wirtschaftsauskunftei B\u00fcrgel. 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