{"id":2458,"date":"2013-03-18T12:04:10","date_gmt":"2013-03-18T11:04:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/?p=2458"},"modified":"2013-03-18T12:04:10","modified_gmt":"2013-03-18T11:04:10","slug":"schuldenbarometer-2012-zahl-der-privatinsolvenzen-sinkt-um-46-prozent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/2013\/03\/18\/schuldenbarometer-2012-zahl-der-privatinsolvenzen-sinkt-um-46-prozent\/","title":{"rendered":"Schuldenbarometer 2012: Zahl der Privatinsolvenzen sinkt um 4,6 Prozent"},"content":{"rendered":"<p><strong>129.743 deutsche Bundesb\u00fcrger meldeten 2012 Privatinsolvenz an. Das entspricht einem R\u00fcckgang um 4,6 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie \u201eSchuldenbarometer 2012\u201c der Wirtschaftsauskunftei B\u00dcRGEL.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eSeit 2008 sinken die Fallzahlen erstmals wieder unter die 130.000er-Marke. Wir f\u00fchren den R\u00fcckgang auf die weiterhin positive Lage am Arbeitsmarkt zur\u00fcck\u201c, erl\u00e4utert B\u00dcRGEL Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr. Norbert Sellin. Dennoch bef\u00fcrchtet er eine Trendumkehr: \u201eWir beobachten seit Oktober 2012 wieder steigende Zahlen bei den <!--more-->Privatinsolvenzen.\u201c Zudem sei die Zahl der \u00fcberschuldeten Verbraucher im vergangenen Jahr auf knapp 6,7 Millionen Bundesb\u00fcrger gestiegen. \u201eWeil sich der Trend bei den Privatinsolvenzen Ende 2012 umzukehren begonnen hat, gehen wir f\u00fcr das aktuelle Jahr 2013 von leicht wachsenden Fallzahlen bei den Privatinsolvenzen aus\u201c, erkl\u00e4rt Sellin. Insbesondere Personen im Niedriglohnsektor seien h\u00e4ufig von Privatinsolvenzen betroffen, wenn sich die Ausgaben \u2013 nicht nur f\u00fcr h\u00f6here Mieten und Energiekosten \u2013 bei nicht zwingend steigenden Einnahmen der B\u00fcrger erh\u00f6hten.<\/p>\n<p>2012 ereigneten sich die meisten Insolvenzf\u00e4lle von Bundesb\u00fcrgern in Nordrhein-Westfalen. Das bev\u00f6lkerungsreichste Bundesland meldet im Untersuchungszeitraum 30.980 Privatpleiten, gefolgt von Niedersachsen (16.568 F\u00e4lle) und Bayern (14.478). Im relativen Vergleich zeigt sich ein ausgepr\u00e4gtes Nord-S\u00fcd-Gef\u00e4lle: Bremen z\u00e4hlt hier die meisten Verbraucherinsolvenzen mit 272 F\u00e4llen je 100.000 Einwohner. Mit etwas Abstand folgen die ebenfalls n\u00f6rdlichen Bundesl\u00e4nder Niedersachsen (209 Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohner) und Schleswig-Holstein (205). W\u00e4hrend der Bundesdurchschnitt im Jahr 2012 bei 159 F\u00e4llen je 100.000 Einwohner rangiert, schneidet Bayern mit lediglich 115 Pleiten je 100.000 Einwohnern am besten ab. Gute Werte weisen auch Baden-W\u00fcrttemberg (116) und Hessen (143) auf.<\/p>\n<p>In 14 der insgesamt 16 Bundesl\u00e4nder sind die Fallzahlen bei den Privatinsolvenzen im vergangenen Jahr gegen\u00fcber 2011 r\u00fcckl\u00e4ufig \u2013 allen voran in Hessen (minus 10,3 Prozent), Hamburg (minus 10,2 Prozent) und Bremen (minus 6,9 Prozent). Die einzigen Ausnahmen bilden Th\u00fcringen (plus 1,3 Prozent) und Sachsen-Anhalt (plus 0,3 Prozent) mit einem leichten Anstieg.<\/p>\n<p>Bei den beiden j\u00fcngsten (18-20 Jahre und 21-30 Jahre) und der \u00e4ltesten betrachteten Altersgruppe (Bundesb\u00fcrger ab 61 Jahren) steigen die Fallzahlen im Untersuchungszeitraum an.<\/p>\n<p>Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigen die Privatinsolvenzen bei den 18- bis 20-J\u00e4hrigen um 3,6 Prozent auf 698 F\u00e4lle. Mehr Privatinsolvenzen verzeichnet zudem die Altersgruppe der 21- bis 30-j\u00e4hrigen Bundesb\u00fcrger (plus 1,7 Prozent).<br \/>\nEine \u00e4hnliche Entwicklung vollzieht sich bei den \u00dcber-61-J\u00e4hrigen: Auch hier steigen die Zahlen der insolventen Bundesb\u00fcrger an \u2013 um 1,2 Prozent. Die meisten Privatinsolvenzen \u2013 29,3 Prozent bzw. 37.988 Insolvenzen \u2013 verursachen im Untersuchungszeitraum die 41- bis 50-J\u00e4hrigen. 25,5 Prozent der Privatinsolvenzen verteilen sich auf die 31- bis 40-J\u00e4hrigen (33.068 F\u00e4lle).<br \/>\n58,3 Prozent aller Privatinsolvenzen im Jahr 2012 werden von m\u00e4nnlichen Bundesb\u00fcrgern angemeldet. Diese Dominanz zieht sich durch nahezu alle Altersgruppen. Besonders stark ist das Ungleichgewicht bei den 51- bis 60-J\u00e4hrigen mit einem M\u00e4nneranteil von 61,1 Prozent ausgepr\u00e4gt. Die einzige Ausnahme bilden die 18- bis 20-J\u00e4hrigen: Hier geraten im Untersuchungszeitraum mehrheitlich Frauen mit einem Anteil von 55,4 Prozent in die Zahlungsunf\u00e4higkeit.<\/p>\n<p>Hauptursachen f\u00fcr Privatinsolvenz sind Arbeitslosigkeit, dauerhaftes Niedrigeinkommen, gescheiterte Selbstst\u00e4ndigkeit bzw. Immobilienfinanzierung. Au\u00dferdem: Trennung und Scheidung. Ferner tragen mangelnde Erfahrungen im Umgang mit Finanzen und Banken, zum Einkommen unpassendes Konsumverhalten und Einkommensr\u00fcckgang massiv zu einer Privatinsolvenz bei.<\/p>\n<h4>Kernergebnisse der Studie:<\/h4>\n<ul>\n<li>2012 meldeten 129.743 Bundesb\u00fcrger Privatinsolvenz an (minus 4,6 Prozent)<\/li>\n<li>Absolut am meisten Privatpleiten in Nordrhein-Westfalen: 30.980 F\u00e4lle<\/li>\n<li>Relativ am meisten F\u00e4lle in Bremen (272 Insolvenzen je 100.000 Einwohner), am wenigsten Privatpleiten in Bayern (115)<\/li>\n<li>Bundesdurchschnitt: 159 F\u00e4lle je 100.000 Einwohner<\/li>\n<li>Jahresvergleich 2012\/11: R\u00fcckl\u00e4ufige Fallzahlen in 14 von 16 Bundesl\u00e4ndern<\/li>\n<li>St\u00e4rkster R\u00fcckgang: Hessen (minus 10,3 Prozent). Zwei Ausnahmen mit Zuw\u00e4chsen: Th\u00fcringen (plus 1,3 Prozent) und Sachsen-Anhalt (plus 0,3 Prozent)<\/li>\n<li>Trendumkehr: Seit Oktober 2012 steigen Fallzahlen wieder an<\/li>\n<li>Steigende Fallzahlen f\u00fcr das Jahr 2013 prognostiziert<\/li>\n<li>M\u00e4nner sind st\u00e4rker von der Privatinsolvenz betroffen (Anteil an der Insolvenzstatistik: 58,3 Prozent)<\/li>\n<li>Anstiege in den beiden j\u00fcngsten (18-20 Jahre und 21-30 Jahre) und in der \u00e4ltesten Altersgruppe (Bundesb\u00fcrger ab 61 Jahren)<\/li>\n<li>In der Altersgruppe 18-20 Jahre ist der Frauenanteil h\u00f6her (55,4 Prozent)<\/li>\n<li>Den Gro\u00dfteil (29,3 Prozent) der bundesweiten Privatinsolvenzen 2012 nach Alter verursachen die 41- bis 50-j\u00e4hrigen Bundesb\u00fcrger<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.buergel.de\/\">Pressemeldung B\u00dcRGEL, Hamburg<\/a><br \/>\nVollst\u00e4ndige Studie: <a href=\"http:\/\/www.buergel.de\/presse\/pressemitteilungen\/644-pm-schuldenbarometer-2012.html\">B\u00fcrgel-Studie: Schuldenbarometer 2012<\/a><\/em><\/p>\n<p><strong> B\u00fcrgel Wirtschaftsinformationen ist eines der f\u00fchrenden Unternehmen f\u00fcr Wirtschafts- und Bonit\u00e4tsinformationen und seit 1905 mit dem B\u00fcrgel-B\u00fcro Coburg auch in Oberfranken vertreten.<br \/>\nAls Verbundpartner der BID Bayerischer Inkasso Dienst Unternehmensgruppe sind u.a. die B\u00fcrgel Wirtschaftsausk\u00fcnfte &#038; Bonit\u00e4tspr\u00fcfungen neben dem klassischen sowie dem Inkasso gr\u00f6\u00dferer Auftragsmengen ein wichtiger Baustein f\u00fcr das BID-Komplettsystem im Risiko- und Forderungsmanagement. <\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>129.743 deutsche Bundesb\u00fcrger meldeten 2012 Privatinsolvenz an. 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