{"id":2220,"date":"2012-04-18T12:48:31","date_gmt":"2012-04-18T11:48:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/?p=2220"},"modified":"2012-04-27T19:00:04","modified_gmt":"2012-04-27T18:00:04","slug":"presse-moderner-architektonischer-akzent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/2012\/04\/18\/presse-moderner-architektonischer-akzent\/","title":{"rendered":"Presse: Moderner architektonischer Akzent"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Neubau des Bayerischen Inkasso Dienstes BID in Coburg ist fertiggestellt. Nach den Pl\u00e4nen des Architekturb\u00fcros ARCHI VIVA, Coburg, wurden in zweij\u00e4hriger Bauzeit ein offenes Parkhaus mit 140 Stellpl\u00e4tzen und ein zukunftsweisendes Verwaltungsgeb\u00e4ude f\u00fcr 160 Mitarbeiter erstellt.<\/strong><\/p>\n<p>Die BID Unternehmensgruppe mit Hauptsitz im oberfr\u00e4nkischen Coburg bietet ein Komplettsystem im Forderungs- und Risikomanagement, mit Wirtschaftsausk\u00fcnften und Bonit\u00e4tspr\u00fcfungen von Unternehmen und Privatpersonen sowie klassischem und papierlosem Inkasso, weltweit, individuell und online. Erst 1996 war die Firmenzentrale um einen Neubau mit 800 Quadratmetern B\u00fcrofl\u00e4che erweitert worden. Seither stieg die Zahl der BID-Angestellten von 85 auf \u00fcber 180. Nun bietet der Neubau mit einer Nutzfl\u00e4che von rund 2050 Quadratmetern, Raum f\u00fcr weitere 160 Besch\u00e4ftigte. Laut Heinz Bittermann, BID-Vorstandsvorsitzender, ist ein so drastischer Personalaufbau kurzfristig aber nicht beabsichtigt. &#8222;Wir bauen f\u00fcr die Zukunft.&#8220; Ein weiteres Firmenwachstum werde sich deshalb auch im Personalaufbau wiederspiegeln.<\/p>\n<p><a rel=\"lightbox\" href=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/neubau_03.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/neubau_03.jpg\" alt=\"Einblick in den Pausenbereich\" width=\"560\" class=\"rahmen\" \/><\/a><br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>Auf dem Grundst\u00fcck des B\u00fcroneubaus stand ein denkmalgesch\u00fctztes Wohn- und Gasthaus, das f\u00fcr einen geplanten Ausbau der Bundesstra\u00dfe abgerissen wurde. Das Restgrundst\u00fcck konnte f\u00fcr den Neubau erworben werden. Die Planung des Geb\u00e4udes auf dem leicht geneigten Grundst\u00fcck gestaltete sich schwierig, weil es noch keine konkreten Aussagen des Stra\u00dfenbauamts f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Stra\u00dfenf\u00fchrung gab. Anschlussh\u00f6hen und Au\u00dfenanlagen mussten so geplant werden, dass sie auch nach dem Stra\u00dfenausbau noch funktionieren. Auch das vorgegebene Raumprogramm, das eine Verdoppelung der Arbeitspl\u00e4tze am Firmenstammsitz vorgab, lie\u00df keine gro\u00dfen Spielr\u00e4ume, da es unter Einhaltung aller beh\u00f6rdlichen Auflagen eine fast vollst\u00e4ndige Bebauung des Grundst\u00fccks erforderlich machte.<\/p>\n<p>Nach R\u00fccksprache mit dem Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege wurde der urspr\u00fcngliche Entwurf, ein liegendes Hochhaus zu bauen, verworfen, und die Baumasse neu gegliedert. Das Ergebnis sind zwei rechtwinklig zueinander stehende Kuben, die in Proportion und Fassadenteilung der benachbarten sp\u00e4tklassizistischen Villa \u00e4hneln. Merkmale der Villa wie Souterraingeschoss oder Mittelrisalit wurden f\u00fcr den Neubau neu interpretiert und sind in den Entwurf eingeflossen.<\/p>\n<h4>Ger\u00e4usche werden geschluckt<\/h4>\n<p><a rel=\"lightbox\" href=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/neubau_01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/neubau_01-300x187.jpg\" alt=\"Bistro\" title=\"Bistro\" width=\"300\" height=\"187\" class=\"alignright rahmenright\" \/><\/a>Ein gl\u00e4serner Zwischenbauk\u00f6rper, der aus der Fassadenflucht hervortritt, gliedert das Geb\u00e4ude. In ihm befinden sich talseitig Besprechungsr\u00e4ume und zum Innenhof hin das Treppenhaus. Dieses komplett transparente Bauteil aus Stahl und Glas kontrastiert die Lochfassade der Hauptbauk\u00f6rper. Das Geb\u00e4ude betritt man \u00fcber eine Br\u00fccke vom Innenhof aus. Man gelangt in das verglaste Treppenhaus. Von dort erschlie\u00dfen sich je Geschoss drei Gruppenb\u00fcros, die bei Bedarf auch getrennt vermietet werden k\u00f6nnten. Das Erd- und 1. Obergeschoss sind von der Nutzung und Raumaufteilung identisch. Sie sind f\u00fcr jeweils 64 Mitarbeiter ausgelegt und bieten neben idealen Arbeitsbedingungen einen spektakul\u00e4ren Ausblick zur Veste Coburg. Eine Besonderheit des Geb\u00e4udes erlebt man beim Betreten der B\u00fcror\u00e4ume. Die Raumakustik ist darauf ausgelegt, Ger\u00e4usche, die beim Telefonieren st\u00f6ren, zu schlucken. Au\u00dfergew\u00f6hnlich ist dabei der R\u00fcckgriff auf akustisch hinterlegte Wandbespannungen, die anstelle \u00fcblicher Putzoberfl\u00e4chen oder Tapeten vollfl\u00e4chig die Au\u00dfenw\u00e4nde bekleiden. Hierf\u00fcr wurden von dem Architekturb\u00fcro ARCHI VIVA Fotos von gestapeltem Papier als Motive f\u00fcr die W\u00e4nde gemacht und auf schwer entflammbaren textilen Dekostoff gedruckt. F\u00fcr die Montage an den unbehandelten Betonbauteilen der Au\u00dfenwand wurden Inframe-Alurahmen verwendet. Sie haben den Vorteil, dass die Motive rahmenlos in Erscheinung treten und der Stoff zu Reinigungszwecken zerst\u00f6rungsfrei abgenommen werden kann. Die Verwendung eines solches Systems als ausschlie\u00dfliche Wandbekleidung und nicht nur als &#8222;Bild&#8220; auf der Wand d\u00fcrfte bisher einmalig bei B\u00fcrogeb\u00e4uden sein. Im Souterrain befindet sich eine Cafeteria, die von allen Mitarbeitern als Pausenraum genutzt wird. Die Hanglage erm\u00f6glicht dort bodentiefe Fenster und vorgelagerte Terrassen. Bei der Gestaltung des Pausenraums wurde von den Architekten gro\u00dfer Wert auf eine entspannende fr\u00f6hliche Atmosph\u00e4re gelegt. Die Materialien Holz und Naturstein tragen neben den aufgelockerten Decken-Akustiksegeln zu der angenehmen Ausstrahlung des Raums bei. Auch hier wurden die W\u00e4nde mit den akustisch wirksamen Wandbespannungen versehen.<\/p>\n<p><a rel=\"lightbox\" href=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/neubau_04.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/neubau_04-300x187.jpg\" alt=\"neubau_04\" title=\"neubau_04\" width=\"300\" height=\"187\" class=\"alignleft rahmenleft\" \/><\/a>Das vom Architekturb\u00fcro gew\u00e4hlte Grasmotiv f\u00fchrt zu einem ungew\u00f6hnlichen, fr\u00f6hlichen Perspektivenwechsel. Im Konzept der Architekten ist ber\u00fccksichtigt, den Jahreszeiten entsprechend die Motive mit Osterhasen oder Weihnachtsm\u00e4nnern zu erg\u00e4nzen, was allen Besuchern des Pausenraums ein L\u00e4cheln beschert. Vom obersten Geschoss mit den B\u00fcros der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer kann man die gro\u00dfz\u00fcgige Dachterrasse betreten. Ein Luxus der sich ergab, weil der Neubau zur Villa hin ein Geschoss niedriger ist.<\/p>\n<p>Das auf den ersten Blick hervorstechendste Merkmal ist die strahlend wei\u00dfe Fassade der kubischen Bauk\u00f6rper. Die rein wei\u00dfe Farbe wird durch emailliertes Glas mit Scheibengr\u00f6\u00dfen bis 3,00 x 1,30 Meter gew\u00e4hrleistet. Der sonst durch Lichtbrechung verursachte Gr\u00fcnstich konnte durch den Einsatz von Wei\u00dfglas vermieden werden. Der Einsatz von emailliertem Glas als Fassadenbekleidung an stark befahrenen Stra\u00dfen hat sich bereits bei anderen Bauvorhaben der Architekten bew\u00e4hrt. Der Instandhaltungsaufwand einer solchen Fassade ist vergleichsweise gering.<\/p>\n<p>Die Fenster der Lochfassade sind eine Neuentwicklung speziell f\u00fcr dieses Bauvorhaben. Die Drei-Scheiben-Isolierverglasung ist so als Stufenglas auf den Holzrahmen geklebt, dass die Fenster von au\u00dfen vollkommen fl\u00e4chenb\u00fcndig sind. Sie verf\u00fcgen \u00fcber einen hervorragenden Schallschutz und W\u00e4rmed\u00e4mmwert. Au\u00dferdem gibt es keine Fugen und Kanten in denen sich Schmutz ablagern kann.<\/p>\n<p><a rel=\"lightbox\" href=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/neubau_02.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/neubau_02-300x187.jpg\" alt=\"neubau_02\" title=\"neubau_02\" width=\"300\" height=\"187\" class=\"alignright rahmenright\" \/><\/a>Das gesamte Geb\u00e4ude wird \u00fcber 59 Bohrpf\u00e4hle mit Energie f\u00fcr Heizung und K\u00fchlung versorgt. Die 90 Zentimeter starken und zehn Meter tiefen Bohrpf\u00e4hle sind aufgrund der inhomogenen Baugrundverh\u00e4ltnisse statisch erforderlich. Sie wurden mit 1,2 Kilometer PE HD Rohren in den Bewehrungsk\u00f6rben ausgestattet. Ein thermischer Respons Test ergab, dass \u00fcber die Energiepf\u00e4hle das Geb\u00e4ude zu 70 Prozent mittels Geothermie beheizt werden kann.<\/p>\n<p>Eine K\u00fchlfunktion mit der aus dem Erdreich gewonnenen Energie ist ebenfalls vorgesehen. Dabei wird hier eine passive K\u00fchlung angestrebt. Das bedeutet, dass das Solewasser direkt \u00fcber Plattenw\u00e4rmetauscher und dem Pufferspeicher dem System zugef\u00fchrt wird. Im aktiven K\u00fchlfall erfolgt die K\u00e4lteerzeugung \u00fcber die Sole-\/Wasserw\u00e4rmepumpe. Die Abw\u00e4rme der W\u00e4rmepumpe und der gek\u00fchlten Serverr\u00e4ume wird dem Erdreich als Speicher wieder zugef\u00fchrt, um sie f\u00fcr den Winter mit W\u00e4rmeenergie aufzuladen.<\/p>\n<p>Die Grundvoraussetzung f\u00fcr einen wirtschaftlichen Betrieb der W\u00e4rmepumpe sind effektive gro\u00dffl\u00e4chige Heiz- und K\u00fchlfl\u00e4chen, deshalb werden die B\u00fcror\u00e4ume vollfl\u00e4chig \u00fcber Heiz-\/K\u00fchldecken versorgt. Diese gelochten Metall- Langfeldakustikplatten mit entsprechenden Heiz- und K\u00fchlregistereinheiten sorgen nicht nur f\u00fcr angenehme Strahlungsw\u00e4rme und vollkommen ger\u00e4usch- und zugfreie Raumk\u00fchlung, sondern tragen auch positiv zur Raumakustik bei.<\/p>\n<p>Die Bel\u00fcftung der Arbeitsr\u00e4ume erfolgt manuell \u00fcber Fensterl\u00fcftung. Dies entspricht am ehesten dem Wunsch der Mitarbeiter und senkt Folgekosten f\u00fcr Wartung und Energieverbrauch. Die Architektur des B\u00fcrogeb\u00e4udes ist darauf abgestimmt. Die Geometrie der R\u00e4ume und die Anordnung der Erschlie\u00dfungsfl\u00e4chen sind so geplant, dass eine freie L\u00fcftung der B\u00fcror\u00e4ume m\u00f6glich ist.<\/p>\n<h4>Tageslicht sorgt f\u00fcr freundliche Beleuchtung<\/h4>\n<p>Alle R\u00e4ume sind mit Pr\u00e4senzmeldern und Tageslicht geregelter Beleuchtung ausgestattet. Beim Verlassen der B\u00fcros schaltet sich die Beleuchtung<br \/>\nzeitverz\u00f6gert aus. Die Beleuchtungsst\u00e4rke wird automatisch geregelt, so dass abh\u00e4ngig vom Tageslichteinfall immer eine gleichm\u00e4\u00dfige blendfreie Beleuchtung des Arbeitsplatzes garantiert ist. Die Geb\u00e4ude-, Mess- und Regeltechnik ist durch ein EIB-System vernetzt. Dies gew\u00e4hrleistet einen sinnvollen und wirtschaftlichen Betrieb der einzelnen Bestandteile der Geb\u00e4udetechnik. Das Ineinandergreifen von K\u00fchlung, Heizung, Sonnenschutz, und Beleuchtung tr\u00e4gt zur Senkung der Betriebskosten bei und f\u00fchrt in Verbindung mit dem Klimakonzept zu einer hohen Wirtschaftlichkeit des B\u00fcrogeb\u00e4udes.<\/p>\n<p>Ein Gestaltungsmerkmal des Geb\u00e4udes ist der au\u00dfen liegende Sonnenschutz. Die massiven Metallschiebel\u00e4den sind gegen\u00fcber normalen Beh\u00e4ngen wesentlich windstabiler. Das st\u00e4ndige Auf und Abfahren des Sonnenschutzes bei Wind findet nicht statt. Der sommerliche W\u00e4rmeschutz ist gew\u00e4hrleistet und nachts k\u00f6nnen Fenster hinter dem Schutz der Schiebel\u00e4den zur Ausk\u00fchlung der R\u00e4ume gekippt werden.<\/p>\n<p>Alles in allem haben die Architekten ihr Ziel erreicht. Ein Zufriedener Bauherr und zufriedene Nutzer. <em>LUTZ WALLENSTEIN<\/em><\/p>\n<p><em>Quelle: Bayerische Staatszeitung M\u00fcnchen, Ausgabe vom 13.04.2012<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Neubau des Bayerischen Inkasso Dienstes BID in Coburg ist fertiggestellt. Nach den Pl\u00e4nen des Architekturb\u00fcros ARCHI VIVA, Coburg, wurden in zweij\u00e4hriger Bauzeit ein offenes Parkhaus mit 140 Stellpl\u00e4tzen und ein zukunftsweisendes Verwaltungsgeb\u00e4ude f\u00fcr 160 Mitarbeiter erstellt. 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