{"id":2065,"date":"2012-02-27T10:37:26","date_gmt":"2012-02-27T09:37:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/?p=2065"},"modified":"2012-04-27T18:47:06","modified_gmt":"2012-04-27T17:47:06","slug":"schuldenbarometer-2011","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/2012\/02\/27\/schuldenbarometer-2011\/","title":{"rendered":"Schuldenbarometer 2011: Zahl der Privatinsolvenzen sinkt um 2,2 Prozent"},"content":{"rendered":"<p><strong>2011 meldeten in Deutschland 136.033 Bundesb\u00fcrger Privatinsolvenz an. Das sind 2,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle \u201eSchuldenbarometer 2011\u201c der Hamburger Wirtschaftsauskunftei B\u00fcrgel. Nur in den Jahren 2007 und 2010 gab es in Deutschland mehr Verbraucherinsolvenzen. In den letzten zehn Jahren mussten insgesamt mehr als eine Million    Privatpersonen Insolvenz anmelden.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eObwohl wir dank einer verbesserten Situation auf dem Arbeitsmarkt und einer entsprechend g\u00fcnstigen Konjunkturlage in Deutschland bei den Privatinsolvenzen einen leichten zahlenm\u00e4\u00dfigen R\u00fcckgang verzeichnen, verharren die Werte weiterhin auf einem zu hohen Niveau\u201c, kommentiert B\u00fcrgel Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr. Norbert Sellin. \u201eAufgrund einer sehr niedrigen Arbeitslosenquote mit dem tiefsten Stand seit <!--more-->20 Jahren, h\u00e4tte der R\u00fcckgang st\u00e4rker ausfallen m\u00fcssen.\u201c<\/p>\n<p>Im absoluten Vergleich verteilen sich die 136.033 Privatinsolvenzen im Jahr 2011 vor allem auf die Bundesl\u00e4nder Nordrhein-Westfalen (32.389), Niedersachen (17.290) und Bayern (15.202). Relativ betrachtet ereigneten sich die meisten F\u00e4lle in Bremen \u2013 mit 293 Insolvenzen je 100.000 Einwohner. W\u00e4hrend der Bundesdurchschnitt bei 166 Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohner rangiert, gab es in Bayern mit 121 Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohner die geringste Anzahl an Verbraucherinsolvenzen im Jahr 2011. Vier der sechzehn Bundesl\u00e4nder verzeichnen mehr Privatpleiten als 2010 \u2013 allen voran Nordrhein-Westfalen (plus von 7,1 Prozent) und Hamburg (plus 6,0 Prozent). Den st\u00e4rksten R\u00fcckgang melden Sachsen mit einem Minus von 13,3 Prozent und Baden-W\u00fcrttemberg (minus 10,6 Prozent). <\/p>\n<p>Besorgnis erregen 2011 die Fallzahlen bei den beiden Insolvenz-Risikogruppen: dem Segment der jungen Erwachsenen von 18 bis 25 Jahren mit einem Plus von 0,9 Prozent und dem Segment 60 Plus mit einem Zuwachs um 6,7 Prozent. W\u00e4hrend die Zahlen in den anderen Altersgruppen r\u00fcckl\u00e4ufig sind, ist ein 3,1-prozentiger Anstieg der Insolvenzzahlen bei den jungen erwachsenen Frauen f\u00fcr die Erh\u00f6hung der Insolvenzwerte der gesamten jungen Altersgruppe verantwortlich. Bei den jungen M\u00e4nnern sinken die Werte hingegen um 1,7 Prozent. Auch bei den Senioren sind vor allem die Frauen mit einem Zuwachs um 12,3 Prozent von einer Pleite betroffen. Zwar legten die Werte auch bei den m\u00e4nnlichen Senioren zu, aber mit einem weit geringeren Anstieg um 3,3 Prozent. \u201eHier bahnt sich eine dramatische Entwicklung an. Gerade bei den jungen Erwachsenen und bei den Senioren, aber auch in den \u00fcbrigen Altersgruppen, fallen insbesondere Arbeitslosigkeit, Niedrigl\u00f6hne und ein zum Einkommen unpassendes Konsumverhalten schwer ins Gewicht\u201c, erkl\u00e4rt Sellin. Vor allem einkommensschwache Haushalte h\u00e4tten oft kein Einsparpotenzial bei steigenden Ausgaben.<br \/>\n58,1 Prozent aller Privatinsolvenzen im Jahr 2011 verschuldeten M\u00e4nner; sie dominieren in allen Altersgruppen \u2013 bis auf eine Ausnahme \u2013 die Insolvenzstatistik. W\u00e4hrend das Ungleichgewicht bei den 36- bis 45-J\u00e4hrigen Schuldnern mit einem M\u00e4nneranteil von 60,9 Prozent besonders stark ausf\u00e4llt, \u00fcberragt der Frauenanteil von 55,1 Prozent bei den 18- bis 25-J\u00e4hrigen.<br \/>\nF\u00fcr 2012 prognostiziert B\u00fcrgel Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr. Sellin, dass sich die Zahl der Privatinsolvenzen auf vergleichbarem Niveau wie 2011 fortsetzen wird. Aktuell geht B\u00fcrgel von 135.000 bis 137.000 F\u00e4llen f\u00fcr das laufende Jahr aus.<\/p>\n<p>Die Ursachen f\u00fcr eine Privatinsolvenz sind insbesondere in den beiden altersm\u00e4\u00dfigen Risikogruppen unterschiedlich ausgepr\u00e4gt. Die jungen Erwachsenen fallen eher durch eine unwirtschaftliche Haushaltsf\u00fchrung auf, gepaart mit wenig Erfahrung im Umgang mit Geld. Oft investiert die Gruppe hohe Summen in mobile Endger\u00e4te, Elektroartikel, Automobile und den Kreditkartenkauf. Dabei fehlt es an einer vern\u00fcnftigen Verwendung des zur Verf\u00fcgung stehenden Einkommens und an finanziellen R\u00fccklagen f\u00fcr den Krisenfall. Bei den Senioren sind indes vor allem Arbeitnehmer mit einem geringen Einkommen gef\u00e4hrdet \u2013 allen voran geringf\u00fcgig oder befristet besch\u00e4ftigte oder in Teilzeit arbeitende Frauen. Neben dem sinkenden Rentenniveau tragen Arbeitslosigkeit und Niedrigl\u00f6hne dazu bei, dass immer mehr Menschen im Alter von Armut bedroht sind. <\/p>\n<h4>Kernergebnisse der Studie:<\/h4>\n<ul>\n<li>2011 ereigneten sich in Deutschland 136.033 Privatinsolvenzen \u2013 2,2 Prozent weniger als im Vorjahr<\/li>\n<li>Risikogruppen unter den Schuldnern nach Alter: 18- bis 25-J\u00e4hrige (Zunahme: plus 0,9 Prozent) und Gruppe 60 Jahre und \u00e4lter (plus 6,7 Prozent).<\/li>\n<li>Junge Erwachsene mit 3,1-prozentigem Anstieg der Insolvenzzahlen bei den Frauen; Senioren mit anteilsm\u00e4\u00dfigem Zuwachs von 12,3 Prozent bei den Frauen<\/li>\n<li>Am meisten Insolvenzen (absolute Werte) verzeichnet Nordrhein-Westfalen mit 32.389 F\u00e4llen<\/li>\n<li>Spitzenreiter bei relativen Zahlen: Bremen mit 293 Insolvenzen je 100.000 Einwohner<\/li>\n<li>Am wenigsten F\u00e4lle in Bayern mit 121 Pleiten je 100.000 Einwohner Bundesdurchschnitt: 166 Insolvenzen je 100.000 Einwohner<\/li>\n<li>Prozentuale Zunahme an Privatpleiten in vier L\u00e4ndern \u2013 vor allem in Nordrhein-Westfalen (plus 7,1 Prozent)<\/li>\n<li>St\u00e4rkster R\u00fcckgang in Sachsen (minus 13,3 Prozent)<\/li>\n<li>Den Gro\u00dfteil (32,4 Prozent) der bundesweiten Privatinsolvenzen 2011 nach Alter verursachen die 46- bis 59-J\u00e4hrigen Bundesb\u00fcrger<\/li>\n<li>M\u00e4nner dominieren Schuldnerstatistik (durchschnittlicher Anteil: 58,1 Prozent) \u2013 Ausnahme: Bei den 18- bis 25-J\u00e4hrigen verschulden sich mehr Frauen (Anteil: 55,1 Prozent)<\/li>\n<li>B\u00dcRGEL prognostiziert bis Ende des laufenden Jahres 135.000 bis 137.000 Privatpleiten<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.buergel.de\/\">Pressemeldung B\u00dcRGEL, Hamburg<\/a><br \/>\nVollst\u00e4ndige Studie: <a href=\"http:\/\/www.buergel.de\/presse\/studien-analysen\/567-schuldenbarometer-2011.html\">B\u00fcrgel-Studie: Schuldenbarometer 2011<\/a><\/em><\/p>\n<p><strong> B\u00fcrgel Wirtschaftsinformationen ist eines der f\u00fchrenden Unternehmen f\u00fcr Wirtschafts- und Bonit\u00e4tsinformationen und seit 1905 mit dem B\u00fcrgel-B\u00fcro Coburg auch in Oberfranken vertreten.<br \/>\nAls Verbundpartner der BID Bayerischer Inkasso Dienst Unternehmensgruppe sind u.a. die B\u00fcrgel Wirtschaftsausk\u00fcnfte &#038; Bonit\u00e4tspr\u00fcfungen neben dem klassischen sowie dem Inkasso gr\u00f6\u00dferer Auftragsmengen ein wichtiger Baustein f\u00fcr das BID-Komplettsystem im Risiko- und Forderungsmanagement. <\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2011 meldeten in Deutschland 136.033 Bundesb\u00fcrger Privatinsolvenz an. 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