{"id":1946,"date":"2011-12-01T07:38:28","date_gmt":"2011-12-01T06:38:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/?p=1946"},"modified":"2012-04-27T18:47:21","modified_gmt":"2012-04-27T17:47:21","slug":"schuldenbarometer-1-bis-3-quartal-2011","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/2011\/12\/01\/schuldenbarometer-1-bis-3-quartal-2011\/","title":{"rendered":"Schuldenbarometer 1. bis 3. Quartal 2011"},"content":{"rendered":"<p><strong>1,5 Prozent weniger Privatinsolvenzen \u2013 R\u00fcckgang bleibt hinter Erwartungen zur\u00fcck<\/strong><\/p>\n<p>Hamburg \/ Coburg &#8211; Die Zahl der Privatinsolvenzen ist in Deutschland von Januar bis September 2011 gegen\u00fcber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 1,5 Prozent auf 103.118 F\u00e4lle gesunken. \u201eVor allem wegen der positiven Konjunkturentwicklung und der Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt hat sich die Situation bei den Privatinsolvenzen leicht entspannt\u201c, kommentiert Dr. Norbert Sellin, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Wirtschaftsauskunftei B\u00fcrgel. Aber gerade aufgrund dieser positiven Signale haben die Hamburger mit weniger Privatpleiten gerechnet als tats\u00e4chlich gemessen, res\u00fcmiert das aktuelle \u201eSchuldenbarometer 1. bis 3. Quartal 2011\u201c von B\u00fcrgel. F\u00fcr das Gesamtjahr 2011 geht die Wirtschaftsauskunftei von Fallzahlen unter dem Niveau des Rekordjahres 2010 aus und rechnet mit 137.000 bis 139.000 Privatinsolvenzen bis zum Jahresende.<\/p>\n<p>Besonders auff\u00e4llig in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres sind folgende Entwicklungen: Erstens steigen die Insolvenzfallzahlen bei den jungen Erwachsenen von 18 bis 25 Jahren gegen\u00fcber den ersten drei Quartalen 2010 um plus 3,2 Prozent (im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Jahres 2009 sogar 38,8 Prozent), in der Altersgruppe ab 60 Jahren sogar um plus 8,6 Prozent. Ein detaillierter Blick auf die Geschlechter nach Alter zeigt zweitens, dass bei den 18- bis 25-J\u00e4hrigen vor allem junge Frauen Probleme mit \u00dcberschuldung haben. In diesem Alterssegment steigen die Zahlen im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2010 um 5,8 Prozent \u2013 bei den M\u00e4nnern im selben Alter um lediglich 0,1 Prozent. Auch bei der Altersgruppe 60-Plus (plus 8,6 Prozent mehr F\u00e4lle) gehen drittens zunehmend mehr Privatinsolvenzen aufs Konto von Frauen \u2013 mit einem zweistelligen Zuwachs von 14 Prozent gegen\u00fcber dem Vergleichszeitraum 2010. Bei den gleichaltrigen M\u00e4nnern rangiert die Zunahme lediglich bei plus 5,2 Prozent. Viertens verbuchen Frauen in den ersten drei Quartalen 2011 gegen\u00fcber dem Referenzzeitraum 2010 plus 0,5 Prozent mehr Privatinsolvenzen. Bei den M\u00e4nnern gehen die Fallzahlen hingegen um minus 2,9 Prozent zur\u00fcck. Allerdings bleibt der Trend, dass in Deutschland mehr M\u00e4nner (Anteil: 58 Prozent) als Frauen Privatinsolvenz anmelden, auch in den ersten drei Quartalen 2011 bestehen. <\/p>\n<p>Regional betrachtet verteilen sich die bundesweiten Privatinsolvenzen in den ersten drei Quartalen vor allem auf die Bundesl\u00e4nder Nordrhein-Westfalen (24.091 F\u00e4lle), Niedersachsen (13.019) und Bayern (11.566). In der Detailanalyse bezogen auf die Einwohndichte schneiden die n\u00f6rdlichen Bundesl\u00e4nder schlechter ab. Am meisten F\u00e4lle meldet Bremen mit 227 Pleiten je 100.000 Einwohner, gefolgt von Hamburg (174), Niedersachsen (164) und Schleswig-Holstein (163). Der Bundesdurchschnitt bewegt sich bei 126 F\u00e4llen je 100.000 Einwohner. Am wenigsten Privatpleiten melden Bayern und Baden-W\u00fcrttemberg \u2013 mit 92 bzw. 94 F\u00e4llen je 100.000 Einwohner. <\/p>\n<p>W\u00e4hrend zw\u00f6lf L\u00e4nder gegen\u00fcber dem Vergleichszeitraum 2010 r\u00fcckl\u00e4ufige Fallzahlen messen, verzeichnet Hamburg den st\u00e4rksten und einzigen zweistelligen Anstieg mit einem Plus von 11,7 Prozent. Aber auch in Nordrhein-Westfalen (plus 5,9 Prozent), Berlin (plus 5,7 Prozent) und Th\u00fcringen (plus 2,9 Prozent) spitzt sich die Schuldnersituation zu. Erfolge k\u00f6nnen hingegen vor allem Sachsen (minus 9,8 Prozent), Baden-W\u00fcrttemberg (minus 8,9 Prozent) und Rheinland-Pfalz (minus 6,3 Prozent) f\u00fcr sich verbuchen.<\/p>\n<p>Hauptursachen f\u00fcr Privatinsolvenz sind Arbeitslosigkeit, Scheidung, Trennung, Krankheit, gescheiterte Immobilienfinanzierung oder Selbstst\u00e4ndigkeit sowie ein zur Einkommenssituation unpassendes Konsumverhalten. Privat\u00fcberschuldung betrifft laut B\u00fcrgel-Untersuchung vor allem das j\u00fcngste Alterssegment als gr\u00f6\u00dfte Risikogruppe. <\/p>\n<p><em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.buergel.de\/\">Pressemeldung B\u00dcRGEL, Hamburg<\/a><br \/>\nVollst\u00e4ndige Studie: <a href=\"http:\/\/www.buergel.de\/presse\/studien-analysen\/557-schuldenbarometer-1-3-quartal-2011.html\">B\u00fcrgel-Studie: Schuldenbarometer 1. bis 3. Quartal 2011<\/a><\/em><\/p>\n<p><strong> B\u00fcrgel Wirtschaftsinformationen ist eines der f\u00fchrenden Unternehmen f\u00fcr Wirtschafts- und Bonit\u00e4tsinformationen und seit 1905 mit dem B\u00fcrgel-B\u00fcro Coburg auch in Oberfranken vertreten.<br \/>\nAls Verbundpartner der BID Bayerischer Inkasso Dienst Unternehmensgruppe sind u.a. die B\u00fcrgel Wirtschaftsausk\u00fcnfte &#038; Bonit\u00e4tspr\u00fcfungen neben dem klassischen sowie dem Inkasso gr\u00f6\u00dferer Auftragsmengen ein wichtiger Baustein f\u00fcr das BID-Komplettpaket im Risiko- und Forderungsmanagement. <\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1,5 Prozent weniger Privatinsolvenzen \u2013 R\u00fcckgang bleibt hinter Erwartungen zur\u00fcck Hamburg \/ Coburg &#8211; Die Zahl der Privatinsolvenzen ist in Deutschland von Januar bis September 2011 gegen\u00fcber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 1,5 Prozent auf 103.118 F\u00e4lle gesunken. \u201eVor allem wegen der positiven Konjunkturentwicklung und der Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt hat sich die Situation bei &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[203,3,22],"tags":[247,248,195,196,125,138,134,20,126,23,240,22],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1946"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1946"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1946\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2275,"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1946\/revisions\/2275"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1946"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1946"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1946"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}