{"id":1850,"date":"2011-08-14T09:37:15","date_gmt":"2011-08-14T08:37:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/?p=1850"},"modified":"2011-09-01T09:54:06","modified_gmt":"2011-09-01T08:54:06","slug":"bdiu-wohlverhaltensperiode-beibehalten-um-glaeubigerrechte-zu-schuetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/2011\/08\/14\/bdiu-wohlverhaltensperiode-beibehalten-um-glaeubigerrechte-zu-schuetzen\/","title":{"rendered":"BDIU: Wohlverhaltensperiode beibehalten, um Gl\u00e4ubigerrechte zu sch\u00fctzen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Berlin, 12. August 2011 \u2013 \u201eDie hohe private Verschuldung l\u00e4sst die Zahl der Verbraucherinsolvenzen auch in diesem Jahr auf ihrem hohen Stand verharren\u201c, kommentierte am Freitag Wolfgang Spitz, Pr\u00e4sident des Bundesverbandes Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU), Berlin, aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Dieses hatte f\u00fcr Mai 2011 einen Anstieg der Verbraucherinsolvenzen um 9,7 Prozent (9.383) und einen R\u00fcckgang der Unternehmensinsolvenzen um 3 Prozent (2.611) gemeldet, jeweils bezogen auf den Vorjahresmonat.<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr das Gesamtjahr 2011 erwartet der BDIU voraussichtlich rund 30.000 Unternehmens- (minus 6 Prozent) und gut 100.000 Verbraucherinsolvenzen (minus 8 Prozent). Diese Prognose h\u00e4lt der Verband trotz der aktuellen Verwerfungen an den internationalen Finanzm\u00e4rkten aufrecht. \u201eAlle Institute rechnen damit, dass das Wachstum in Deutschland weiter anh\u00e4lt \u2013 wenn auch auf einem wohl niedrigeren Niveau\u201c, so Spitz. \u201eIm \u00dcbrigen hat sich die Zahlungsmoral sowohl von Unternehmen als auch von Verbrauchern seit der Rezession des Jahres 2008\/09 erheblich verbessert. Die Liquidit\u00e4t vor allem im Mittelstand, dem Herz und dem Motor der deutschen Wirtschaft, hat sich nachhaltig erholt.\u201c Ob diese positive Entwicklung angesichts der Verschuldungskrise der f\u00fcr die deutsche Exportindustrie wichtigen Staaten und deren m\u00f6glichen Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr anh\u00e4lt, bleibe allerdings abzuwarten, so Spitz.<\/p>\n<p>Grund f\u00fcr den auf das Gesamtjahr prognostizierten R\u00fcckgang der Verbraucherinsolvenzen ist laut dem BDIU-Pr\u00e4sidenten auch die geplante Halbierung der Wohlverhaltensperiode. Die Bundesregierung will den Zeitraum, nach dem ein insolventer Privatschuldner von seinen Verbindlichkeiten durch die Gerichte befreit wird, von aktuell sechs auf k\u00fcnftig drei Jahre verk\u00fcrzen. \u201eViele \u00dcberschuldete hoffen auf diese f\u00fcr sie vermeintlich bessere Regelung und warten daher noch mit einem Antrag auf Privatinsolvenz\u201c, so Spitz. \u201eDie Zahl der Verbraucherinsolvenzen spiegelt die tats\u00e4chliche Verschuldung der Verbraucher nicht wider.\u201c Bundesweit gelten derzeit mehr als drei Millionen Privathaushalte als \u00fcberschuldet.<\/p>\n<p>\u201eDie Halbierung der Wohlverhaltensperiode halten wir im \u00dcbrigen f\u00fcr das falsche Signal\u201c, f\u00fcgt Spitz hinzu. Die Risikobereitschaft von Verbrauchern, sich un\u00fcberlegt zu verschulden, k\u00f6nnte steigen. Das wiederum w\u00fcrde die Zahlungsmoral insgesamt beeintr\u00e4chtigen \u2013 und somit zulasten der Wirtschaft gehen. \u201eEine k\u00fcrzere Wohlverhaltensperiode beschneidet die Rechte der Gl\u00e4ubiger, die ihre berechtigten Forderungen in der Regel ausbuchen m\u00fcssen, wenn einer ihrer Schuldner in die Insolvenz geht\u201c, kritisiert Spitz. \u201eDabei war es ein zentrales Ziel der Verbraucherinsolvenz, als sie eingef\u00fchrt wurde, die bestm\u00f6gliche Befriedigung der Gl\u00e4ubigeranspr\u00fcche zu erreichen. Dieses Ziel muss wieder st\u00e4rker in den Mittelpunkt ger\u00fcckt werden, wenn sich der Gesetzgeber mit der notwendigen Verbesserung des Verbraucherinsolvenzrechts besch\u00e4ftigt.\u201c<\/p>\n<p><em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.inkasso.de\/presse\/pressemeldungen\/index.html\">Pressemeldung BDIU (Bundesverband Deutscher Inkasso Unternehmen, Berlin)<\/a><\/em><\/p>\n<h4>\u00dcber den BDIU<\/h4>\n<p>Im Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. als berufsst\u00e4ndischer Vereinigung sind 560 Inkassounternehmen organisiert. Sie decken etwa 90 Prozent des Marktes in Deutschland ab. Der BDIU \u00fcberwacht die ordnungsgem\u00e4\u00dfe, gewissenhafte und redliche Berufsaus\u00fcbung seiner Mitglieder. Erkennt ein Mitgliedsunternehmen, dass einzuziehende Forderungen ganz oder teilweise rechtsunwirksam oder auf sittenwidrige Weise zustande gekommen sind, so darf es f\u00fcr den Auftraggeber bei deren Einziehung nicht t\u00e4tig werden. Die Mitgliedschaft im Verband gilt daher als ausgewiesenes Qualit\u00e4tssiegel f\u00fcr seri\u00f6ses Inkasso.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 12. August 2011 \u2013 \u201eDie hohe private Verschuldung l\u00e4sst die Zahl der Verbraucherinsolvenzen auch in diesem Jahr auf ihrem hohen Stand verharren\u201c, kommentierte am Freitag Wolfgang Spitz, Pr\u00e4sident des Bundesverbandes Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU), Berlin, aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes. 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