{"id":1780,"date":"2011-06-09T07:31:11","date_gmt":"2011-06-09T06:31:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/?p=1780"},"modified":"2014-05-15T12:06:19","modified_gmt":"2014-05-15T10:06:19","slug":"schuldenbarometer-2-prozent-rueckgang-bei-den-privatinsolvenzen-im-1-quartal-2011","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/2011\/06\/09\/schuldenbarometer-2-prozent-rueckgang-bei-den-privatinsolvenzen-im-1-quartal-2011\/","title":{"rendered":"Schuldenbarometer: 2 Prozent R\u00fcckgang bei den Privatinsolvenzen im 1. Quartal 2011"},"content":{"rendered":"<p><strong>Hamburg \/ Coburg &#8211; Die Zahl der Privatinsolvenzen in Deutschland sinkt im ersten Quartal 2011 leicht um 2 Prozent \u2013 auf 34.022 F\u00e4lle gegen\u00fcber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Im Hinblick auf die Kreditsituation der Verbraucher, Arbeitslosenquote sowie einer steigenden Anzahl an Besch\u00e4ftigten in Niedriglohnbereichen erwartet B\u00fcrgel im laufenden Jahr zwischen 135.000 und 140.000 Privatinsolvenzen.<\/strong><\/p>\n<p>Bei der regionalen Verteilung konzentrieren sich die Privatinsolvenzen im ersten Quartal 2011 insbesondere auf Nordrhein-Westfalen mit 7.639 F\u00e4llen, Niedersachsen (4.420), Bayern (3.751) und Baden-W\u00fcrttemberg (3.443). Bei den relativen Werten, bezogen auf die Einwohnerzahlen, zeigt sich im Wesentlichen ein Nord-S\u00fcdgef\u00e4lle: Bayern verzeichnet mit 30 F\u00e4llen je 100.000 Einwohner im Untersuchungszeitraum am wenigsten Privatinsolvenzen, gefolgt von Baden-W\u00fcrttemberg (32) und Th\u00fcringen (35). <a rel=\"lightbox\" href=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/privat-inso-1q2011.jpg\" title=\"Entwicklung der der Privatinsolvenzen in Deutschland\"><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/privat-inso-1q2011-300x207.jpg\" alt=\"Entwicklung der der Privatinsolvenzen in Deutschland\" title=\"Entwicklung der der Privatinsolvenzen in Deutschland\" width=\"300\" height=\"207\" class=\"alignright rahmenright\" \/><\/a> W\u00e4hrend der Bundesdurchschnitt bei 42 Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohnern rangiert, meldet Schlusslicht Bremen weit abgeschlagen mehr als <!--more-->doppelt so viele F\u00e4lle (87). Ebenfalls hohe Werte weisen Hamburg mit 58 Insolvenzen je 100.000 Einwohner, Niedersachsen und Schleswig-Holstein (je 56) sowie das Saarland (53) auf.<\/p>\n<p>Hamburg muss im ersten Quartal 2011 gegen\u00fcber dem Referenzzeitraum des Vorjahres den bundesweit st\u00e4rksten Zuwachs an Privatpleiten (plus 12,6 Prozent) verkraften. Aber auch in Th\u00fcringen (plus 8 Prozent), Bremen (plus 5,1 Prozent) und in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen (je plus 3,3 Prozent) stiegen die Werte. Den st\u00e4rksten R\u00fcckgang kann hingegen Hessen mit 7 Prozent weniger F\u00e4llen f\u00fcr sich verbuchen, gefolgt von Bayern (minus 6,9 Prozent) und Baden-W\u00fcrttemberg (minus 6,8 Prozent).<\/p>\n<p>Immer st\u00e4rker von \u00dcberschuldung betroffen sind erstens die 18- bis 25-J\u00e4hrigen, obwohl sie an der altersm\u00e4\u00dfigen Insolvenzstatistik den geringsten Anteil von 6,5 Prozent halten. Zwar zeichnet sich bei den Fallzahlen dieser jungen Erwachsenen im ersten Quartal 2011 gegen\u00fcber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ein R\u00fcckgang um 1,7 Prozent ab. Aber im Vergleich zum Referenzquartal 2009 rutschen 66 Prozent mehr dieser jungen B\u00fcrger in die Schuldenfalle. Zweitens treffen Privatpleiten neuerdings immer mehr Menschen ab 60 Jahren. Laut B\u00fcrgel Untersuchung steigt der Anteil dieser Altersgruppe an der Insolvenzstatistik erstmalig seit f\u00fcnf Jahren wieder an &#8211; um 6,4 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2010. Den gr\u00f6\u00dften Anteil an der Statistik nach Altersgruppen stellt die Gruppe der 46- bis 60-J\u00e4hrigen mit 32,1 Prozent. Die 36- bis 45-J\u00e4hrigen haben einen Anteil von 30,1 Prozent. Die Quote bei den 26- bis 35-J\u00e4hrigen rangiert bei 23,8 Prozent und die bei den \u00dcber-60-J\u00e4hrigen bei 7,5 Prozent.<\/p>\n<p>58,3 Prozent aller Privatinsolvenzen verschulden M\u00e4nner. Dieser Trend zieht sich durch alle Altersgruppen: Bei den 36- bis 45-J\u00e4hrigen sind es sogar 61,6 Prozent. Nur beim j\u00fcngsten Segment der 18- bis 25-J\u00e4hrigen dominieren die Frauen \u2013 mit einem Anteil von 55,1 Prozent und allein erziehenden Frauen als gr\u00f6\u00dfter Risikogruppe. Der \u201eweibliche\u201c Anteil in diesem Alterssegment ist im Vergleich der ersten Quartale 2011 und 2010 gestiegen: Im vergangenen Jahr betrug die Quote niedrigere 52,8 Prozent.<\/p>\n<p>Nach wie vor sind die Hauptursachen f\u00fcr Privatinsolvenz Arbeitslosigkeit, dauerhaftes Niedrigeinkommen, gescheiterte Selbstst\u00e4ndigkeit, Trennung und Scheidung. Au\u00dferdem leisten mangelnde Erfahrungen im Umgang mit Finanzen und Banken, unpassendes Konsumverhalten und Einkommensr\u00fcckgang einen essenziellen Beitrag dazu, dass derzeit so viele B\u00fcrger von \u00dcberschuldung betroffen sind. Gerade einkommensschwache Haushalte, die von Niedrigl\u00f6hnen oder Transferleistungen leben, haben bei steigender Inflation kein Einsparpotential.<\/p>\n<p><em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.buergel.de\/\">Pressemeldung B\u00dcRGEL, Hamburg<\/a><br \/>\nVollst\u00e4ndige Pressemeldung: <a href=\"http:\/\/www.buergel.de\/presse\/pressemitteilungen\/516-schuldenbarometer-quartal-1-2011.html\">Schuldenbarometer 1. Quartal 2011<\/a><br \/>\nVollst\u00e4ndige Studie: <a href=\"http:\/\/www.buergel.de\/presse\/studien-analysen\/515-schuldenbarometer-quartal-1-2011.html\">B\u00fcrgel-Studie: Schuldenbarometer 1. Quartal 2011<\/a><\/em><\/p>\n<p><strong> B\u00fcrgel Wirtschaftsinformationen ist eines der f\u00fchrenden Unternehmen f\u00fcr Wirtschafts- und Bonit\u00e4tsinformationen und seit 1905 mit dem B\u00fcrgel-B\u00fcro Coburg auch in Oberfranken vertreten.<br \/>\nAls Verbundpartner der BID Bayerischer Inkasso Dienst Unternehmensgruppe sind u.a. die B\u00fcrgel Wirtschaftsausk\u00fcnfte neben dem klassischen sowie dem Inkasso gr\u00f6\u00dferer Auftragsmengen ein wichtiger Baustein f\u00fcr das BID-Komplettpaket im Forderungs- und Risikomanagement. <\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hamburg \/ Coburg &#8211; Die Zahl der Privatinsolvenzen in Deutschland sinkt im ersten Quartal 2011 leicht um 2 Prozent \u2013 auf 34.022 F\u00e4lle gegen\u00fcber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. 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