{"id":1402,"date":"2010-12-01T15:11:21","date_gmt":"2010-12-01T14:11:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/?p=1402"},"modified":"2012-04-27T18:43:30","modified_gmt":"2012-04-27T17:43:30","slug":"schuldenbarometer-1-bis-3-quartal-2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bid-coburg.de\/news\/2010\/12\/01\/schuldenbarometer-1-bis-3-quartal-2010\/","title":{"rendered":"Schuldenbarometer 1. bis 3. Quartal 2010"},"content":{"rendered":"<p><strong>Trendwende steht noch aus: Zahl der Privatinsolvenzen steigt um 8 Prozent \/ Im Rekordjahr 2010 mehr junge Bundesb\u00fcrger von Privatpleiten betroffen<\/strong><\/p>\n<p>Hamburg \/ Coburg &#8211; In den ersten drei Quartalen 2010 haben 104.657 Privatpersonen in Deutschland eine Insolvenz angemeldet. Das sind acht Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Zwar nimmt die Zahl an Privatpleiten im dritten Quartal 2010 (3.Q. 2010: 35.240; 3. Q.2009: 35.347) um 0,3 Prozent leicht ab. \u201eAber trotz dieses mi-nimalen R\u00fcckgangs auf hohem Niveau wird 2010 ein Rekordjahr  bei den Privatin-solvenzen \u201c, prophezeit Dr. Norbert Sellin, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Hamburger Wirt-schaftsauskunftei B\u00fcrgel in einer aktuellen Studie. Noch sei von keiner Trendwen-de auszugehen. Aktuell k\u00f6nne man lediglich von einer Stabilisierung auf hohem Niveau sprechen, weil das dritte Quartal 2010 als bisher schw\u00e4chstes des Jahres abgeschlossen hat. \u201eDie positiven Signale vom Arbeitsmarkt und die konjunkturelle Erholung haben noch keinen Einfluss auf die Anzahl der Privatinsolvenzen\u201c, betont der B\u00fcrgel Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer. Daher gehen die Hamburger unvermindert von 140.000 Verbraucherinsolvenzen im Gesamtjahr 2010 aus \u2013 3.000 F\u00e4lle mehr als im bisherigen Rekordjahr 2007. Besonders betroffen sind <!--more-->j\u00fcngere Bundesb\u00fcrger: In den ersten drei Quartalen 2010 \u00fcberschuldeten sich laut B\u00fcrgel Studie 34,5 Prozent mehr der 18- bis 25-J\u00e4hrigen als im Vergleichszeitraum 2009.<\/p>\n<p>Privatinsolvenz-Spitzenreiter bei den absoluten Zahlen ist im Untersuchungszeit-raum das bev\u00f6lkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen mit 22.754 F\u00e4l-len. Bei den aussagekr\u00e4ftigeren relativen Zahlen schneidet Bremen mit 236 Privat-pleiten je 100.000 Einwohnern am schlechtesten ab \u2013 vor Niedersachsen (173) und Schleswig-Holstein (172). Positiver sind die Zahlen in Bayern mit 95 Privatplei-ten je 100.000 Einwohnern. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 128 F\u00e4llen je 100.000 Einwohnern.<\/p>\n<p>Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen steigt in den ersten drei Quartalen in Th\u00fcrin-gen um 26,1 Prozent auf 2.340 F\u00e4lle am st\u00e4rksten an \u2013 gefolgt von Nordrhein-Westfalen (plus 15,3 Prozent) und Berlin (plus 13,8 Prozent). Unterdessen ist die Pleitestatistik in Brandenburg (minus 5 Prozent),  Sachsen und Sachsen-Anhalt (jeweils minus 0,3 Prozent) r\u00fcckl\u00e4ufig.<\/p>\n<p>Knapp zwei Drittel aller Privatinsolvenzen (58,9 Prozent) im Untersuchungszeit-raum haben M\u00e4nner zu verantworten. W\u00e4hrend 154 von jeweils 100.000 M\u00e4nnern zum Insolvenzgericht ziehen, sind es nur 107 von jeweils 100.000 Frauen. Bei der j\u00fcngsten Altersgruppe der 18- bis 25-J\u00e4hrigen tappen indes mehr weibliche Plei-tiers in die Schuldenfalle. Der Frauenanteil betr\u00e4gt hier 54 Prozent. Die am h\u00e4u-figsten von der Privatinsolvenz betroffene Altersgruppe ist die der 46- bis 60-J\u00e4hrigen mit 32,2 Prozent aller Privatinsolvenzen.<\/p>\n<p>Bei der prozentualen Ver\u00e4nderung der ersten drei Quartale 2010 im Vergleich zum Referenzzeitraum des Vorjahres verzeichnen M\u00e4nner bei der Pleitestatistik einen 8,3-prozentigen Zuwachs, Frauen legen hier zahlenm\u00e4\u00dfig um 7,6 Prozent zu. Auch bei der j\u00fcngsten Altersgruppe der 18- bis 25-J\u00e4hrigen klettern die Fallzahlen um 34,5 Prozent.<br \/>\nDie h\u00e4ufigsten Ursachen f\u00fcr eine Privatinsolvenz sind weiterhin  Arbeitslosigkeit bzw. gescheiterte Selbstst\u00e4ndigkeit, Krankheit, Trennung und Tod des Partners. Aber auch gescheiterte Immobilienfinanzierungen oder ein zum Einkommen un-passendes Konsumverhalten (etwa exzessives Online-Shopping, Kreditkartenk\u00e4u-fe, Null-Prozent-Finanzierungen etc.) nebst mangelnden finanziellen R\u00fccklagen k\u00f6nnen den Weg in die Schuldenfalle verk\u00fcrzen. Bei den statistisch besonders betroffenen 18- bis 35-J\u00e4hrigen geraten vor allem junge, alleinerziehende Frauen in die Insolvenz.<\/p>\n<p><em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.buergel.de\/\">Pressemeldung B\u00dcRGEL, Hamburg<\/a><br \/>\nVollst\u00e4ndige Pressemeldung: <a href=\"http:\/\/www.buergel.de\/presse\/pressemitteilungen\/477-schuldenbarometer-1-3-quartal-2010.html\">B\u00fcrgel-Studie: Schuldenbarometer 1. bis 3. Quartal 2010<\/a><\/em><\/p>\n<p><strong> B\u00fcrgel Wirtschaftsinformationen ist eines der f\u00fchrenden Unternehmen f\u00fcr Wirtschafts- und Bonit\u00e4tsinformationen und seit 1905 mit dem B\u00fcrgel-B\u00fcro Coburg auch in Oberfranken vertreten.<br \/>\nAls Verbundpartner der BID Bayerischer Inkasso Dienst Unternehmensgruppe sind u.a. die B\u00fcrgel Wirtschaftsausk\u00fcnfte neben dem klassischen sowie dem Inkasso gr\u00f6\u00dferer Auftragsmengen ein wichtiger Baustein f\u00fcr das BID-Komplettpaket im Forderungs- und Risikomanagement. <\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trendwende steht noch aus: Zahl der Privatinsolvenzen steigt um 8 Prozent \/ Im Rekordjahr 2010 mehr junge Bundesb\u00fcrger von Privatpleiten betroffen Hamburg \/ Coburg &#8211; In den ersten drei Quartalen 2010 haben 104.657 Privatpersonen in Deutschland eine Insolvenz angemeldet. Das sind acht Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. 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