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“Das soll ein Prestigeobjekt werden”

Freitag, 18. Dezember 2009

Coburg - Vier Millionen Euro will die BID Unternehmensgruppe im nächsten Jahr in Coburg investieren. Geplant ist der Bau eines neuen Bürogebäudes am Firmensitz im Weichengereuth / Ecke Samuel-Schmid-Straße.

Weichen muss dafür das frühere Gasthaus „El Greco“. Das Gebäude aus dem Jahr 1904 sei nicht zu halten, sagt BID-Chef Heinz Bittermann. Es müsse, wenn, von Grund auf Die Modellansicht des geplanten BID-Neubaus im Stadtteil Weichengereuth in Coburg (blau).saniert werden, und dann biete es nur eine Fläche von rund 300 Quadratmetern. BID plant aber einen Erweiterungsbau mit rund 2000 Quadratmetern, etwa noch einmal so viel, wie jetzt schon in dem Grundstück rund um die klassizistische Villa zu finden ist. Abgesehen davon gibt es immer noch Pläne, die einen vierspurigen Ausbau der B4 im Bereich Weichengereuth vorsehen. Auch dem würde das frühere Gasthaus zum Opfer fallen, gibt Bittermann zu bedenken. Wegen dieser Ausbaupläne musste das Unternehmen auch auf eine Ausfahrt direkt auf die B 4 verzichten. Das Firmengelände wird wie bisher von der Samuel-Schmid-Straße her erschlossen. Im Zuge des Neubaus entstehen 75 weitere Parkplätze, ein Teil von davon im Neubau integriert, die anderen im hinteren, südlichen Teil des Firmengrundstücks. Der Neubau bietet auf einer Grundfläche von rund 790 Quadratmetern mit zwei Obergeschossen und einem Dachgeschoss theoretisch Raum für weitere 150 Beschäftigte. Dieses Wachstum ist laut Heinz Bittermann auch angepeilt, verteilt auf die nächsten zehn Jahre. „Wir wollen ja nicht in zwei Jahren schon wieder bauen.“ Erst vor vier Jahren war die Firmenzentrale um einen Neubau mit 800 Quadratmetern Bürofläche erweitert worden. Seither stieg die Zahl der BID-Angestellten von 85 auf über 170. Die Ausbildungsquote ist hoch; allein in diesem Jahr wurden 14 neue Azubis eingestellt, berichtet Bittermann. In dieser Größenordnung soll es auch in den nächsten Jahren weitergehen, denn das selbst ausgebildete und gut qualifizierte Personal sei ein wesentlicher Erfolgsfaktor. „Der Standort Coburg ist nicht der ganz große Erfolgsfaktor“, sagt Bittermann: Die Vestestadt liegt zwar mitten in Deutschland, aber weitab von den Ballungszentren. Allerdings ist es in Bittermanns Branche in Zeiten des schnellen Datenaustauschs nicht unbedingt erforderlich, räumlich nah am Kunden zu sitzen, wie er sagt.

Planen und errichten wird das Gebäude das Coburger Architekturbüro Archiviva. Es habe Erfahrungen mit repräsentativen Industriebauten, sagt Bittermann mit Blick auf die Firmen SÜC und Wehrfritz. Konzipiert ist nach Auskunft von Architekt Lutz Wallenstein (Büro Archiviva) ein Niedrigenergiehaus. Wegen der Hanglage entstehen zwei Untergeschosse. Eines davon wird eine Tiefgarage beherbergen. Ins Erdgeschoss kommt eine Kantine für 150 Personen. Bittermann: „Das soll ein Prestigeobjekt im Coburger Süden werden.“ Der Neubau befindet sich noch in der Genehmigungsphase. Heinz Bittermann hofft, dass der Spatenstich im Frühjahr erfolgen kann. Zugleich bedankt sich Bittermann bei der Stadt Coburg und den staatlichen Behörden für deren Kooperationsbereitschaft. „Das war eine tollte Unterstützung.“ Die Stadt kaufte das El-Greco-Grundstück und reichte an BID und Staat die jeweils benötigten Flächen weiter.

Die Unternehmensgruppe BID

Mit einer ausgefeilten Strategie und Produktpalette hat es die BID Unternehmensgruppe unter die Top Ten der größten Dienstleister dieser Art in Deutschland geschafft. BID liefert Wirtschaftsauskünfte und Bonitätsprüfungen über den Verbundpartner Bürgel, dessen Filialbetrieb Heinz Bittermann 1985 übernahm und damit das Fundament für die spätere BID Unternehmensgruppe legte. Zu ihr gehören heute die auf weltweiten Forderungseinzug spezialisierte Profaktura Auslandsinkasso, die BID Bayerischer Inkasso Dienst AG und der Spartenspezialist ProCash.

Quelle: Coburger Tageblatt vom 18.12.2009

Weitere 15 Berufsanfänger: Neuer BID-Ausbildungsrekord

Donnerstag, 01. Oktober 2009

COBURG – Mit 15 weiteren Auszubildenden nahm die BID Unternehmensgruppe im September die bisher höchste Zahl an Berufsanfängern in ihrer Geschichte auf. Die Ausbildungsquote liegt regelmäßig bei mindestens 20 Prozent, was auch der augenblicklichen Quote entspricht. In der gesamten BID Unternehmensgruppe sind derzeit 170 Beschäftigte tätig. Das ungewöhnliche Wachstum der BID Gruppe beruht wesentlich darauf, dass sie ihren Nachwuchs überwiegend aus den eigenen Reihen gewinnt.

Weitere 15 Berufsanfänger: Neuer BID-AusbildungsrekordDie Berufsanfänger machen sich früh mit Firmenphilosophie und Arbeitsmethodik vertraut, so dass später lediglich kurze Einarbeitungszeiten entstehen. Dank flacher Hierarchien und sehr guter Aufstiegschancen bestehen für motivierte Auszubildende realistische Perspektiven auf Übernahme leitender Funktionen innerhalb der Gruppe. Die Ausbildung unter Leitung von Personalchef Marco Groeger (im Bild hinten rechts) ist auch darauf zugeschnitten, schon nach kurzer Zeit müssen sich die Neulinge bereits selbstständig in Fachthemen einarbeiten und simulierte Praxiseinsätze absolvieren.

In den vergangenen Jahren hatte die BID Gruppe, die konsequent auf Wachstum setzt, permanent mehr junge Leute in ihr Team aufgenommen. Seit 2001 hat sich die Beschäftigtenzahl mehr als verdoppelt, rund 160 Mitarbeiter sind allein am Hauptsitz in Coburg tätig.

Binnenmarkt macht’s möglich: Indonesiens Wirtschaft wächst trotz Krise

Donnerstag, 01. Oktober 2009

Während die Tigerstaaten Südostasiens wie Singapur, Malaysia und Thailand, ausgelöst von der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise mit einer ausgeprägten Rezession zu kämpfen haben, behauptet sich Indonesien gegen den Abwärtstrend. Motor des Wachstums ist die Binnenkonjunktur.

Noch bis vor kurzem sah es so aus, als hätte der Inselstaat zwischen indischem und pazifischem Ozean die Chancen der Globalisierung verpasst. Doch mit einer vergleichsweise bescheidenen Exportquote von 27 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (511,8 Mrd. USD) und einer ebenso mageren Außenhandelsbilanz von 7,8 Mrd. USD erwirtschaftete Indonesien 2008 trotz Wirtschafts- und Finanzkrise ein BIP-Wachstum von 6,1 Prozent. Das Wachstum soll sich Prognosen zufolge, wenn auch nur um gut vier Prozent, 2009 fortsetzen und 2010 wieder die Hürde von sechs Prozent überschreiten. Die Gründe für die positive Entwicklung sind vielfältig. Vor allem aber expandiert die Binnennachfrage, die fast 60 Prozent des BIP ausmacht, kräftig. Sie wird durch sinkende Preise für Nahrungsmittel und Energie sowie das Ende Februar 2009 verabschiedete Konjunkturprogramm in Höhe von rund 6,9 Mrd. USD stimuliert. Dieses beinhaltet neben Steuersenkungen für Unternehmen und Haushalte Transferzahlungen sowie Lohnerhöhungen für Staatsangestellte.

Boomtown Jakarta: Indonesiens Wirtschaft wächst vor allem aufgrund der starken Binnennachfrage.In der Wirtschaftskrise 1997/98 wurde eine Vielzahl von Investitionen im Bereich Infrastruktur zurückgestellt. Dies, eine steigende Bevölkerungszahl und die in den letzten Jahren anziehenden Wachstumsraten der indonesischen Wirtschaft erhöhen den Bedarf an Infrastruktur, insbesondere bei Energie (Öl-/Gasförderung, Pipelines, Elektrizität), Telekommunikation, Transport (Schiene, See- und Flughäfen), Wasserversorgung und Mautstraßen, ohne dass die Engpässe bisher nennenswert abgebaut werden konnten. Daraus ergeben sich zahlreiche Chancen für den deutsch-indonesischen Handel, dessen Volumen sich 2007 bereits um gut neun Prozent gegenüber 2006 auf 4,7 Mrd. Euro erhöhte. Vor allem Investitionsgüter werden verstärkt importiert. Potenzielle Investoren beklagen zwar unverändert zu lange Genehmigungszeiten für die Zulassung von Unternehmen, Korruption und die Unsicherheit bei der Durchsetzung von Rechtsansprüchen. Dennoch stieg die Realisierung ausländischer Investitionen 2008 gegenüber dem Vorjahr um 43,8 Prozent auf 14,87 Mrd. USD.

Quelle: Auswärtiges Amt, destatis, F.A.Z. Institut