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Schuldenbarometer 1. bis 3. Quartal 2011

Donnerstag, 01. Dezember 2011

1,5 Prozent weniger Privatinsolvenzen – Rückgang bleibt hinter Erwartungen zurück

Hamburg / Coburg - Die Zahl der Privatinsolvenzen ist in Deutschland von Januar bis September 2011 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 1,5 Prozent auf 103.118 Fälle gesunken. „Vor allem wegen der positiven Konjunkturentwicklung und der Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt hat sich die Situation bei den Privatinsolvenzen leicht entspannt“, kommentiert Dr. Norbert Sellin, Geschäftsführer der Wirtschaftsauskunftei Bürgel. Aber gerade aufgrund dieser positiven Signale haben die Hamburger mit weniger Privatpleiten gerechnet als tatsächlich gemessen, resümiert das aktuelle „Schuldenbarometer 1. bis 3. Quartal 2011“ von Bürgel. Für das Gesamtjahr 2011 geht die Wirtschaftsauskunftei von Fallzahlen unter dem Niveau des Rekordjahres 2010 aus und rechnet mit 137.000 bis 139.000 Privatinsolvenzen bis zum Jahresende.

Besonders auffällig in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres sind folgende Entwicklungen: Erstens steigen die Insolvenzfallzahlen bei den jungen Erwachsenen von 18 bis 25 Jahren gegenüber den ersten drei Quartalen 2010 um plus 3,2 Prozent (im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Jahres 2009 sogar 38,8 Prozent), in der Altersgruppe ab 60 Jahren sogar um plus 8,6 Prozent. Ein detaillierter Blick auf die Geschlechter nach Alter zeigt zweitens, dass bei den 18- bis 25-Jährigen vor allem junge Frauen Probleme mit Überschuldung haben. In diesem Alterssegment steigen die Zahlen im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2010 um 5,8 Prozent – bei den Männern im selben Alter um lediglich 0,1 Prozent. Auch bei der Altersgruppe 60-Plus (plus 8,6 Prozent mehr Fälle) gehen drittens zunehmend mehr Privatinsolvenzen aufs Konto von Frauen – mit einem zweistelligen Zuwachs von 14 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2010. Bei den gleichaltrigen Männern rangiert die Zunahme lediglich bei plus 5,2 Prozent. Viertens verbuchen Frauen in den ersten drei Quartalen 2011 gegenüber dem Referenzzeitraum 2010 plus 0,5 Prozent mehr Privatinsolvenzen. Bei den Männern gehen die Fallzahlen hingegen um minus 2,9 Prozent zurück. Allerdings bleibt der Trend, dass in Deutschland mehr Männer (Anteil: 58 Prozent) als Frauen Privatinsolvenz anmelden, auch in den ersten drei Quartalen 2011 bestehen.

Regional betrachtet verteilen sich die bundesweiten Privatinsolvenzen in den ersten drei Quartalen vor allem auf die Bundesländer Nordrhein-Westfalen (24.091 Fälle), Niedersachsen (13.019) und Bayern (11.566). In der Detailanalyse bezogen auf die Einwohndichte schneiden die nördlichen Bundesländer schlechter ab. Am meisten Fälle meldet Bremen mit 227 Pleiten je 100.000 Einwohner, gefolgt von Hamburg (174), Niedersachsen (164) und Schleswig-Holstein (163). Der Bundesdurchschnitt bewegt sich bei 126 Fällen je 100.000 Einwohner. Am wenigsten Privatpleiten melden Bayern und Baden-Württemberg – mit 92 bzw. 94 Fällen je 100.000 Einwohner.

Während zwölf Länder gegenüber dem Vergleichszeitraum 2010 rückläufige Fallzahlen messen, verzeichnet Hamburg den stärksten und einzigen zweistelligen Anstieg mit einem Plus von 11,7 Prozent. Aber auch in Nordrhein-Westfalen (plus 5,9 Prozent), Berlin (plus 5,7 Prozent) und Thüringen (plus 2,9 Prozent) spitzt sich die Schuldnersituation zu. Erfolge können hingegen vor allem Sachsen (minus 9,8 Prozent), Baden-Württemberg (minus 8,9 Prozent) und Rheinland-Pfalz (minus 6,3 Prozent) für sich verbuchen.

Hauptursachen für Privatinsolvenz sind Arbeitslosigkeit, Scheidung, Trennung, Krankheit, gescheiterte Immobilienfinanzierung oder Selbstständigkeit sowie ein zur Einkommenssituation unpassendes Konsumverhalten. Privatüberschuldung betrifft laut Bürgel-Untersuchung vor allem das jüngste Alterssegment als größte Risikogruppe.

Quelle: Pressemeldung BÜRGEL, Hamburg
Vollständige Studie: Bürgel-Studie: Schuldenbarometer 1. bis 3. Quartal 2011

Bürgel Wirtschaftsinformationen ist eines der führenden Unternehmen für Wirtschafts- und Bonitätsinformationen und seit 1905 mit dem Bürgel-Büro Coburg auch in Oberfranken vertreten.
Als Verbundpartner der BID Bayerischer Inkasso Dienst Unternehmensgruppe sind u.a. die Bürgel Wirtschaftsauskünfte & Bonitätsprüfungen neben dem klassischen sowie dem Inkasso größerer Auftragsmengen ein wichtiger Baustein für das BID-Komplettpaket im Risiko- und Forderungsmanagement.

Informationen für Ihr Auslandsgeschäft - BÜRGEL Länderinformationen

Donnerstag, 21. April 2011

Hamburg / Coburg - Der kostenfreie Onlineservice “BÜRGEL Länderinformationen” wurde um zusätzliche Länder erweitert.

Bereits seit November 2010 stellt BÜRGEL Wirtschaftsinformationen, einer der führenden Anbieter für Wirtschaftsauskünfte und Bonitätsprüfungen, den Online-Service kostenlos zur Verfügung.
Über die BÜRGEL-Länderinformationen können Sie sich sofort und online z.B. über die Rechtsformen in Dänemark oder die Regelungen hinsichtlich Insolvenzverfahren oder Liquidation in Spanien informieren.

Neben den bisherigen Daten zu China, Frankreich, Großbritannien, Kroatien, Russland, Schweden, Serbien und der Ukraine bietet der kostenlose Service ab sofort auch Informationen für Belgien, Dänemark, Italien, Polen, und Spanien - und weitere Länder folgen.

Bei Interesse an Bonitätsprüfungen & Firmenauskünften weltweit steht Ihnen das Team von BÜRGEL-Coburg unter Telefon 09561 / 8060-500 oder online zur Verfügung.

Falls Sie direkt einen Partner für das Inkasso im Ausland suchen, empfehlen wir die Kontaktaufnahme mit der Profaktura Auslandsinkasso GmbH, einem Unternehmen der BID Bayerischer Inkasso Dienst Unternehmensgruppe.
BÜRGEL-Länderinformationen - BÜRGEL-Länderinformationen
BÜRGEL-Coburg - BÜRGEL-Wirtschaftsinformationen & Bonitätsauskünfte
Profaktura Auslandsinkasso GmbH - Profaktura Auslandsinkasso

Inkasso online: BID - Schuldnerportal nochmals verbessert

Donnerstag, 24. März 2011

Nach den vorgenommenen Optimierungen am BID Inkasso-Schuldnerportal im November 2010 sind regelmäßig 24% mehr erfolgreiche Schuldnerkontakte zu verzeichnen.

Bereits seit April 2009 ist es möglich, dass Privatpersonen und Firmen über das Schuldnerportal der BID Bayerischer Inkasso Dienst Unternehmensgruppe schnell und unkompliziert Kontakt zum Inkassounternehmen aufnehmen können.

Englisches Schuldnerportal seit Juli 2009 online

Wenige Monate später wurde eine englische Version implementiert, deren Haupt-Zielgruppe die Schuldner der für das Inkasso im Ausland zuständigen Profaktura Auslandsinkasso GmbH mit Niederlassung in Geilenkirchen bei Aachen sind. Selbstverständlich können aber auch Schuldner über das “Debtor portal” Kontakt aufnehmen, die von der BID Bayerischer Inkasso Dienst AG bzw. der ProCash Collection Services GmbH im Rahmen einer offenen Forderung in Deutschland angeschrieben wurden und so Stellung zum bestehenden Zahlungsverzug nehmen.

Optimierungen für noch schnellere Kontaktaufnahme

Wie erste Auswertungen belegen, werden die kleinen kosmetischen Veränderungen durchweg positiv aufgenommen, was sich in einer um 24% gesteigerten Nutzunghäufigkeit äußert. Neben dem veränderten Einstiegsbereich sowie einer neu strukturierten Auswahl der Reaktionsmöglichkeiten wurden auch die einzelnen Vorgänge selbst überarbeitet.
Von jedem Ort, unabhängig von den regelmäßigen Servicezeiten, von der einfachen Mitteilung der Adressänderung bis hin zum Angebot einer detaillierten Ratenzahlung mit individuell wählbaren Zahlungsoptionen, ermöglicht das Schuldnerportal eine schnelle Lösung. Im Idealfall beschleunigt dies eine erfolgreiche Beendigung eines Inkassoprozesses.

SchuldnerportalSicherheit hat erste Priorität

Für die Nutzung des Schuldnerportals ist eine eindeutig Legitimation erforderlich, welche im ersten Schritt abgefragt und in Echtzeit mit den aktuellen Datenbankeinträgen abgeglichen wird. Mit dem Online-Versand des ausgefüllten Formulars erhält der Schuldner eine Druckversion sowie per E-Mail eine Kopie des Schriftstücks, wie es bei der BID Unternehmensgruppe eingegangen ist.

Mit dem Schuldnerportal festigt die seit 1985 im Forderungsmanagement tätige BID Unternehmensgruppe ihre Marktposition in den Bereichen Treuhandinkasso, Überwachungsverfahren, Auslandsinkasso sowie Risikomanagement weiter.
“Die interaktiven Portale sind die logische Fortführung unseres Forderungsmanagement-Systems, das auch dank seiner technischen Ausgestaltung derart erfolgreich geworden ist”, sagt Heinz Bittermann, Vorstandsvorsitzender der Bayerischer Inkasso Dienst AG und Kopf der BID Unternehmensgruppe. So machen die Online-Portale traditionelle Korrespondenz an vielen Stellen überflüssig, denn wo früher Papier mit Scannern in die ohnehin digitalisierten Akten übertragen werden musste, kann nun die Online-Korrespondenz direkt in das Dokumenten-Management-System importiert werden. Hier spielt neben Kosten auch der Zeitfaktor eine wesentliche Rolle, da Postlaufzeiten und interne Bearbeitungsschritte entfallen können.

Schuldenbarometer 1. bis 3. Quartal 2010

Mittwoch, 01. Dezember 2010

Trendwende steht noch aus: Zahl der Privatinsolvenzen steigt um 8 Prozent / Im Rekordjahr 2010 mehr junge Bundesbürger von Privatpleiten betroffen

Hamburg / Coburg - In den ersten drei Quartalen 2010 haben 104.657 Privatpersonen in Deutschland eine Insolvenz angemeldet. Das sind acht Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Zwar nimmt die Zahl an Privatpleiten im dritten Quartal 2010 (3.Q. 2010: 35.240; 3. Q.2009: 35.347) um 0,3 Prozent leicht ab. „Aber trotz dieses mi-nimalen Rückgangs auf hohem Niveau wird 2010 ein Rekordjahr bei den Privatin-solvenzen “, prophezeit Dr. Norbert Sellin, Geschäftsführer der Hamburger Wirt-schaftsauskunftei Bürgel in einer aktuellen Studie. Noch sei von keiner Trendwen-de auszugehen. Aktuell könne man lediglich von einer Stabilisierung auf hohem Niveau sprechen, weil das dritte Quartal 2010 als bisher schwächstes des Jahres abgeschlossen hat. „Die positiven Signale vom Arbeitsmarkt und die konjunkturelle Erholung haben noch keinen Einfluss auf die Anzahl der Privatinsolvenzen“, betont der Bürgel Geschäftsführer. Daher gehen die Hamburger unvermindert von 140.000 Verbraucherinsolvenzen im Gesamtjahr 2010 aus – 3.000 Fälle mehr als im bisherigen Rekordjahr 2007. Besonders betroffen sind Weiterlesen…

Neue BÜRGEL Vollauskunft

Donnerstag, 25. November 2010

BÜRGEL Wirtschaftsinformationen bietet mit der neuen BÜRGEL Vollauskunft ab sofort ein umfassendes und deutlich aufgewertetes Produkt.

Hamburg / Coburg - Mit Unterstützung der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG wurde die BÜRGEL Vollauskunft insbesondere durch bilanzanalytische Komponenten ergänzt.

Im Einzelnen handelt es sich um

  • die übersichtliche Darstellung von Bilanzen im 2-Jahresvergleich,
  • die Berechnung der Bilanzkennziffern Eigenkapitalquote, Gesamtkapitalrendite und einer Liquiditätskennzahl sowie
  • die Berechnung und Darstellung des Euler Hermes Bilanzgrades, das zur optimierten Entscheidungsfindung alle wesentlichen Aspekte einer Bilanz in einer Kennzahl zusammenfasst.

Der Abruf der erweiterten Vollauskunft ist weiterhin bequem per NetConnect web ohne Software-Installation möglich.

Für weitere Informationen zur neuen Vollauskunft und die Themenbereiche Wirtschaftsinformationen sowie Bonitätsprüfung B2B / B2C steht das Team von BÜRGEL-Coburg unter Telefon 09561 / 8060-824 oder online gerne zur Verfügung.

BÜRGEL Wirtschaftsinformationen ist eines der führenden Unternehmen für Wirtschafts- und Bonitätsinformationen und seit 1905 mit dem BÜRGEL-Büro Coburg auch in Oberfranken vertreten.
Als Verbundpartner der BID Bayerischer Inkasso Dienst Unternehmensgruppe ist BÜRGEL-Coburg mit den Wirtschaftsauskünften neben dem klassischen Forderungseinzug sowie dem Inkasso größerer Auftragsmengen ein wichtiger Baustein für das BID-Komplettpaket im Forderungs- und Risikomanagement.

Neuer Online-Service: BÜRGEL Länderinformationen

Dienstag, 09. November 2010

Hamburg / Coburg - BÜRGEL Wirtschaftsinformationen, einer der führenden Anbieter für Wirtschaftsauskünfte und Bonitätsprüfungen, stellt ab sofort einen weiteren Online-Service kostenlos zur Verfügung.

Über die BÜRGEL-Länderinformationen können Sie sich nun sofort und online z.B. über die Rechtsformen in Großbritannien oder die Regelungen hinsichtlich Insolvenzverfahren, Liquidation oder Verbraucherinsolvenz in Frankreich informieren.
Aktuell finden Sie hier Informationen zu China, Frankreich, Großbritannien, Kroatien, Russland, Schweden, Serbien, Ukraine - und die Datenbank wird kontinuierlich erweitert.

Bei Interesse an Bonitätsprüfungen & Firmenauskünften weltweit steht Ihnen das Team von BÜRGEL-Coburg unter Telefon 09561 / 8060-500 oder online zur Verfügung.

Falls Sie direkt einen Partner für das Inkasso im Ausland suchen, empfehlen wir die Kontaktaufnahme mit der Profaktura Auslandsinkasso GmbH, einem Unternehmen der BID Bayerischer Inkasso Dienst Unternehmensgruppe.

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BID News Ausgabe September 2010 online

Mittwoch, 01. September 2010

Die aktuellen BID News werden derzeit an alle Kunden und Interessenten per eMail verschickt. Im Newsbereich können Sie diese ebenfalls kostenlos lesen oder per eMail abonnieren bzw. abbestellen.

Link: Newsletter September 2010

BÜRGEL NetConnect: Der direkte, schnelle und einfache Zugriff via Internet

Mittwoch, 01. September 2010

BÜRGEL LogoGanz ohne Installation geht’s los

NetConnect ermöglicht per Passwort und User-ID den direkten Zugriff auf die BÜRGEL Datenbank. Über www.buergel-coburg.de erhält der Nutzer genau die Informationen, die benötigt werden - egal wo man gerade ist. Die erfragten Daten können ausgedruckt oder einfach als Textfile in das System des Nutzers übernommen werden. Darüber hinaus stehen die abgefragten Daten im Online-Archiv von NetConnect zur Verfügung.

Europaweite Informationen

Um international erfolgreich zu agieren, besteht die Notwendigkeit, schnell und direkt detaillierte Informationen über Geschäftspartner im europäischen Ausland als Entscheidungsbasis und zum Schutz vor Forderungsausfällen einholen zu können. Hier bietet der Onlinezugang über BÜRGEL NetConnect einen effektiven Weg in die Datenbanken der europäischen Partner. Hier stehen neben detaillierten Wirtschaftsinformationen über 3,9 Millionen deutsche Unternehmen Daten zu mehr als 24 Millionen Unternehmen in 21 weiteren europäischen Ländern zur Verfügung - bei Vorrätigkeit sogar sofort per Online-Abruf.

Weltweite Informationen

Zusätzlich besteht für fast alle Länder der Erde die Möglichkeit, eine Auskunft zu bestellen. Diese wird übersetzt und per Brief, Fax oder eMail geliefert.

Online-Geschäfte erfordern die richtige Strategie

Dienstag, 18. Mai 2010

Die Zeichen der Zeit stehen auf E-Commerce, so scheint es. Nach Zahlen des Bundesverbandes des deutschen Versandhandels (BVH) entwickelt sich der Versandhandel langsam aber sicher zum Onlinehandel, und auch der gesamte Einzelhandel erzielt immer mehr Umsätze über das Internet. Doch wer von den bisherigen und weiter prognostizierten, zweistelligen Wachstumsraten profitieren will, muss wissen, worauf er sich einlässt. Der Onlinehandel birgt auch Risiken, die schnell das Überleben eines Unternehmens gefährden können. Die richtige Strategie ist da gefragt.

Vorteile und Risiken des Online-HandelsDie aktuellen Zahlen des BVH belegen, dass immer mehr über 60-Jährige im Internet einkaufen, bei den über 50-Jährigen tun dies bereits fast zwei Drittel. Darin liegt für den Einzelhandel die Chance, Kunden zu halten, die naturgemäß immer weniger gern zum Shopping aus dem Haus gehen. Umgekehrt kann das weltweite Online-Angebot von Waren und Dienstleistungen, über oft günstige Shopsysteme ansprechend präsentiert, neue Käufergruppen anlocken. Der einfache und schnelle Einkauf im Internet bietet zudem Service-Pluspunkte. Der Einkauf per Mausklick senkt die Hemmschwelle beim Geldausgeben und spart Beschaffungs- und Raumkosten ein, vorausgesetzt, man ist in der Lage, eine eigene Logistik vorzuhalten.

Darin liegen zugleich die Risiken beim Einstieg in den Internethandel. Was schneller gekauft wird, kommt häufiger, manchmal beschädigt, zurück und verursacht so zusätzliche Kosten. Zudem ist schnelle Reaktion im Internet angesichts unbegrenzter Vernetzung und vieler Bewertungssysteme entscheidend für den guten Ruf und damit künftige Umsätze. Die Vorhaltung von Waren und Personal zur Abwicklung, benutzerfreundliche Shopsysteme und kundenfreundliche Zahlungsoptionen sind hier zwar gefordert, können aber viel Geld kosten. Besonders die Versendung auf Rechnung birgt das erhöhte Risiko von Warenrücksendungen oder gar des gänzlichen Zahlungsausfalls. Eine Absicherung durch bedarfsgerechte Wirtschaftsinformationen, deren Umfang sich am Warenwert orientiert, kann im Vorfeld das Zahlungsausfallrisiko erheblich reduzieren. Und wer trotzdem auf Forderungen sitzen bleibt, sollte auch hier schnell reagieren, am besten über einen externen Inkassodienstleister, der im Umgang mit säumigen Zahlern geübt ist und Forderungen daher schnell realisieren kann.

Trotz Risiken: Neue Rekordumsätze im Online-Geschäft

Dienstag, 18. Mai 2010

Umsätze im Online-Warenhandel in Deutschland 2001 - 2009Der Umsatz per E-Commerce ist erfolgreich wie nie zuvor: Erstmals in der Geschichte des Versand- und Online-Handels erzielte die Branche 2009 über die Hälfte, nämlich 53,3 Prozent ihres Umsatzes über das Internet. Der Online-Umsatz mit Waren wuchs damit um rund 16 Prozent auf 15,5 Mrd. Euro, prognostiziert war ein Wachstum von lediglich 15 Prozent auf 15,4 Mrd. Euro. Zusammen legten Versand- und Online-Handel in Deutschland 2009 um 1,7 Prozent auf einen Gesamtumsatz von 29,1 Milliarden Euro zu (2008: 28,6 Mrd.). Der Anteil des Versandhandels am Einzelhandel stieg dabei auf das neue Rekordhoch von 7,4 Prozent (Vorjahr: 7,2 Prozent). Diese Zahlen errechnete der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (BVH). Die Daten basieren auf der Studie „Distanzhandel in Deutschland 2009“ des Forschungsinstituts TNS Infratest.

Deutlicher Anstieg bei über 50-Jährigen

2009 orderten insgesamt 61 Prozent (Vorjahr: 51 Prozent) aller Versandkunden über das Internet. Sprunghaft stieg dabei der Anteil der über 60-Jährigen von 19 Prozent in 2008 auf 28 Prozent in 2009, bei den 50- bis 59-Jährigen kletterte er von 43 auf 58 Prozent. Frauen aller Altersgruppen bestellten erstmals mehrheitlich online. Bestellten im Jahr 2008 noch 43 Prozent aller Frauen ihre Wunschartikel per Web, waren es 2009 schon 53 Prozent. Die Beliebtheit des Internets steigt also über Alters- und Geschlechtergrenzen hinweg. Insgesamt kauften 2009 in Deutschland 52,1 Millionen (Vorjahr: 52 Mio.) Menschen im Versandhandel ein, darunter 24,1 Millionen Männer (2008: 24,0 Mio.) und 28 Millionen Frauen (2008: 28,0 Mio.). Dabei gaben die Frauen insgesamt 18,2 Mrd. Euro (2008: 17,7 Mrd.) aus und blieben die kaufkräftigste Kundengruppe. Die Ausgaben der Männer beliefen sich auf 10,9 Mrd. Euro (2008: 10,8 Mrd.). Pro Kopf der Bevölkerung bestellte jeder Deutsche für 354 Euro (2008: 346 Euro) Waren per Internet oder Telefon nach Hause. Auf 6,2 Milliarden Euro (Vorjahr: 5,9 Mrd. Euro) addierten sich zusätzlich die im Web generierten Dienstleistungsumsätze und legten damit im Vorjahresvergleich um 5,2 Prozent zu. Der BVH geht davon aus, dass sich die positive Branchenentwicklung in diesem Jahr aufgrund starker Zuwächse im E-Commerce weiter fortsetzen wird. Der Verband rechnet hier mit einem zweistelligen Umsatzplus und insgesamt mit zwei Prozent Branchenwachstum im Versand- und Online-Handel im Jahr 2010.

Quelle: BVH


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