Mit ‘Inkasso Ausland’ getaggte Artikel
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Donnerstag, 24. März 2011
Nach den vorgenommenen Optimierungen am BID Inkasso-Schuldnerportal im November 2010 sind regelmäßig 24% mehr erfolgreiche Schuldnerkontakte zu verzeichnen.
Bereits seit April 2009 ist es möglich, dass Privatpersonen und Firmen über das Schuldnerportal der BID Bayerischer Inkasso Dienst Unternehmensgruppe schnell und unkompliziert Kontakt zum Inkassounternehmen aufnehmen können.
Englisches Schuldnerportal seit Juli 2009 online
Wenige Monate später wurde eine englische Version implementiert, deren Haupt-Zielgruppe die Schuldner der für das Inkasso im Ausland zuständigen Profaktura Auslandsinkasso GmbH mit Niederlassung in Geilenkirchen bei Aachen sind. Selbstverständlich können aber auch Schuldner über das “Debtor portal” Kontakt aufnehmen, die von der BID Bayerischer Inkasso Dienst AG bzw. der ProCash Collection Services GmbH im Rahmen einer offenen Forderung in Deutschland angeschrieben wurden und so Stellung zum bestehenden Zahlungsverzug nehmen.
Optimierungen für noch schnellere Kontaktaufnahme
Wie erste Auswertungen belegen, werden die kleinen kosmetischen Veränderungen durchweg positiv aufgenommen, was sich in einer um 24% gesteigerten Nutzunghäufigkeit äußert. Neben dem veränderten Einstiegsbereich sowie einer neu strukturierten Auswahl der Reaktionsmöglichkeiten wurden auch die einzelnen Vorgänge selbst überarbeitet.
Von jedem Ort, unabhängig von den regelmäßigen Servicezeiten, von der einfachen Mitteilung der Adressänderung bis hin zum Angebot einer detaillierten Ratenzahlung mit individuell wählbaren Zahlungsoptionen, ermöglicht das Schuldnerportal eine schnelle Lösung. Im Idealfall beschleunigt dies eine erfolgreiche Beendigung eines Inkassoprozesses.
Sicherheit hat erste Priorität
Für die Nutzung des Schuldnerportals ist eine eindeutig Legitimation erforderlich, welche im ersten Schritt abgefragt und in Echtzeit mit den aktuellen Datenbankeinträgen abgeglichen wird. Mit dem Online-Versand des ausgefüllten Formulars erhält der Schuldner eine Druckversion sowie per E-Mail eine Kopie des Schriftstücks, wie es bei der BID Unternehmensgruppe eingegangen ist.
Mit dem Schuldnerportal festigt die seit 1985 im Forderungsmanagement tätige BID Unternehmensgruppe ihre Marktposition in den Bereichen Treuhandinkasso, Überwachungsverfahren, Auslandsinkasso sowie Risikomanagement weiter.
“Die interaktiven Portale sind die logische Fortführung unseres Forderungsmanagement-Systems, das auch dank seiner technischen Ausgestaltung derart erfolgreich geworden ist”, sagt Heinz Bittermann, Vorstandsvorsitzender der Bayerischer Inkasso Dienst AG und Kopf der BID Unternehmensgruppe. So machen die Online-Portale traditionelle Korrespondenz an vielen Stellen überflüssig, denn wo früher Papier mit Scannern in die ohnehin digitalisierten Akten übertragen werden musste, kann nun die Online-Korrespondenz direkt in das Dokumenten-Management-System importiert werden. Hier spielt neben Kosten auch der Zeitfaktor eine wesentliche Rolle, da Postlaufzeiten und interne Bearbeitungsschritte entfallen können.
Tags: aachen, auslandsinkasso, bayern, coburg, englisch, forderungsmanagement, inkasso, Inkasso Ausland, inkassoprozess, inkassounternehmen, international, online, ratenzahlung, schuldnerportal
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Dienstag, 15. März 2011
Straßburg / Coburg - Grenzüberschreitende Gerichtsverfahren innerhalb der EU sollen künftig einfacher, schneller und billiger werden. Dieses Ziel hat ein Vorstoss der Kommission, der vor allem kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) die Angst vor grenzüberschreitenden Geschäftsaktivitäten nehmen will.
„Ich verfolge das Ziel, dass bis zum Jahr 2013 gerichtliche Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen wirksam, zügig und kostengünstig in der gesamten EU vollstreckt werden können, wobei es keine Rolle spielen sollte, ob die Entscheidung von einem inländischen Gericht oder von einem Gericht in einem anderen Mitgliedstaat erlassen worden ist“, sagte Viviane Reding, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission und EU-Kommissarin für Justiz in Straßburg.
Prüfung des Exequaturverfahrens
Kern des Anliegens ist die Abschaffung des sogenannten Exequaturverfahrens, das derzeit mehr als 10.000 mal jährlich in der Europäischen Union durchgeführt wird und als größte bürokratische Hürde für den länderübergreifenden Geschäftsverkehr gilt. Danach ist eine in einem Mitgliedstaat ergangene gerichtliche Entscheidung nicht automatisch in einem anderen Mitgliedstaat rechtskräftig, sondern muss zunächst bestätigt und von einem Gericht im Vollstreckungsmitgliedstaat für vollstreckbar erklärt werden. In komplexen Fällen kann dieses Verfahren mehrere Monate dauern und bis zu 12.700 EUR an Anwaltsgebühren sowie Übersetzungs- und Gerichtskosten verursachen. Die EU-Kommission will deshalb erreichen, dass künftig gerichtliche Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen, die von einem Gericht in einem Mitgliedstaat erlassen wurden, automatisch EU-weit vollstreckbar sind.
Stärkung der Gerichtsstandsvereinbarungen
Weiterer Reformvorschlag ist die Förderung des Verbraucherschutzes bei Rechtsstreitigkeiten, in die Drittstaaten involviert sind. Vor allem in den Beziehungen zwischen einem Verbraucher mit Wohnsitz in der EU und einem außerhalb der EU ansässigen Unternehmen sollen künftig, unabhängig vom Mitgliedstaat, die Gerichte des Landes zuständig sein, in dem der Verbraucher seinen Wohnsitz hat. Auch die Rechtssicherheit für Gerichtsstandsvereinbarungen zwischen Unternehmen soll gestärkt werden, indem sichergestellt wird, dass das in der Gerichtsstandsvereinbarung festgelegte Gericht stets als erstes entscheidet, ob die Vereinbarung gültig ist oder nicht. Bislang sind Gerichtsstandsvereinbarungen häufig bei einem Gericht eines anderen EU-Mitgliedsstaates angefochten worden, um den Fortgang der Rechtsstreitigkeit zu verzögern („italienischer Torpedo“).
Quelle: Europa - Das Portal der europäischen Union
Tags: auslandsinkasso, bürokratie, coburg, EU, europa, Inkasso Ausland, international, justiz, luxemburg, vollstreckung
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Donnerstag, 03. März 2011
Im Jahr 2010 ist die Anzahl der Privatinsolvenzen in den USA um 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Somit sind einer Studie des American Bankruptcy Institute (US-Insolvenzforschungs-Zentrum) zufolge 1,53 Millionen Amerikaner betroffen. Obwohl diese Zahl deutlich unter den erwarteten 1,6 Millionen Privatinsolvenzen liegt, werden aufgrund der hohen Privatverschuldung für 2011 nochmals mehr Anträge prognostiziert.
Quelle: Pressemeldung American Bankruptcy Institute (US-Insolvenzforschungs-Zentrum)
Die Profaktura Auslandsinkasso GmbH unterhält seit 1995 ein enges Netz lokaler Partner, die ihre Effektivität und Zuverlässigkeit viele Jahre unter Beweis gestellt haben. Gerne unterstützen wir Sie bei der Realisierung von Forderungen in den USA und dem Rest der Welt. » Kontaktformular
Tags: amerika, auslandsinkasso, Inkasso Ausland, insolvenz, privatverschuldung, profaktura, usa
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Mittwoch, 01. September 2010
Wer in den Niederlanden eine Forderung durchsetzen muss, hat es in vielerlei Hinsicht leichter als hierzulande. Das beginnt bereits bei der Verjährung von Zahlungsansprüchen aus Verträgen, die fünf statt der drei Jahre in Deutschland beträgt. Für deren Unterbrechung genügt eine schriftliche Erklärung an den Schuldner, wonach sich der Gläubiger die Geltendmachung des konkreten Zahlungsanspruchs ausdrücklich vorbehält. Ein Akt der Rechtsverfolgung unter Zuhilfenahme der Justiz, deren Mühlen ja bekanntlich langsam mahlen, ist in den Niederlanden dagegen nicht erforderlich. Bleibt die Beitreibung außergerichtlich erfolglos, so stellt das niederländische Rechtssystem zwei effektive prozessuale Werkzeuge zur Verfügung, die Sicherheitspfändung und das “Kort Geding”-Verfahren.
Vollstreckungstitel in sechs Wochen
“Kort Geding”, das ist ein Eilverfahren, bei dem das Gericht die Parteien in mündlicher Verhandlung anhört und dann den Streitgegenstand vorläufig beurteilt. Kann sich der Gläubiger auf dringenden Liquiditätsbedarf berufen und der Zahlungsanspruch einfach festgestellt werden, so ist ein Vollstreckungstitel in drei bis sechs Wochen möglich. Zusätzlich eröffnet die Sicherheitspfändung dem Gläubiger den Zugriff auf Vermögensgegenstände des Schuldners, bevor überhaupt eine Klage eingereicht worden ist. Voraussetzung ist ein schlüssiger und bezifferter Antrag beim zuständigen Gericht. Außerdem ist erforderlich, dass der Gläubiger glaubhaft macht, der Schuldner werde sich der künftigen Vollstreckung entziehen. An diesen Vortrag stellen die Gerichte in aller Regel keine hohen Anforderungen. Allerdings muss im Falle einer Sicherheitspfändung immer eine Klage folgen, zu deren Einreichung die Gerichte recht kurze Fristen setzen. Und Sicherheitspfändungen, die sich im Hauptverfahren als unrechtmäßig herausstellen, verpflichten zum Schadensersatz.
Entscheidend: Richtiger Partner
Für Kläger bzw. Antragsteller herrscht in beiden Verfahren Anwaltszwang, der in den Niederlanden meist kostspielig ist. Deshalb ist es nicht immer ratsam, sofort gerichtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ob eine Forderung tasächlich erfolgreich außergerichtlich realisiert werden kann, hängt allerdings entscheidend an der Auswahl der richtigen Partner vor Ort. Die Zulassung von Inkassounternehmen ist nämlich in den Niederlanden nicht geregelt, und so ist es oft Glücksache, an wen man gerät. Hinzu kommt, dass verlässliche Informationen über Schuldner kaum verfügbar sind, denn Meldungen an Auskunfteien verbietet strikt das niederländische Datenschutzgesetz.
Doppelt hilfreich sind dagegen oft die Gerichtsvollzieher, deren Aufgabe nicht nur die Vollstreckung und Zustellung von Klagen ist, sondern die häufig auch außergerichtlich als private Inkassounternehmer tätig sind. In dieser Funktion haben Gerichtsvollzieher zum Beispiel Zugang zu den kommunalen Einwohnermelderegistern, sind jedoch bei der Ausübung ihrer Tätigkeit in datenschutzrechtlicher Hinsicht einer strengen internen Reglementierung durch deren Branchenverband unterworfen. Empfehlenswert ist bei der Forderungsbeitreibung in den Niederlanden die Zusammenarbeit mit einem Inkassospezialisten, der wie etwa Profaktura Auslandsinkasso ein enges Netz lokaler Partner unterhält, die ihre Effektivität und Zuverlässigkeit in langen Jahren unter Beweis gestellt haben.
Tags: auslandsinkasso, gericht, gerichtsvollzieher, holland, inkasso, Inkasso Ausland, insolvenz, niederlande, profaktura, schulden, zulassung
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Dienstag, 22. Juni 2010
Zum 1. Oktober 2010 wird in Deutschland der „EU-Rahmenbeschluss zur grenzüberschreitenden Vollstreckung von Geldstrafen und -bußen“ vom 24. März 2005, umgesetzt. Diese Regelung ermöglicht es Bußgeldstellen aus anderen EU-Ländern, nichtbezahlte Geldbußen u.a. aus Straßenverkehrsverstößen auch in Deutschland zu vollstrecken. Bislang können nur österreichische Behörden ausstehende Bußgelder (ab einem Betrag von 25 €) hierzulande eintreiben.
Vollstreckt werden dann hierzulande Geldbußen oder Geldstrafen aus dem gesamten EU-Ausland ab einem Betrag von 70 €, die im EU-Ausland wegen eines Verstoßes gegen Straßenverkehrsvorschriften (z.B. Geschwindigkeitsüberschreitungen oder auch Parkverstöße) verhängt wurden.
Quelle: Deutsche Polizeigewerkschaft im DBB Landesverband Niedersachsen
Tags: europa, inkasso, Inkasso Ausland, polizei, vollstreckung
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Dienstag, 18. Mai 2010
In Norwegen existiert ein Inkassogesetz zur Regelung des Forderungsmanagements. Die außergerichtlichen Inkassokosten hat grundsätzlich der Schuldner zu tragen, sofern das Inkassoverfahren nach Ablauf einer erfolglos gesetzten Frist erfolgt. Im gerichtlichen Verfahren werden Inkassokosten als gewöhnliche Geldforderungen behandelt und können im gesetzlich festgelegten Rahmen geltend gemacht werden. Es existieren standardisierte gerichtliche Verfahren, auch die Möglichkeit von Online-Anträgen.
Der große Vorteil des Gläubigerschutzes in Norwegen liegt bereits in einem hoch entwickelten Auskunftswesen. Meldeämter erteilen online Auskünfte auch über Namensänderungen und Umzüge von Schuldnern an neue Adressen. Bei Kennzeichen-Anfragen beim zentralen Kraftfahrzeugregister wird Auskunft erteilt, wann und auf wen das Fahrzeug zugelassen worden ist. Über Dienstleistungspartner, mit denen etwa die Profaktura Auslandsinkasso GmbH zusammenarbeitet, sind Details über Einkommen, Nettovermögen und Steuerlasten von Schuldnern erhältlich, zudem Daten über laufende Inkassoverfahren, unbezahlte Inkassobeträge sowie detaillierte Angaben über diverse Eigentumsverhältnisse. Ein weiteres Register, auf das etwa Profaktura über örtliche Partner Zugriff hat, liefert darüber hinaus Angaben zum Beispiel über Eheverträge, Leasingverträge und Pfändungen in Einkommen, Wertpapiere und Bankkonten.
Tags: auslandsinkasso, inkasso, Inkasso Ausland, norwegen, pfändung, profaktura, Skandinavien
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Dienstag, 18. Mai 2010
Wer mit Kunden in Griechenland Geschäfte macht, braucht gute Nerven. Die Zinsen steigen, die Zahlungsmoral sinkt. Viele Unternehmen geraten selbst in Zahlungsschwierigkeiten, weil die örtliche Nachfrage angesichts der prekären Wirtschaftslage im Land schwächelt. Konsum und Investitionen gehen zurück, weil sich der Staat zurückzieht, Insolvenzen nehmen zu.
Wer jetzt Forderungen in Griechenland zu realisieren hat, hat es doppelt schwer. Denn zu Zahlungsfristen, die im Durchschnitt über 100 Tage betragen und auch schon einmal bei 180 Tagen liegen können, gesellen sich fehlende Regelungen über das außergerichtliche Mahnverfahren. Das dauert oft viel zu lange, denn die Griechen stehen in dem Ruf, alles bis zum letzten Moment liegen zu lassen. Entsprechend mäßig sind die Aussichten, Forderungen außergerichtlich beizutreiben. Meist bleibt nur der Weg über das Klageverfahren, das weitgehend immer noch traditionelle Züge trägt. Zwar können Forderungen gerichtlich auch im Wege eines beschleunigten schriftlichen Urkundenprozesses geltend gemacht werden, hieran sind jedoch strenge Voraussetzungen geknüpft. Sind die vorgelegten Beweismittel nach Ansicht des Gerichts unzureichend, kommt es dennoch zur ordentlichen mündlichen Verhandlung. Online-Anträge auf elektronischem Weg sind der griechischen Justiz völlig fremd. Immerhin gibt es in Griechenland eine Banken übergreifende Datenbank („Tiresias“), die Informationen über Schuldner und deren konkrete Säumnisse vorhält.
Tags: auslandsinkasso, gericht, griechenland, inkasso, Inkasso Ausland, insolvenz, profaktura, schulden
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Donnerstag, 01. Oktober 2009
Während die Tigerstaaten Südostasiens wie Singapur, Malaysia und Thailand, ausgelöst von der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise mit einer ausgeprägten Rezession zu kämpfen haben, behauptet sich Indonesien gegen den Abwärtstrend. Motor des Wachstums ist die Binnenkonjunktur.
Noch bis vor kurzem sah es so aus, als hätte der Inselstaat zwischen indischem und pazifischem Ozean die Chancen der Globalisierung verpasst. Doch mit einer vergleichsweise bescheidenen Exportquote von 27 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (511,8 Mrd. USD) und einer ebenso mageren Außenhandelsbilanz von 7,8 Mrd. USD erwirtschaftete Indonesien 2008 trotz Wirtschafts- und Finanzkrise ein BIP-Wachstum von 6,1 Prozent. Das Wachstum soll sich Prognosen zufolge, wenn auch nur um gut vier Prozent, 2009 fortsetzen und 2010 wieder die Hürde von sechs Prozent überschreiten. Die Gründe für die positive Entwicklung sind vielfältig. Vor allem aber expandiert die Binnennachfrage, die fast 60 Prozent des BIP ausmacht, kräftig. Sie wird durch sinkende Preise für Nahrungsmittel und Energie sowie das Ende Februar 2009 verabschiedete Konjunkturprogramm in Höhe von rund 6,9 Mrd. USD stimuliert. Dieses beinhaltet neben Steuersenkungen für Unternehmen und Haushalte Transferzahlungen sowie Lohnerhöhungen für Staatsangestellte.
In der Wirtschaftskrise 1997/98 wurde eine Vielzahl von Investitionen im Bereich Infrastruktur zurückgestellt. Dies, eine steigende Bevölkerungszahl und die in den letzten Jahren anziehenden Wachstumsraten der indonesischen Wirtschaft erhöhen den Bedarf an Infrastruktur, insbesondere bei Energie (Öl-/Gasförderung, Pipelines, Elektrizität), Telekommunikation, Transport (Schiene, See- und Flughäfen), Wasserversorgung und Mautstraßen, ohne dass die Engpässe bisher nennenswert abgebaut werden konnten. Daraus ergeben sich zahlreiche Chancen für den deutsch-indonesischen Handel, dessen Volumen sich 2007 bereits um gut neun Prozent gegenüber 2006 auf 4,7 Mrd. Euro erhöhte. Vor allem Investitionsgüter werden verstärkt importiert. Potenzielle Investoren beklagen zwar unverändert zu lange Genehmigungszeiten für die Zulassung von Unternehmen, Korruption und die Unsicherheit bei der Durchsetzung von Rechtsansprüchen. Dennoch stieg die Realisierung ausländischer Investitionen 2008 gegenüber dem Vorjahr um 43,8 Prozent auf 14,87 Mrd. USD.
Quelle: Auswärtiges Amt, destatis, F.A.Z. Institut
Tags: asien, auslandsinkasso, Inkasso Ausland, profaktura, wachstum, wirtschaft
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Dienstag, 28. Juli 2009
Ab 29. Juli 2009 steht das bisher nur in deutscher Sprache verfügbare Schuldnerportal nun auch in der englischen Version online zur Verfügung.
Bereits wenige Tage nach dem Upload der neuen BID-Homepage im April 2009 hat das Schuldnerportal für Inkasso-Schuldner regen Zuspruch gefunden. Gelobt wurde mehrfach die direkte Möglichkeit zur Kontaktaufnahme auch außerhalb der Bürozeiten.
Haupt-Zielgruppe für die englische Version werden die Schuldner der für das Inkasso im Ausland zuständigen Profaktura Auslandsinkasso GmbH mit Niederlassung in Geilenkirchen bei Aachen sein. Selbstverständlich können aber auch Schuldner über das “Debtor portal” Kontakt aufnehmen, die vom BID Bayerischer Inkasso Dienst AG oder der ProCash Collection Services GmbH im Rahmen einer offenen Forderung angeschrieben wurden und so Stellung zum bestehenden Zahlungsverzug nehmen.
Mit dem Schuldnerportal festigt die im internationalen Forderungsmanagement tätige BID Unternehmensgruppe ihre Marktposition in den Bereichen Inkasso national, Inkasso international sowie Risikomanagement weiter.
Tags: auslandsinkasso, englisch, forderungsmanagement, homepage, Inkasso Ausland, internet, online, profaktura, schuldnerportal
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Dienstag, 03. Februar 2009
Die Zeiten sind auch in China schwieriger geworden. Chinas exportorientierte Wirtschaft verliert derzeit massiv an Kraft, nach den durchwegs zweistelligen Wachstumsraten der vergangenen Jahre bremste sich das Wachstum im letzten Quartal 2008 auf 6,8 Prozent ab. Dennoch könnte die Welt von der Krise profitieren, meinen führende Wirtschaftsexperten.
Zu erwarten ist in China in diesem Jahr nur noch ein Wachstum zwischen 5 und 7,5 Prozent, prognostizieren Experten. Chinas Industrieproduktion stieg im ganzen Jahr um 12,9 Prozent, das sind 5,6 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Millionen von Arbeitern haben bereits ihre Arbeit verloren. Rund ein Fünftel aller Wanderarbeiter, die zum Neujahrsfest am Wochenende in ihre Heimatdörfer heimkehren, seien von Fabrikschließungen oder der Einstellung der Produktion betroffen, schätzte das Statistikamt. Dennoch könnte die Welt von der Krise profitieren, meint der Weltbank-Chefökonom Justin Yifu Lin. Die gegenwärtige Lage gebe der chinesischen Regierung eine wichtige Chance. “Sie kann jetzt ein Investitionsprogramm verabschieden, das sie schon vor einigen Jahren auflegen wollte.”
Als Reaktion auf die Krise hat die chinesische Regierung ein massives Konjunkturpaket in Höhe von 568 Milliarden Dollar geschnürt, umgerechnet etwa 15 Prozent des chinesischen Bruttoinlandsprodukts. Lin: “Das ist der größte fiskalische Stimulus in der Geschichte der Menschheit.” Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua sollen bis 2010 Investitionen in Höhe von vier Billionen Yuan vor allem in Infrastruktur- und Sozialprojekte fließen. Finanziert werden demnach Programme in zehn Hauptbereichen. Darunter sind der Wohnungsbau für untere Einkommensschichten, die Infrastruktur im ländlichen Raum, Projekte der Wasser- und Elektrizitätswirtschaft, das Transportwesen, Umweltschutz und technische Innovationen. Der chinesische Staatsrat verkündete zudem eine Lockerung der Geldpolitik und signalisierte damit die Bereitschaft zu weiteren Zinssenkungen.
Der Internationale Währungsfond hofft nun, dass sich dieser Schritt auch positiv auf die Weltwirtschaft auswirkt. IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn sagte, das Konjunkturpaket werde auch positive Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben. “Der IWF vertritt bereits seit langem die Auffassung, dass China seine Politik eines vom Export angetriebenen Wachstums hin zu einem von der Binnennachfrage angetriebenen Wachstum ändern sollte.” Er sei daher sehr froh über die Entscheidung der chinesischen Regierung.
Diese Einschätzung teilt auch Weltbank-Chefökonom Justin Yifu Lin. China investiere in Infrastruktur auf dem Land und habe bereits Maßnahmen ergriffen, um etwa den Ausstoß von Schwefel- und Kohlendioxid einzudämmen. Man wolle beispielsweise die Emissionen von Schwefeldioxid und anderen Schadstoffen innerhalb von fünf Jahren um zehn Prozent reduzieren. Im gleichen Zeitraum soll die Energieintensität der Wirtschaft um 20 Prozent sinken. Fabriken erhalten die Auflage, neue Technologien zu benutzen, um sauberer zu produzieren. Um zu investieren, müsse China Kapitalgüter aus Hocheinkommensländern importieren, so Lin. Solange die chinesische Wirtschaft eine Wachstumsrate von sieben oder acht Prozent halten könne, werde auch die Nachfrage nach vielen anderen Gütern steigen, zum Beispiel nach Mobiltelefonen oder Autos. Lin: “Sobald die Projekte umgesetzt werden, steigen die Investitionen. Die Wachstumsrate könnte deshalb bald wieder steigen.” Die Voraussetzungen seien gut: “Es gibt ausreichend sinnvolle Investitionsmöglichkeiten. Zugleich wächst China sehr schnell und hat eine hohe Sparrate - es gibt also genügend Kapital.”
Quelle: Internationaler Währungsfond, Handelsblatt, ZEIT-Online
Tags: asien, Inkasso Ausland, investment, profaktura, weltwirtschaft
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