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Fairplay mit Nachdruck



Mit ‘cash flow’ getaggte Artikel

Branchenmeldungen

Mittwoch, 01. September 2010

Schufa-Daten besser als ihr Ruf

Die Kreditauskunftei Schufa hat in den vergangenen vier Monaten rund 450.000 Verbrauchern Auskunft über die dort über sie gespeicherten Daten gegeben. Das sagten die Vorstandsmitglieder Holger Severitt und Dieter Steinbauer der Zeitung “Die Welt”. Seit 1. April haben Bürger einmal im Jahr per Gesetz Anspruch auf einen kostenlosen Einblick. Diese Selbstauskünfte führten täglich zu rund 4000 Nachfragen am Telefon, hieß es weiter. Meldungen mehrerer Nachrichtenagenturen, wonach ein Drittel der 450.000 Anfragenden Fehler in den eigenen Daten gefunden habe, sind laut Schufa schlicht falsch. Nach Angaben des Unternehmens gilt das Drittel lediglich für den Anteil der Personen, die einen falschen oder lückenhaften Eintrag entdeckt haben, unter jenen, die anriefen; diese seien aber wiederum nur ein kleiner Teil von all jenen, die zuvor eine Selbstauskunft über sich angefordert hätten. Die Stiftung Warentest kam kürzlich nach einer eigenen Stichprobe zu dem Ergebnis, dass nur ein Prozent der Schufa-Daten falsch sei.

Quelle: FAZ.net

BDIU kritisiert Fiskusprivileg

Die geplante Wiedereinführung des so genannten Fiskusprivilegs im Insolvenzverfahren könnte zu einem weiteren Anstieg der Unternehmensinsolvenzen führen, fürchtet der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU), Berlin. “Statt einer sinnvollen Sanierung wird es bei einem Insolvenzverfahren vor allem um eine Liquidation der vorhandenen Unternehmensmasse gehen. Steuereinnahmen von Unternehmen, bei denen eine Sanierung möglich wäre, werden ausfallen. Betroffene Gläubigerunternehmen geraten durch die Forderungsverluste selbst in die Gefahr einer Insolvenz, was zu Steuerverlusten und steigenden staatlichen Ausgaben für Soziales führt”, sagte BDIU-Präsident Wolfgang Spitz. Die alte Regelung, wonach die Finanzverwaltungen in einem Insolvenzverfahren bevorzugt befriedigt werden, wurde 1999 abgeschafft.

Quelle: BDIU

Liquiditätspolster aufgezehrt

Einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages zufolge haben aktuell
fast zwei Drittel der Firmen erhöhten Liquiditätsbedarf. Benötigt wird das Geld vor allem für den laufenden Betrieb (54 Prozent der Betriebe), für Investitionen (44 Prozent) oder für die Finanzierung neuer Aufträge (41 Prozent). Nicht einmal jedes zweite Unternehmen kann seinen Liquiditätsbedarf derzeit aus dem Cash Flow decken. Viele Firmen (48 Prozent) greifen deshalb zur Finanzierung ganz oder teilweise auf bestehende Kreditlinien zurück. 18 Prozent der Unternehmen müssen neue Betriebsmittelkredite aufnehmen.

Quelle: DIHK

Outsourcing optimiert Cash Flow und Risiko

Donnerstag, 04. Februar 2010

Gegenüberstellung: Wachstumsraten BIP / OutsourcingCOBURG - Statt die Ausgaben für externe Dienstleister zu reduzieren, setzen Unternehmen in Krisenzeiten vermehrt auf das Gegenteil: Outsourcing boomt. Tatsächlich zeigt die Statistik für 2009 einen Anstieg der Ausgaben für IT- und Business Process Outsourcing (BPO) um mehr als sieben Prozent, während zeitgleich das gesamte Bruttoinlandsprodukt um fünf Prozent zurückging. Der Nachfrageschub allein nach Business Process Outsourcing, also dem Auslagern von Geschäftsprozessen, ist weltweit betrachtet noch signifikanter. Er wuchs 2009 um mehr als neun Prozent.

Outsourcing ist ein Spezialfall der Entscheidung über Eigen- oder Fremdfertigung und damit besonders in Krisenzeiten brisant, denn die Abgabe von Geschäftsprozessen ist immer mit Zahlungen an externe Dienstleister verbunden. Dennoch wird Outsourcing als probates Mittel gesehen, schnell aus der Krise zu kommen. Tatsächlich gibt es dafür eine Reihe von Gründen. Es gilt, vornehmlich Supportprozesse auszulagern, die nicht wettbewerbsdifferenzierend sind. Die Auslagerung ermöglicht so eine Konzentration auf das Kerngeschäft und steigert so die Effizienz, die Effektivität und damit letztlich den geschäftlichen Erfolg des auslagernden Unternehmens.

Zugleich kann der BPO-Dienstleister, dessen Kerngeschäft die ausgelagerten Supportprozesse sind, durch Standardisierung und Zentralisierung der eigenen Kernprozesse eine effiziente Kostenoptimierung mit einer geringeren Fehlerrate erreichen. Der externe Prozess ist erfolgreicher, das auslagernde Unternehmen schlanker. Die so erzielte Kostensenkung verschafft Liquidität durch Freisetzung interner Ressourcen und noch einmal durch die höhere Effizienz des Anbieters. Im Bereich Forderungsmanagement bewirken die Skalenvorteile eines großen Anbieters zusätzlich einen schnelleren Kapitalrückfluss, der wiederum einen Gewinn an Liquidität bedeutet.

Definition “Outsourcing”:
Die Abgabe von Unternehmensaufgaben und
-strukturen an Drittunternehmen. Outsourcing
ist eine spezielle Form des Fremdbezugs
von bisher intern erbrachter Leistung, wobei
Verträge die Dauer und den Gegenstand der
Leistung fixieren.

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