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Mit ‘bonität’ getaggte Artikel

6,9% mehr Unternehmensinsolvenzen im Februar 2010

Freitag, 14. Mai 2010

Im Februar 2010 meldeten die deutschen Amtsgerichte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 2.558 Unternehmensinsolvenzen. Das waren 6,9% mehr als im Februar 2009. Die Verbraucherinsolvenzen lagen im Februar 2010 mit 8.632 Fällen um 15,9% höher als im Vorjahresmonat. Insgesamt wurden, zusammen mit den Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und Nachlässen, 13.487 Insolvenzen registriert. Das bedeutet ein Anstieg von 11,3% gegenüber Februar 2009.

Unternehmensinsolvenzen in Deutschland 2000 - 2010Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte für den Februar 2010 auf 3,0 Milliarden Euro gegenüber 2,5 Milliarden Euro im Februar 2009.

In den Monaten Januar und Februar 2010 wurden 5.105 Insolvenzen von Unternehmen (+ 5,5% gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum) und 16.897 Insolvenzen von Verbrauchern (+ 10,1%) gemeldet. Insgesamt registrierten die Gerichte 26.507 Insolvenzen, das waren 6,9% mehr als im Januar und Februar 2009.

Quelle: destatis

Unternehmensinsolvenzen peilen neuen Rekord an

Donnerstag, 04. Februar 2010

Unternehmensinsolvenzen in Deutschland 2000 - 2010COBURG – Der Lieferantenkredit hat Konjunktur. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten sinkt die Zahlungsmoral und die Mahnungen nehmen zu. Dadurch gerät das Gleichgewicht zwischen Kapitaleinsatz und -rückfluss gefährlich ins Wanken. Vor allem im Mittelstand ist es derzeit keine Seltenheit, dass doppelt so viele Mahnungen geschrieben werden wie in guten Jahren. Doch herrscht oft Unsicherheit darüber, wie viele Mahnungen überhaupt geschrieben werden sollen. Unkenntnis über rechtliche Vorgaben spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Sorge um eine Verärgerung von Kunden. Über alldem vergeht wertvolle Zeit, in der Liquiditätsreserven schleichend zur Neige gehen. In diese Falle tappen derzeit ungewöhnlich viele Unternehmen, gut elf Prozent mehr als noch 2008 schlitterten sogar in die Insolvenz.

Bis zu 40.000 Firmenpleiten möglich

Der seit 2003 rückläufige Trend ist gebrochen, und die Prognosen für 2010 sehen düster aus. Die Wirtschaftsauskunftei Bürgel sieht für das laufende Jahr einen Anstieg der Firmenpleiten um noch einmal mindestens elf Prozent voraus, aber es könnte noch schlimmer kommen. Laut Bürgel-Studie “Firmeninsolvenzen 2009 in Deutschland” sind auch 40.000 Unternehmenspleiten möglich, damit wäre der Rekord aus dem Jahr 2003 gebrochen. “Ein Nachfrageschub aus dem privaten Konsum ist vor dem Hintergrund steigender Arbeitslosenzahlen auch 2010 nicht zu erwarten”, argumentieren die Macher der Studie. “Tatsächlich beobachten wir eine Kreditklemme, die zusammen mit Zahlungsrückständen und -ausfällen sowie dem Mangel an Eigenkapital das Risiko steigern, dass Unternehmen die Liquidität verloren geht”, sagt BÜRGEL-Geschäftsführer Dr. Norbert Sellin. Der Studie zufolge sind vor allem jüngere Unternehmen von der Krise betroffen. Demnach lässt sich zwar aus der Unternehmensstruktur nicht automatisch ein Insolvenzrisiko ableiten. Dennoch sticht hervor, dass 16,55 Prozent der Unternehmen, die in den letzten zwölf Monaten zahlungsunfähig wurden, nicht älter als zwei Jahre am Markt aktiv waren. Insgesamt handelt es sich dabei um 5.589 Firmen. Knapp 43 Prozent (14.440) aller im Untersuchungszeitraum insolventen Unternehmen waren nicht älter als sechs Jahre.

Quelle: BÜRGEL

Verlässliche Entscheidungshilfen für B2B und B2C

Donnerstag, 04. Februar 2010

COBURG – Welche Werkzeuge im Risikomanagement sinnvoll eingesetzt werden, hängt entscheidend davon ab, ob es sich um Geschäfts- oder Privatkunden handelt, ob es um ein Einmalgeschäft oder eine langlebige Kundenbeziehung geht, schließlich spielt die Höhe des zu erwartenden Ertrags eine Rolle. BÜRGEL-Kunden stehen als individuelle Entscheidungshilfen die Informationsprodukte RiskCheck und ConCheck mit Real-Time-Erweiterung zur Verfügung. Bonitätseinschätzungen werden in Scorewerten ausgedrückt, die im Augenblick der Anfrage in Echtzeit berechnet werden. Der BÜRGEL-Score beruht auf einem Beurteilungssystem, bei dem jedes vorliegende Bonitätsmerkmal mit einer Punktzahl von 1,0 bis 6,0 bewertet wird. Speziell für das gemischte Kundenportfolio wurde RiskCheck Realtime entwickelt, eine Kombinationsprüfung zur Einschätzung des Zahlungsausfallrisikos sowohl von Unternehmen als auch von Privatpersonen. Mit dem Alternativprodukt ConCheck RealTime erhalten Nutzer eine Einschätzung des Zahlungsausfallrisikos von Konsumenten. Beide Produkte verknüpfen vielfältige Informations- und Datenquellen und unterstützen Kreditentscheidungen in Echtzeit.

Verlässliche Entscheidungshilfen für B2B und B2C

Neues Hoch an Firmenpleiten

Donnerstag, 01. Oktober 2009

Bis Juli dieses Jahres meldeten 15.891 Unternehmen in Deutschland Insolvenz an. Während der Markt im Mai und Juni noch eine leichte Erholung erlebte, gingen im Folgemonat 8,4 Prozent mehr Firmen pleite als noch im Juni – ein neues Hoch.

Laut einer aktuellen BÜRGEL-Studie betrifft die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise vor allem jüngere Firmen. Von Januar bis Juli stieg der Anteil der Unternehmen, die bis zu zwei Jahre am Markt aktiv waren und dann Gläubigerschutz beantragen mussten, auf 18,47 Prozent. Von einer Zahlungsunfähigkeit sind vor allem Gewerbebetriebe mit einem Anteil von 40,76 Prozent und GmbHs (39,16 Prozent) betroffen. Neben betriebswirtschaftlichen Aspekten wie fehlender Liquidität und Zahlungsausfällen, die insbesondere das Insolvenzrisiko von kleinen, mittleren und jüngeren Unternehmen bestimmen, sind volkswirtschaftliche Faktoren wie steigende Arbeitslosigkeit und eine Kreditklemme für die Zunahme an Firmeninsolvenzen verantwortlich. Obwohl deren Quote im zweiten Quartal mit 0,3 Prozent leicht rückläufig war, nahmen im zweiten Quartal die Frühindikatoren für Firmeninsolvenzen gegenüber dem Vorquartal dramatisch zu. Es wurden plus 21,2 Prozent eidesstattliche Versicherungen erklärt, und es kam zu 10,3 Prozent mehr Haftanordnungen.

In der Folge rechnet BÜRGEL für das Gesamtjahr mit einer weiteren Zunahme der Firmeninsolvenzen.

Quelle: BÜRGEL

Entscheidungshilfe Scoring: Ausfallrisiken wirkungsvoll eingrenzen

Montag, 11. Mai 2009

FRANKFURT A. M. - Risikobereitschaft und Entscheidungsfreude gehören zu den wichtigsten Eigenschaften erfolgreichen Wirtschaftens. Ohne sie lassen sich keine neuen Geschäftsbeziehungen anbahnen und keine neuen Märkte erschließen. Doch nicht jedes Geschäft hält, was es verspricht. Unbekannte Partner und fremde Märkte bergen die Gefahr von Forderungsausfällen in sich.

Bonitätsbewertungen auf Basis mathematischstatistischer Scoringverfahren ermöglichen es, Geschäftsentscheidungen anhand objektiver Kriterien zu unterstützen. Auf der Grundlage von Erfahrungsdaten lässt sich in Sekundenschnelle das künftige Verhalten von potenziellen oder Bestandskunden unter Risikogesichtspunkten prognostizieren. Die Gründe für den wachsenden Einsatz von Scoringverfahren sind allen voran in den sich rasant verändernden wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen zu suchen. Die schlechte Zahlungsmoral vieler Kunden, die Anforderungen, die sich aus Basel II ergeben, oder die steigende Zahl an Insolvenzen sind Fakten, die sich bei vielen Unternehmen bereits negativ auf Liquidität und Rentabilität ausgewirkt haben. Darüber hinaus sind viele Branchen heute von einem Umfeld geprägt, in dem persönliche, örtliche und institutionelle Kundenbindungen immer weniger eine Rolle spielen. Dazu kommt die Erwartung der Verbraucher, auch für wirtschaftlich risikobehaftete Transaktionen schnelle und verbindliche Zusagen von den Anbietern zu bekommen.

Wer im Wettbewerb bestehen will, muss diesen Anforderungen gerecht werden. Und dazu gehört, Risiken auch mit unbekannten Kunden einzugehen. Gleichwohl lassen sich diese Risiken steuern. Als Instrument eines aktiven Kunden- und Risikomanagements hat sich Scoring in den vergangenen Jahren bei vielen Unternehmen durchgesetzt. Gerade im Risikomanagement können Scoringverfahren enorme Werte freisetzen, denn sie ermöglichen es, effektive und gleichzeitig qualifizierte Aussagen über die Bonität von Kunden zu treffen. In der Konsequenz versetzt Scoring Anwender in die Lage, ihre Ausfallrisiken zu steuern oder eine risikoadjustierte Bepreisung durchzuführen. Scoring liefert entscheidende Hilfestellungen, die letztlich zur Existenzsicherung des Unternehmens beitragen.

Quelle: F.A.Z.-Institut

SCHUFA-Schuldenkompass: Lage dank Bonitätsinformationen gut

Dienstag, 03. Februar 2009

PrivatverschuldungsindexWIESBADEN - Die private Verund Überschuldung in Deutschland ist noch stabil. Zu diesem Ergebnis kommt die SCHUFA in ihrem Schulden-Kompass 2008. In Deutschland bezieht die Kredit gebende Wirtschaft laut Schufa mehr Kriterien in die Entscheidung zur Kreditvergabe ein als in den USA. Die Kreditentscheidungen seien dadurch verlässlicher. “Vertrauen ist der entscheidende Faktor bei der Kreditvergabe. In Deutschland tragen Informationssysteme mit verlässlichen Bonitätsinformationen zum Vertrauen zwischen Kreditgebern und Kreditnehmern bei. Mit Blick in die Zukunft ist es wichtig, dass dieses Vertrauen in die Systeme beibehalten und weiter gestärkt wird”, so der SCHUFA-Vorstandsvorsitzende Rainer Neumann.

Eine Schufa-Prognose bis Ende 2009 zeigt eine Stagnation auf dem Niveau der Vorjahre. Während in der Vergangenheit der Anstieg des Privatverschuldungsindex (PVI) gebremst wurde, ist mit der aktuellen Prognose eine solche Entwicklung nicht zu erwarten. Bei acht Bundesländern wird von Ende 2008 bis Ende 2009 eine Zunahme des PVI und damit eine Zunahme der kritischen Anzeichen prognostiziert.

Quelle Text und Grafik: Schufa

Kreative Gegenkonzepte gefragt

Dienstag, 03. Februar 2009

FRANKFURT A. M. - Während noch im April letzten Jahres die meisten mittelständischen Unternehmen glaubten, der von der Finanzkrise ausgelöste Sturm werde an Ihnen vorüber ziehen, spüren nun immer mehr Unternehmen die Folgen der Turbulenzen und die Zurückhaltung vieler Banken. Von den größeren Unternehmen (Jahresumsatz über 250 Millionen Euro) beklagen rund 35 Prozent eine Verschlechterung ihrer Kreditkonditionen. Häufiger werden auch kleinere Unternehmen mit Auflagen, Berichten und Bürgschaften konfrontiert, um das Risiko der Kreditvergabe abzusichern. Vor allem mittelständische Unternehmen leiden zudem unter der nachlassenden Zahlungsmoral ihrer Kunden.

unternehmensinsolvenzenNach Meinung von Wirtschaftswissenschaftler Professor Norbert Winkeljohann werden sich auch überwiegend im Inland tätige Mittelständler kaum dauerhaft vom Abwärtstrend abkoppeln können”. Darunter leidet die Kreditvergabefreudigkeit vieler Banken. “Die Unternehmen wissen, dass sie für den Fall einer anhaltenden Kreditklemme kreative Gegenkonzepte entwickeln müssen”, sagte Winkeljohann schon im Frühjahr 2008. Professionelle Controlling-Instrumente etwa könnten solche Konzepte sein. “Jetzt braucht es das richtige Werkzeug, mit der Gesamtsicht auf Erfolgsrechnung, Liquidität und Bilanz”, sagt zum Beispiel Olaf Esters (Winterheller). Entscheidend sei das Wissen über die Entwicklung des Cashflows bei stagnierenden Märkten, Simulationsrechnungen mit verschiedenen Annahmen zur Zinsentwicklung sowie die Auswirkungen alternativer Finanzierungsformen auf die Ergebnisrechnung. Das beliebteste und häufig zuerst genutzte “kreative Gegenkonzept” in obigem Sinne ist der Lieferantenkredit. “Die Zahl der gewerblichen Schuldner, die einen Lieferantenkredit beanspruchen, nimmt aktuell wieder deutlich zu”, so Wolfgang Spitz, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Inkasso-Unternehmen, unter Berufung auf dessen Herbstumfrage. “Das Ausnutzen von Zahlungszielen und zunehmende Überschreiten von Zahlungsfristen sind Anzeichen für ein Nachlassen der Konjunktur und der Zahlungsmoral.”

Betroffen ist vor allem der Mittelstand. 79 Prozent der Inkassounternehmen melden, dass aktuell die Dienstleistungsbranche besondere Probleme mit dem Zahlungsverhalten ihrer Kunden hat. Es folgen das Handwerk mit 57, der Bau mit 50 Prozent. Die Zahl der Firmenpleiten wird deshalb 2009 voraussichtlich deutlich steigen, laut BDIU auf bis zu 35.000 Insolvenzen (2008: 30.000). “Es kommt jetzt darauf an, Liquidität zu sichern”, so Spitz. Dazu gehörten ein angemessenes Eigenkapital, schnelles Mahnen und Scoringverfahren zur Einschätzung der Kreditwürdigkeit von Kunden.

Quelle: BDIU, Manager-Magazin, Business Intelligence Mag.


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