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Auslandsinkasso in Griechenland

Dienstag, 18. Mai 2010

Lange Zahlungsfristen, kaum gesetzliche RegelnWer mit Kunden in Griechenland Geschäfte macht, braucht gute Nerven. Die Zinsen steigen, die Zahlungsmoral sinkt. Viele Unternehmen geraten selbst in Zahlungsschwierigkeiten, weil die örtliche Nachfrage angesichts der prekären Wirtschaftslage im Land schwächelt. Konsum und Investitionen gehen zurück, weil sich der Staat zurückzieht, Insolvenzen nehmen zu.

Wer jetzt Forderungen in Griechenland zu realisieren hat, hat es doppelt schwer. Denn zu Zahlungsfristen, die im Durchschnitt über 100 Tage betragen und auch schon einmal bei 180 Tagen liegen können, gesellen sich fehlende Regelungen über das außergerichtliche Mahnverfahren. Das dauert oft viel zu lange, denn die Griechen stehen in dem Ruf, alles bis zum letzten Moment liegen zu lassen. Entsprechend mäßig sind die Aussichten, Forderungen außergerichtlich beizutreiben. Meist bleibt nur der Weg über das Klageverfahren, das weitgehend immer noch traditionelle Züge trägt. Zwar können Forderungen gerichtlich auch im Wege eines beschleunigten schriftlichen Urkundenprozesses geltend gemacht werden, hieran sind jedoch strenge Voraussetzungen geknüpft. Sind die vorgelegten Beweismittel nach Ansicht des Gerichts unzureichend, kommt es dennoch zur ordentlichen mündlichen Verhandlung. Online-Anträge auf elektronischem Weg sind der griechischen Justiz völlig fremd. Immerhin gibt es in Griechenland eine Banken übergreifende Datenbank („Tiresias“), die Informationen über Schuldner und deren konkrete Säumnisse vorhält.

Binnenmarkt macht’s möglich: Indonesiens Wirtschaft wächst trotz Krise

Donnerstag, 01. Oktober 2009

Während die Tigerstaaten Südostasiens wie Singapur, Malaysia und Thailand, ausgelöst von der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise mit einer ausgeprägten Rezession zu kämpfen haben, behauptet sich Indonesien gegen den Abwärtstrend. Motor des Wachstums ist die Binnenkonjunktur.

Noch bis vor kurzem sah es so aus, als hätte der Inselstaat zwischen indischem und pazifischem Ozean die Chancen der Globalisierung verpasst. Doch mit einer vergleichsweise bescheidenen Exportquote von 27 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (511,8 Mrd. USD) und einer ebenso mageren Außenhandelsbilanz von 7,8 Mrd. USD erwirtschaftete Indonesien 2008 trotz Wirtschafts- und Finanzkrise ein BIP-Wachstum von 6,1 Prozent. Das Wachstum soll sich Prognosen zufolge, wenn auch nur um gut vier Prozent, 2009 fortsetzen und 2010 wieder die Hürde von sechs Prozent überschreiten. Die Gründe für die positive Entwicklung sind vielfältig. Vor allem aber expandiert die Binnennachfrage, die fast 60 Prozent des BIP ausmacht, kräftig. Sie wird durch sinkende Preise für Nahrungsmittel und Energie sowie das Ende Februar 2009 verabschiedete Konjunkturprogramm in Höhe von rund 6,9 Mrd. USD stimuliert. Dieses beinhaltet neben Steuersenkungen für Unternehmen und Haushalte Transferzahlungen sowie Lohnerhöhungen für Staatsangestellte.

Boomtown Jakarta: Indonesiens Wirtschaft wächst vor allem aufgrund der starken Binnennachfrage.In der Wirtschaftskrise 1997/98 wurde eine Vielzahl von Investitionen im Bereich Infrastruktur zurückgestellt. Dies, eine steigende Bevölkerungszahl und die in den letzten Jahren anziehenden Wachstumsraten der indonesischen Wirtschaft erhöhen den Bedarf an Infrastruktur, insbesondere bei Energie (Öl-/Gasförderung, Pipelines, Elektrizität), Telekommunikation, Transport (Schiene, See- und Flughäfen), Wasserversorgung und Mautstraßen, ohne dass die Engpässe bisher nennenswert abgebaut werden konnten. Daraus ergeben sich zahlreiche Chancen für den deutsch-indonesischen Handel, dessen Volumen sich 2007 bereits um gut neun Prozent gegenüber 2006 auf 4,7 Mrd. Euro erhöhte. Vor allem Investitionsgüter werden verstärkt importiert. Potenzielle Investoren beklagen zwar unverändert zu lange Genehmigungszeiten für die Zulassung von Unternehmen, Korruption und die Unsicherheit bei der Durchsetzung von Rechtsansprüchen. Dennoch stieg die Realisierung ausländischer Investitionen 2008 gegenüber dem Vorjahr um 43,8 Prozent auf 14,87 Mrd. USD.

Quelle: Auswärtiges Amt, destatis, F.A.Z. Institut

Online-Inkasso: Schuldnerportal nun auch in Englisch

Dienstag, 28. Juli 2009

Ab 29. Juli 2009 steht das bisher nur in deutscher Sprache verfügbare Schuldnerportal nun auch in der englischen Version online zur Verfügung.

Bereits wenige Tage nach dem Upload der neuen BID-Homepage im April 2009 hat das Schuldnerportal für Inkasso-Schuldner regen Zuspruch gefunden. Gelobt wurde mehrfach die direkte Möglichkeit zur Kontaktaufnahme auch außerhalb der Bürozeiten.

Haupt-Zielgruppe für die englische Version werden die Schuldner der für das Inkasso im Ausland zuständigen Profaktura Auslandsinkasso GmbH mit Niederlassung in Geilenkirchen bei Aachen sein. Selbstverständlich können aber auch Schuldner über das “Debtor portal” Kontakt aufnehmen, die vom BID Bayerischer Inkasso Dienst AG oder der ProCash Collection Services GmbH im Rahmen einer offenen Forderung angeschrieben wurden und so Stellung zum bestehenden Zahlungsverzug nehmen.

Mit dem Schuldnerportal festigt die im internationalen Forderungsmanagement tätige BID Unternehmensgruppe ihre Marktposition in den Bereichen Inkasso national, Inkasso international sowie Risikomanagement weiter.