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Fairplay mit Nachdruck



Archiv für die Kategorie ‘Februar 2010’

Editorial: Gratwanderung

Donnerstag, 04. Februar 2010

Heinz BittermannIn schwierigen Zeiten gerät die Sicherung von Liquidität oft genug zur Gratwanderung. Rechnungen, die immer später bezahlt werden, bringen viele Unternehmen in existenzielle Nöte. Wer auf der einen Seite Prozesse verschlanken und am Personal sparen muss, sieht sich auf der anderen Seite damit konfrontiert, mehr Ressourcen in das Forderungsmanagement stecken zu müssen. Dass es für dieses Dilemma eine Lösung gibt, möchten wir Ihnen mit diesem Newsletter deutlich machen. Eine interessante Alternative ist das Outsourcing, das interne Ressourcen freisetzt und zugleich einen enormen Zugewinn an Knowhow bewirkt. Zusätzlich hilft die Verzahnung mit einem effektiven Risikomanagement, Ausfälle zu vermeiden und die Liquidität zu sichern. Wir zeigen Ihnen, wie das funktioniert.

Ihr Heinz Bittermann

Outsourcing optimiert Cash Flow und Risiko

Donnerstag, 04. Februar 2010

Gegenüberstellung: Wachstumsraten BIP / OutsourcingCOBURG - Statt die Ausgaben für externe Dienstleister zu reduzieren, setzen Unternehmen in Krisenzeiten vermehrt auf das Gegenteil: Outsourcing boomt. Tatsächlich zeigt die Statistik für 2009 einen Anstieg der Ausgaben für IT- und Business Process Outsourcing (BPO) um mehr als sieben Prozent, während zeitgleich das gesamte Bruttoinlandsprodukt um fünf Prozent zurückging. Der Nachfrageschub allein nach Business Process Outsourcing, also dem Auslagern von Geschäftsprozessen, ist weltweit betrachtet noch signifikanter. Er wuchs 2009 um mehr als neun Prozent.

Outsourcing ist ein Spezialfall der Entscheidung über Eigen- oder Fremdfertigung und damit besonders in Krisenzeiten brisant, denn die Abgabe von Geschäftsprozessen ist immer mit Zahlungen an externe Dienstleister verbunden. Dennoch wird Outsourcing als probates Mittel gesehen, schnell aus der Krise zu kommen. Tatsächlich gibt es dafür eine Reihe von Gründen. Es gilt, vornehmlich Supportprozesse auszulagern, die nicht wettbewerbsdifferenzierend sind. Die Auslagerung ermöglicht so eine Konzentration auf das Kerngeschäft und steigert so die Effizienz, die Effektivität und damit letztlich den geschäftlichen Erfolg des auslagernden Unternehmens.

Zugleich kann der BPO-Dienstleister, dessen Kerngeschäft die ausgelagerten Supportprozesse sind, durch Standardisierung und Zentralisierung der eigenen Kernprozesse eine effiziente Kostenoptimierung mit einer geringeren Fehlerrate erreichen. Der externe Prozess ist erfolgreicher, das auslagernde Unternehmen schlanker. Die so erzielte Kostensenkung verschafft Liquidität durch Freisetzung interner Ressourcen und noch einmal durch die höhere Effizienz des Anbieters. Im Bereich Forderungsmanagement bewirken die Skalenvorteile eines großen Anbieters zusätzlich einen schnelleren Kapitalrückfluss, der wiederum einen Gewinn an Liquidität bedeutet.

Definition “Outsourcing”:
Die Abgabe von Unternehmensaufgaben und
-strukturen an Drittunternehmen. Outsourcing
ist eine spezielle Form des Fremdbezugs
von bisher intern erbrachter Leistung, wobei
Verträge die Dauer und den Gegenstand der
Leistung fixieren.

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Checkliste: ABC der Immobiliarvollstreckung

Donnerstag, 04. Februar 2010

Die Zwangsversteigerung nimmt immer größere Bedeutung ein, da oft nur dieser Zugriff auf das schuldnerische Vermögen Aussicht auf
Erfolg hat. Wir erläutern alphabetisch geordnet, die wichtigsten Fachbegriffe.

Begriff Bedeutung
Gebot

Das Gebot ist eine Willensäußerung, die auf den Grundstückserwerb durch staatlichen Hoheitsakt gerichtet ist. Es ist während der Bietstunde mündlich in EUR abzugeben (§ 145 a Nr. 3 ZVG). Ausnahmen bestehen lediglich bei taubstummen Personen.

Derjenige, der ein Gebot abgibt, muss geschäftsfähig sein (§§ 51, 52 ZPO). Eine Vertretung ist zulässig. Das abgegebene Gebot kann angefochten werden, zum Beispiel wegen Irrtums oder Täuschung. Eine Anfechtung wegen Motivirrtums, zum Beispiel Verrechnung oder nachträglich festgestellter Mängel am Grundstück, scheidet allerdings aus.

Quelle: IWW-Institut, Würzburg. Wichtiger Hinweis: Der Inhalt ist nach bestem Wissen und Kenntnisstand erstellt worden. Die Komplexität und der ständige Wandel der in ihm behandelten Materie machen es jedoch erforderlich, Haftung und Gewähr auszuschließen.

Credit Management erkennt Risiken und Potenziale

Donnerstag, 04. Februar 2010

Zahlungsausfallrisiko mit und ohne Risk-MaßnahmenCOBURG/GÖTTINGEN – Liquiditätssicherung beginnt mit einem effizienten Credit Management. “Es erkennt Risiken wie Potenziale einer Kundenbeziehung, festigt diese und liefert so einen aktiven Beitrag zum Unternehmenserfolg”, bestätigte unter anderem Risikomanager Dr. Michael Sauter anlässlich des Bundeskongresses des Vereins für Credit Management (VfCM) in Göttingen. Diese gilt als Schlüsselveranstaltung bei allen Themen rund um die Vergabe und Steuerung von Krediten im Geschäftsalltag. Demnach zählt das Credit Management bei der Risikoprävention zu einer der wichtigsten Unternehmensaufgaben. Eine am Risiko orientierte Ausrichtung über alle Phasen des Kundenlebenszyklus ist in der aktuellen wirtschaftlichen Situation wichtiger denn je. Angesichts sinkender Zahlungsmoral, steigender Insolvenzen und vermehrter Forderungsausfälle gilt es, Risiken frühzeitig zu erkennen, um schnell handeln zu können. Dafür ist laut VfCM ein zuverlässiges und professionelles Risikomanagement unerlässlich.

Risikomanagement beginnt bereits bei der Identifikation potenzieller Kunden im Vertrieb. Dabei sollte laut Sauter nicht der Umsatz Messgröße einer Risiko orientierten Ausrichtung sein, sondern der durch den Kunden generierte Ertrag. Zu beachten sei zudem dessen Potenzial. Mit einer integrierten Sicht auf den Kunden und darauf abgestimmten Prozessen könne eine optimale Balance geschaffen werden. Im Verlauf des Kundenlebenszyklus sollten folglich mehrere Prozesse sowohl unter dem Wert- als auch dem Risikoaspekt betrachtet werden: Die Ermittlung der richtigen Zielgruppe und Überführung in zuverlässige Leads ist beim Prozess der Kundengewinnung ebenso wichtig wie die frühe Identifikation von Risiken bei der Antragsentscheidung. Im Bestandskundenmanagement können dann Chancen und Risiken des Kunden durch aktive Limitsteuerung und dessen Monitoring ausbalanciert werden. An der Ausschöpfung des Limits in Kombination mit der Bonitätsklasse des Kunden lässt sich das Potenzial ablesen. So können sowohl gezielte Vertriebsmaßnahmen als auch präventive Maßnahmen zur Vermeidung von Zahlungsausfällen frühzeitig ergriffen werden. Die Abwägung von Potenzial und Risiko spielt insbesondere im Forderungsmanagement eine zentrale Rolle. Eine Forderungsstrategie ist hier anhand von Risikohistorien früherer Phasen im Kundenlebenszyklus und auf Basis der Zahlungswahrscheinlichkeit zu erarbeiten. Aus der entsprechenden Segmentierung der Kunden lassen sich Kommunikationsstrategie, Betreuungsintensität sowie Intensität und Dauer des Mahnverfahrens optimal ableiten.

Quelle: VfCM/CreditManager

Verlässliche Entscheidungshilfen für B2B und B2C

Donnerstag, 04. Februar 2010

COBURG – Welche Werkzeuge im Risikomanagement sinnvoll eingesetzt werden, hängt entscheidend davon ab, ob es sich um Geschäfts- oder Privatkunden handelt, ob es um ein Einmalgeschäft oder eine langlebige Kundenbeziehung geht, schließlich spielt die Höhe des zu erwartenden Ertrags eine Rolle. BÜRGEL-Kunden stehen als individuelle Entscheidungshilfen die Informationsprodukte RiskCheck und ConCheck mit Real-Time-Erweiterung zur Verfügung. Bonitätseinschätzungen werden in Scorewerten ausgedrückt, die im Augenblick der Anfrage in Echtzeit berechnet werden. Der BÜRGEL-Score beruht auf einem Beurteilungssystem, bei dem jedes vorliegende Bonitätsmerkmal mit einer Punktzahl von 1,0 bis 6,0 bewertet wird. Speziell für das gemischte Kundenportfolio wurde RiskCheck Realtime entwickelt, eine Kombinationsprüfung zur Einschätzung des Zahlungsausfallrisikos sowohl von Unternehmen als auch von Privatpersonen. Mit dem Alternativprodukt ConCheck RealTime erhalten Nutzer eine Einschätzung des Zahlungsausfallrisikos von Konsumenten. Beide Produkte verknüpfen vielfältige Informations- und Datenquellen und unterstützen Kreditentscheidungen in Echtzeit.

Verlässliche Entscheidungshilfen für B2B und B2C

Unternehmensinsolvenzen peilen neuen Rekord an

Donnerstag, 04. Februar 2010

Unternehmensinsolvenzen in Deutschland 2000 - 2010COBURG – Der Lieferantenkredit hat Konjunktur. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten sinkt die Zahlungsmoral und die Mahnungen nehmen zu. Dadurch gerät das Gleichgewicht zwischen Kapitaleinsatz und -rückfluss gefährlich ins Wanken. Vor allem im Mittelstand ist es derzeit keine Seltenheit, dass doppelt so viele Mahnungen geschrieben werden wie in guten Jahren. Doch herrscht oft Unsicherheit darüber, wie viele Mahnungen überhaupt geschrieben werden sollen. Unkenntnis über rechtliche Vorgaben spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Sorge um eine Verärgerung von Kunden. Über alldem vergeht wertvolle Zeit, in der Liquiditätsreserven schleichend zur Neige gehen. In diese Falle tappen derzeit ungewöhnlich viele Unternehmen, gut elf Prozent mehr als noch 2008 schlitterten sogar in die Insolvenz.

Bis zu 40.000 Firmenpleiten möglich

Der seit 2003 rückläufige Trend ist gebrochen, und die Prognosen für 2010 sehen düster aus. Die Wirtschaftsauskunftei Bürgel sieht für das laufende Jahr einen Anstieg der Firmenpleiten um noch einmal mindestens elf Prozent voraus, aber es könnte noch schlimmer kommen. Laut Bürgel-Studie “Firmeninsolvenzen 2009 in Deutschland” sind auch 40.000 Unternehmenspleiten möglich, damit wäre der Rekord aus dem Jahr 2003 gebrochen. “Ein Nachfrageschub aus dem privaten Konsum ist vor dem Hintergrund steigender Arbeitslosenzahlen auch 2010 nicht zu erwarten”, argumentieren die Macher der Studie. “Tatsächlich beobachten wir eine Kreditklemme, die zusammen mit Zahlungsrückständen und -ausfällen sowie dem Mangel an Eigenkapital das Risiko steigern, dass Unternehmen die Liquidität verloren geht”, sagt BÜRGEL-Geschäftsführer Dr. Norbert Sellin. Der Studie zufolge sind vor allem jüngere Unternehmen von der Krise betroffen. Demnach lässt sich zwar aus der Unternehmensstruktur nicht automatisch ein Insolvenzrisiko ableiten. Dennoch sticht hervor, dass 16,55 Prozent der Unternehmen, die in den letzten zwölf Monaten zahlungsunfähig wurden, nicht älter als zwei Jahre am Markt aktiv waren. Insgesamt handelt es sich dabei um 5.589 Firmen. Knapp 43 Prozent (14.440) aller im Untersuchungszeitraum insolventen Unternehmen waren nicht älter als sechs Jahre.

Quelle: BÜRGEL

Zahlungsverzug: Aktuelle Basis- bzw. Verzugszinssätze

Donnerstag, 04. Februar 2010

Zeitraum Basiszinssatz Verzugszinssatz Verzugszinssatz für Rechtsgeschäfte ohne
Verbraucherbeteiligung
01.01. bis 30.06.2008 3,32 % 8,32 % 11,32 %
01.07. bis 31.12.2008 3,19 % 8,19 % 11,19 %
01.01. bis 30.06.2009 1,62 % 6,62 % 9,62 %
01.07. bis 31.12.2009 0,12 % 5,12 % 8,12 %
01.01. bis 30.06.2010 0,12 % 5,12 % 8,12 %

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