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Archiv für die Kategorie ‘E-Commerce’

BID Inhouse Schulung: Reform der Sachaufklärung und neues PfüB Formular

COBURG – Drei Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Reform der Sachaufklärung in der Zwangsvollstreckung schult die BID Unternehmensgruppe ihre Mitarbeiter erneut auf höchstem Niveau.

Wir berichteten bereits mit unseren News vom 22.02.2013 von der konkreten Umsetzung des Gesetzes zur Reform der Sachaufklärung in der Zwangsvollstreckung in der BID Unternehmensgruppe, welche maßgeblich von hauseigenen Juristen, Betriebswirten und IT-Spezialisten begleitet wurde.

Die Schulung der Mitarbeiter erfolgte bereits zur Einführung des Gesetzes zur Reform der Sachaufklärung in der Zwangsvollstreckung und fortwährend in der praktischen Umsetzung in Form des sich seit Jahren bewährenden Systems der Inhouse Schulungen. Um weiterhin einen regen Erfahrungsaustausch führen zu können und neue, zielführende Impulse zu erhalten, engagierte die BID Unternehmensgruppe die bundesweit renommierte Spezialistin Frau Dipl. Rechtspfl. (FH) Karin Scheungrab (KS-Seminare, Leipzig).

Frau Dipl. Rechtspfl. (FH) Karin Scheungrab bei der BID Inhouse Schulung

Frau Dipl. Rechtspfl. (FH) Karin Scheungrab bei der BID Inhouse Schulung

An zwei Tagen referierte Frau Dipl. Rechtspfl. (FH) Karin Scheungrab in der von den Mitarbeitern bereits seit Jahren sehr gelobten engagierten und kurzweiligen Art und Weise. Die Inhalte ihrer Vorträge waren durch vorherige Abstimmung zwischen unternehmensintern Zuständigen und Referentin konkret auf die Anwendung und Bedürfnisse in der BID Unternehmensgruppe zugeschnitten. Ein weiteres wichtiges Anliegen, welches mit dieser Inhouse Schulung verbunden war, nämlich der rege Austausch der praktischen Erfahrungen, wurde vollumfänglich erfüllt. Fazit bleibt die mit der Einführung und den neu geschaffenen Instrumenten, u.a. der Drittauskünfte, gewonnene neue Schnelligkeit und Flexibilität im Bereich der Zwangsvollstreckung – ganz im Sinne der BID Unternehmensgruppe und deren Auftraggeber.

Ein weiteres Schwerpunktthema der Inhouse Schulung war der Einsatz der neuen Formulare für den Antrag auf Erlass eines Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses. Auf Grund der hier leider noch sehr uneinheitlichen Handhabung durch die jeweiligen Amtsgerichte, Vollstreckungsgerichte, konnte aus dem reichhaltigen Erfahrungsschatz von Frau Scheungrab geschöpft werden, um so hinsichtlich dieses wichtigen Instrumentariums eine noch reibungslosere Ablaufabwicklung in der Zukunft zu gewährleisten.

Das Schulungskonzept der BID Unternehmensgruppe ist mehrstufig und dynamisch aufgebaut. Gegenstand der bereits vor einigen Jahren etablierten Inhouse Schulungen sind sowohl grundlegende Fähigkeiten im außergerichtlichen und gerichtlichen Inkasso als auch Detailkenntnisse, die aufgrund aktueller rechtlicher, gesellschaftlicher oder faktischer Entwicklungen die täglichen Abläufe beeinflussen und dementsprechend erforderlich werden.

Gesetz zur Reform der Sachaufklärung in der Zwangsvollstreckung

Das Gesetz zur Reform der Sachaufklärung in der Zwangsvollstreckung und dessen Umsetzung in der BID Unternehmensgruppe

Lang andauernde Zwangsvollstreckungsverfahren, unzureichende EDV-technische Ausstattung der Gerichtsvollzieher, über Jahre gewachsene Abläufe ohne grundlegende gesetzliche Anpassungen, wenig flexible Verfahrensbeschleunigungsmöglichkeiten, so lauteten die bisherigen Kernaussagen zur Zwangsvollstreckung in dem Geltungsbereich der ZPO (Zivilprozessordnung) in der Bundesrepublik Deutschland.

Mit dem 01.01.2013 begann hier im Bereich der Zwangsvollstreckung ein neues Zeitalter: Das Gesetz zur Reform der Sachaufklärung!

Man kann sowohl für den öffentlichen Sektor als auch für die weiteren beteiligten Stellen von einer großen Herausforderung, mit ebenso großen Chancen und Risiken, sprechen.

Die BID Unternehmensgruppe, als Weiterlesen…

Presse: Moderner architektonischer Akzent

Der Neubau des Bayerischen Inkasso Dienstes BID in Coburg ist fertiggestellt. Nach den Plänen des Architekturbüros ARCHI VIVA, Coburg, wurden in zweijähriger Bauzeit ein offenes Parkhaus mit 140 Stellplätzen und ein zukunftsweisendes Verwaltungsgebäude für 160 Mitarbeiter erstellt.

Die BID Unternehmensgruppe mit Hauptsitz im oberfränkischen Coburg bietet ein Komplettsystem im Forderungs- und Risikomanagement, mit Wirtschaftsauskünften und Bonitätsprüfungen von Unternehmen und Privatpersonen sowie klassischem und papierlosem Inkasso, weltweit, individuell und online. Erst 1996 war die Firmenzentrale um einen Neubau mit 800 Quadratmetern Bürofläche erweitert worden. Seither stieg die Zahl der BID-Angestellten von 85 auf über 180. Nun bietet der Neubau mit einer Nutzfläche von rund 2050 Quadratmetern, Raum für weitere 160 Beschäftigte. Laut Heinz Bittermann, BID-Vorstandsvorsitzender, ist ein so drastischer Personalaufbau kurzfristig aber nicht beabsichtigt. “Wir bauen für die Zukunft.” Ein weiteres Firmenwachstum werde sich deshalb auch im Personalaufbau wiederspiegeln.

Einblick in den Pausenbereich
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Adressermittlung + Anschriftenermittlung online

Postrückläufer behindern den internen Geschäftsablauf und führen nicht selten dazu, dass Forderungen letztendlich ausgebucht und abgeschrieben werden. Lassen Sie es nicht soweit kommen!

 width=Im Rahmen der Anschriftenermittlung ermitteln wir für Sie die neue Adresse Ihres wertvollen Kunden – korrekt und nochmals auf Zustellbarkeit geprüft.

Online-Abwicklung hilft bei Kostenminimierung

Die bequeme Online-Abwicklung ohne direkte Korrespondenz mit Einwohnermeldeämtern beschleunigt die internen Prozesse und hilft Ihnen bei der Kostenminimierung. Sie können sich wieder auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren – ohne Aufwand, ohne direkte Abrechnung mit Ämtern.

Kostentransparenz durch Ermittlungsstufen

Für Kostentransparenz sorgen hierbei die 5 Ermittlungsstufen vom ersten Datenabgleich über Adress- und Umzugsdatenbanken bis hin zur Langzeitüberwachung im Adress-Monitoring.

Ihre Vorteile auf einen Blick:

  • Einmalige Registrierung
  • Online einloggen und sofort Suchaufträge starten
  • Keine Mindestmengen
  • Zugriff auf mehr als 45 Millionen Daten
  • Hohe Adressqualität durch Zustellbarkeitsprüfung jeder ermittelten Adresse
  • Bei Bedarf Anfragen bei über 5.500 Einwohnermeldeämtern

Besonders geeignet für:

  • E-Commerce / Versandhandel
  • Ärzte
  • Anwälte
  • Banken
  • Versicherungen
  • Versorger
  • Telekommunikationsunternehmen

Für Fragen steht Ihr BÜRGEL-Berater in Coburg jederzeit telefonisch unter 09561 / 8060-500 oder per Kontaktformular zur Verfügung.

Quelle: Bürgel Wirtschaftsinformationen GmbH & Co. KG, Hamburg

BID intern: Erfolgreiche Servervirtualisierung sowie Desktopvirtualisierung

Nochmals gesteigerte Ausfallsicherheit aller Serversysteme und PC-Arbeitsplätze durch Virtualisierung.

Ein erfolgreiches Unternehmen zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass Arbeitsabläufe analysiert werden, mit dem Ziel diese qualitativ und effizienter zu gestalten – auch außerhalb der Inkasso-Sachbearbeitung. Eine der sich daraus ergebenden Maßnahmen war die Virtualisierung der gesamten Serverstruktur, welche im 3. Quartal 2011 nach ausführlicher Planungszeit erfolgreich abgeschlossen wurde.

Die Servervirtualisierung ermöglicht unter anderem einen beschleunigten Einsatz aller Systeme und eine nochmals gesteigerte Ausfallsicherheit. Durch regelmäßige Backups aller und auch einzelner Daten kann im Notfall so eine schnelle Rücksicherung erfolgen. Eventuelle Ausfälle werden zeitlich auf ein Minimum begrenzt, die Datensicherheit sowie Weiterlesen…

BDIU: Haben Gläubiger keine Rechte?

Die Bundesregierung will gescheiterten Selbständigen einen schnelleren wirtschaftlichen Neustart ermöglichen. Dafür soll die Wohlverhaltensperiode in der Verbraucherinsolvenz halbiert werden. Der BDIU (Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V.) befürchtet, dass das auf Kosten der Gläubiger geht.

Eine Insolvenz – so tragisch sie für den Einzelnen sein mag – stellt kein endgültiges wirtschaftliches Scheitern dar. Im Gegenteil, sie ebnet den Betroffenen den Weg zu einem Neuanfang, damit sie bald wieder zur Wertschöpfung beitragen können. Insofern hatte die Bundesregierung eine gute Idee, als sie im Koalitionsvertrag beschloss, gescheiterten Selbstständigen schneller eine zweite Chance zu ermöglichen. Eine schlechte Idee ist es allerdings, dafür die Wohlverhaltensperiode im Weiterlesen…

Inkasso online: BID – Schuldnerportal nochmals verbessert

Nach den vorgenommenen Optimierungen am BID Inkasso-Schuldnerportal im November 2010 sind regelmäßig 24% mehr erfolgreiche Schuldnerkontakte zu verzeichnen.

Bereits seit April 2009 ist es möglich, dass Privatpersonen und Firmen über das Schuldnerportal der BID Bayerischer Inkasso Dienst Unternehmensgruppe schnell und unkompliziert Kontakt zum Inkassounternehmen aufnehmen können.

Englisches Schuldnerportal seit Juli 2009 online

Wenige Monate später wurde eine englische Version implementiert, deren Haupt-Zielgruppe die Schuldner der für das Inkasso im Ausland zuständigen Profaktura Auslandsinkasso GmbH mit Niederlassung in Geilenkirchen bei Aachen sind. Selbstverständlich können aber auch Schuldner über das “Debtor portal” Kontakt aufnehmen, die von der BID Bayerischer Inkasso Dienst AG bzw. der ProCash Collection Services GmbH im Rahmen einer offenen Forderung in Deutschland angeschrieben wurden und so Stellung zum bestehenden Zahlungsverzug nehmen.

Optimierungen für noch schnellere Kontaktaufnahme

Wie erste Auswertungen belegen, werden die kleinen kosmetischen Veränderungen durchweg positiv aufgenommen, was sich in einer um 24% gesteigerten Nutzunghäufigkeit äußert. Neben dem veränderten Einstiegsbereich sowie einer neu strukturierten Auswahl der Reaktionsmöglichkeiten wurden auch die einzelnen Vorgänge selbst überarbeitet.
Von jedem Ort, unabhängig von Weiterlesen…

Online-Geschäfte erfordern die richtige Strategie

Die Zeichen der Zeit stehen auf E-Commerce, so scheint es. Nach Zahlen des Bundesverbandes des deutschen Versandhandels (BVH) entwickelt sich der Versandhandel langsam aber sicher zum Onlinehandel, und auch der gesamte Einzelhandel erzielt immer mehr Umsätze über das Internet. Doch wer von den bisherigen und weiter prognostizierten, zweistelligen Wachstumsraten profitieren will, muss wissen, worauf er sich einlässt. Der Onlinehandel birgt auch Risiken, die schnell das Überleben eines Unternehmens gefährden können. Die richtige Strategie ist da gefragt.

Vorteile und Risiken des Online-HandelsDie aktuellen Zahlen des BVH belegen, dass immer mehr über 60-Jährige im Internet einkaufen, bei den über 50-Jährigen tun dies bereits fast zwei Drittel. Darin liegt für den Einzelhandel die Chance, Kunden zu halten, die naturgemäß immer weniger gern zum Shopping aus dem Haus gehen. Umgekehrt kann das weltweite Online-Angebot von Waren und Dienstleistungen, über oft günstige Shopsysteme ansprechend präsentiert, neue Käufergruppen anlocken. Der einfache und schnelle Einkauf im Internet bietet zudem Service-Pluspunkte. Der Einkauf per Mausklick senkt die Hemmschwelle beim Geldausgeben und spart Beschaffungs- und Raumkosten ein, vorausgesetzt, man ist in der Lage, eine eigene Logistik vorzuhalten.

Darin liegen zugleich die Risiken beim Einstieg in den Internethandel. Was schneller gekauft wird, kommt häufiger, manchmal beschädigt, zurück und verursacht so zusätzliche Kosten. Zudem ist schnelle Reaktion im Internet angesichts unbegrenzter Vernetzung und vieler Bewertungssysteme entscheidend für den guten Ruf und damit künftige Umsätze. Die Vorhaltung von Waren und Personal zur Abwicklung, benutzerfreundliche Shopsysteme und kundenfreundliche Zahlungsoptionen sind hier zwar gefordert, können aber viel Geld kosten. Besonders die Versendung auf Rechnung birgt das erhöhte Risiko von Warenrücksendungen oder gar des gänzlichen Zahlungsausfalls. Eine Absicherung durch bedarfsgerechte Wirtschaftsinformationen, deren Umfang sich am Warenwert orientiert, kann im Vorfeld das Zahlungsausfallrisiko erheblich reduzieren. Und wer trotzdem auf Forderungen sitzen bleibt, sollte auch hier schnell reagieren, am besten über einen externen Inkassodienstleister, der im Umgang mit säumigen Zahlern geübt ist und Forderungen daher schnell realisieren kann.

Trotz Risiken: Neue Rekordumsätze im Online-Geschäft

Umsätze im Online-Warenhandel in Deutschland 2001 - 2009Der Umsatz per E-Commerce ist erfolgreich wie nie zuvor: Erstmals in der Geschichte des Versand- und Online-Handels erzielte die Branche 2009 über die Hälfte, nämlich 53,3 Prozent ihres Umsatzes über das Internet. Der Online-Umsatz mit Waren wuchs damit um rund 16 Prozent auf 15,5 Mrd. Euro, prognostiziert war ein Wachstum von lediglich 15 Prozent auf 15,4 Mrd. Euro. Zusammen legten Versand- und Online-Handel in Deutschland 2009 um 1,7 Prozent auf einen Gesamtumsatz von 29,1 Milliarden Euro zu (2008: 28,6 Mrd.). Der Anteil des Versandhandels am Einzelhandel stieg dabei auf das neue Rekordhoch von 7,4 Prozent (Vorjahr: 7,2 Prozent). Diese Zahlen errechnete der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (BVH). Die Daten basieren auf der Studie „Distanzhandel in Deutschland 2009“ des Forschungsinstituts TNS Infratest.

Deutlicher Anstieg bei über 50-Jährigen

2009 orderten insgesamt 61 Prozent (Vorjahr: 51 Prozent) aller Versandkunden über das Internet. Sprunghaft stieg dabei der Anteil der über 60-Jährigen von 19 Prozent in 2008 auf 28 Prozent in 2009, bei den 50- bis 59-Jährigen kletterte er von 43 auf 58 Prozent. Frauen aller Altersgruppen bestellten erstmals mehrheitlich online. Bestellten im Jahr 2008 noch 43 Prozent aller Frauen ihre Wunschartikel per Web, waren es 2009 schon 53 Prozent. Die Beliebtheit des Internets steigt also über Alters- und Geschlechtergrenzen hinweg. Insgesamt kauften 2009 in Deutschland 52,1 Millionen (Vorjahr: 52 Mio.) Menschen im Versandhandel ein, darunter 24,1 Millionen Männer (2008: 24,0 Mio.) und 28 Millionen Frauen (2008: 28,0 Mio.). Dabei gaben die Frauen insgesamt 18,2 Mrd. Euro (2008: 17,7 Mrd.) aus und blieben die kaufkräftigste Kundengruppe. Die Ausgaben der Männer beliefen sich auf 10,9 Mrd. Euro (2008: 10,8 Mrd.). Pro Kopf der Bevölkerung bestellte jeder Deutsche für 354 Euro (2008: 346 Euro) Waren per Internet oder Telefon nach Hause. Auf 6,2 Milliarden Euro (Vorjahr: 5,9 Mrd. Euro) addierten sich zusätzlich die im Web generierten Dienstleistungsumsätze und legten damit im Vorjahresvergleich um 5,2 Prozent zu. Der BVH geht davon aus, dass sich die positive Branchenentwicklung in diesem Jahr aufgrund starker Zuwächse im E-Commerce weiter fortsetzen wird. Der Verband rechnet hier mit einem zweistelligen Umsatzplus und insgesamt mit zwei Prozent Branchenwachstum im Versand- und Online-Handel im Jahr 2010.

Quelle: BVH

Internetversteigerung und Kontopfändung: Zwangsvollstreckung wird effektiver

BERLIN – Gerichtsvollzieher können künftig von dritter Seite Informationen über die Vermögensverhältnisse von Schuldnern erhalten, damit sie titulierte Forderungen erfolgreich beitreiben können. Zudem wird die Internetversteigerung von Gegenständen, die gepfändet wurden, als Regelfall der Verwertung etabliert. Auch die Kontopfändung wird reformiert: Ein Kontoguthaben in Höhe des Pfändungsfreibetrages des § 850c ZPO (derzeit 985,15 Euro) wird nicht von einer Pfändung erfasst („Basispfändungsschutz“).

Die Neuregelungen im Detail

Künftig kann der Gerichtsvollzieher vom Schuldner eine Vermögensauskunft verlangen, ohne dass vorher erfolglos eine Pfändung von beweglichen Gegenständen im Eigentum des Schuldners versucht worden ist. Gibt der Schuldner die Vermögensauskunft nicht ab oder ist nach dem Inhalt der Auskunft eine Befriedigung des Gläubigers nicht zu erwarten, so darf der Gerichtsvollzieher künftig Fremdauskünfte bei den Trägern der Rentenversicherung, beim Bundeszentralamt für Steuern und beim Kraftfahrt- Bundesamt über ein Arbeitsverhältnis, Konten, Depots oder Kfz des Schuldners einholen. Auf der Grundlage dieser Informationen kann der Gläubiger dann öfter erfolgreich vollstrecken, zum Beispiel durch eine Pfändung von Lohn oder Kontoguthaben des Schuldners oder durch Pfändung eines auf den Schuldner zugelassenen Kfz. Die Aufstellung der Vermögensgegenstände des Schuldners (Vermögensverzeichnis) soll zukünftig in jedem Bundesland von einem zentralen Vollstreckungsgericht landesweit elektronisch verwaltet werden. Künftig besteht damit in jedem Bundesland eine zentrale Auskunftsstelle. Auch das Schuldnerverzeichnis bei den Amtsgerichten,in dem zahlungsunwillige bzw. zahlungsunfähige Schuldner dokumentiert werden, soll künftig durch ein zentrales Vollstreckungsgericht als landesweites Internet- Register geführt werden. Vermieter und Handwerker können sich also künftig zentral Informationen über die Kreditwürdigkeit ihrer potenziellen Vertragspartner verschaffen. Die Einführung des Basispfändungsschutzes bedeutet, dass auf diesem „P-Konto“ Überweisungen, Lastschriften, Barabhebungen, Daueraufträge usw. getätigt werden können, da bis zum Betrag von derzeit 985,15 Euro nicht darauf zugegriffen werden kann. Der Basisbetrag wird jeweils für einen Kalendermonat gewährt, auf die Art der Einkünfte kommt es für den Pfändungsschutz nicht mehr an. Das Gesetz über die Internetversteigerung in der Zwangsvollstreckung gilt bereits seit 1. September, während der reformierte Kontopfändungsschutz wegen der erforderlichen Umstellungen erst am 1. Juli 2010 und die Neuregelung bezüglich der Informationsgewinnung über Vermögensverhältnisse von Schuldnern am 1. Januar 2013 in Kraft tritt.

Stellungnahme BID

Die BID Unternehmensgruppe betrachtet die Neuregelungen insgesamt positiv. Die verbesserten Informationsmöglichkeiten für Gläubiger sprechen dafür, dass vollstreckbare Zahlungsansprüche gegen unkooperative Schuldner effektiver durchgesetzt werden können. Die Internetversteigerung folgt einem Prinzip, das in der Praxis bereits erfolgreich ist. Da aufgrund des größeren Bieterkreises höhere Erlöse zu erwarten sind, dürfte sich das Zwangsvollstreckungsverfahren in vielen Fällen verkürzen, was letztlich ebenfalls im Interesse der Gläubiger liegt. Ob dies auch für den reformierten Kontopfändungsschutz gilt, wird die Praxis zeigen.