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Archiv für die Kategorie ‘Blog’

BDIU: Wohlverhaltensperiode beibehalten, um Gläubigerrechte zu schützen

Sonntag, 14. August 2011

Berlin, 12. August 2011 – „Die hohe private Verschuldung lässt die Zahl der Verbraucherinsolvenzen auch in diesem Jahr auf ihrem hohen Stand verharren“, kommentierte am Freitag Wolfgang Spitz, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU), Berlin, aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Dieses hatte für Mai 2011 einen Anstieg der Verbraucherinsolvenzen um 9,7 Prozent (9.383) und einen Rückgang der Unternehmensinsolvenzen um 3 Prozent (2.611) gemeldet, jeweils bezogen auf den Vorjahresmonat.

Für das Gesamtjahr 2011 erwartet der BDIU voraussichtlich rund 30.000 Unternehmens- (minus 6 Prozent) und gut 100.000 Verbraucherinsolvenzen (minus 8 Prozent). Diese Prognose hält der Verband trotz der aktuellen Verwerfungen an den internationalen Finanzmärkten aufrecht. „Alle Institute rechnen damit, dass das Wachstum in Deutschland weiter anhält – wenn auch auf einem wohl niedrigeren Niveau“, so Spitz. „Im Übrigen hat sich die Zahlungsmoral sowohl von Unternehmen als auch von Verbrauchern seit der Rezession des Jahres 2008/09 erheblich verbessert. Die Liquidität vor allem im Mittelstand, dem Herz und dem Motor der deutschen Wirtschaft, hat sich nachhaltig erholt.“ Ob diese positive Entwicklung angesichts der Verschuldungskrise der für die deutsche Exportindustrie wichtigen Staaten und deren möglichen Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr anhält, bleibe allerdings abzuwarten, so Spitz.

Grund für den auf das Gesamtjahr prognostizierten Rückgang der Verbraucherinsolvenzen ist laut dem BDIU-Präsidenten auch die geplante Halbierung der Wohlverhaltensperiode. Die Bundesregierung will den Zeitraum, nach dem ein insolventer Privatschuldner von seinen Verbindlichkeiten durch die Gerichte befreit wird, von aktuell sechs auf künftig drei Jahre verkürzen. „Viele Überschuldete hoffen auf diese für sie vermeintlich bessere Regelung und warten daher noch mit einem Antrag auf Privatinsolvenz“, so Spitz. „Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen spiegelt die tatsächliche Verschuldung der Verbraucher nicht wider.“ Bundesweit gelten derzeit mehr als drei Millionen Privathaushalte als überschuldet.

„Die Halbierung der Wohlverhaltensperiode halten wir im Übrigen für das falsche Signal“, fügt Spitz hinzu. Die Risikobereitschaft von Verbrauchern, sich unüberlegt zu verschulden, könnte steigen. Das wiederum würde die Zahlungsmoral insgesamt beeinträchtigen – und somit zulasten der Wirtschaft gehen. „Eine kürzere Wohlverhaltensperiode beschneidet die Rechte der Gläubiger, die ihre berechtigten Forderungen in der Regel ausbuchen müssen, wenn einer ihrer Schuldner in die Insolvenz geht“, kritisiert Spitz. „Dabei war es ein zentrales Ziel der Verbraucherinsolvenz, als sie eingeführt wurde, die bestmögliche Befriedigung der Gläubigeransprüche zu erreichen. Dieses Ziel muss wieder stärker in den Mittelpunkt gerückt werden, wenn sich der Gesetzgeber mit der notwendigen Verbesserung des Verbraucherinsolvenzrechts beschäftigt.“

Quelle: Pressemeldung BDIU (Bundesverband Deutscher Inkasso Unternehmen, Berlin)

Über den BDIU

Im Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. als berufsständischer Vereinigung sind 560 Inkassounternehmen organisiert. Sie decken etwa 90 Prozent des Marktes in Deutschland ab. Der BDIU überwacht die ordnungsgemäße, gewissenhafte und redliche Berufsausübung seiner Mitglieder. Erkennt ein Mitgliedsunternehmen, dass einzuziehende Forderungen ganz oder teilweise rechtsunwirksam oder auf sittenwidrige Weise zustande gekommen sind, so darf es für den Auftraggeber bei deren Einziehung nicht tätig werden. Die Mitgliedschaft im Verband gilt daher als ausgewiesenes Qualitätssiegel für seriöses Inkasso.

Weiterhin hervorragende Leistungen der BID-Azubis

Dienstag, 02. August 2011

COBURG - Leistung lohnt sich und wird bei der BID-Unternehmensgruppe auch besonders gewürdigt.

Erneut setzten die 39 Auszubildenden der Lehrjahre eins bis drei mit hervorragenden schulischen Leistungen eine große Hürde für nachfolgende Jahrgänge.
Auf eine konstante Ausbildungsquote von fast 25% an der Gesamtbeschäftigtenzahl alleine kann man schon stolz sein. Zuletzt erzielten die Auszubildenden der BID-Unternehmensgruppe aber auch wiederholt bei den IHK-Prüfungen sowie in der Berufsschule überdurchschnittlich gute Ergebnisse - zur Freude von Ausbildungsleiter Marco Groeger und der gesamten Geschäftsführung.
14 angehende Inkasso-Fachleute (entspricht über 36%) konnten gesondert geehrt werden und erhalten für ihre Leistungen eine Sonderprämie. Im Gesamtbild erzielten die 39 Auszubildenden, einschließlich der Auszubildenden der Profaktura Auslandsinkasso GmbH, einen Notendurchschnitt von 1,97 bei den Berufsschuljahreszeugnissen 2010/2011 und bestätigten somit das erzielte Ergebnis des Vorjahres. Auch in den Folgejahren wird die BID Bayerischer Inkasso Dienst Unternehmensgruppe überdurchschnittlich gute Leistungen besonders hervorheben und belohnen. Denn wie anfangs erwähnt: Leistung lohnt sich eben.

Die BID Gruppe mit Sitz im oberfränkischen Coburg versteht sich als Spezialist für das Risiko- bzw. Forderungsmanagement und legt seit den Anfängen 1985 sehr großen Wert auf die Ausbildung zukünftiger Inkasso-Fachkräfte. Zur BID Gruppe zählen die BID Bayerischer Inkasso Dienst AG, der Spartenspezialist ProCash Collection Services GmbH, der Anbieter von Wirtschaftsauskünften und Bonitätsprüfungen Bürgel Coburg Heinz Bittermann e.K. sowie die Profaktura Auslandsinkasso GmbH mit Betriebsstätte in Geilenkirchen bei Aachen.

Zahlungsverzug: Aktuelle Basis- bzw. Verzugszinssätze

Donnerstag, 30. Juni 2011

Erster Anstieg des Basiszinssatzes nach 2 Jahren - Auswirkung auf Verzugszinsen

Zeitraum Basiszinssatz Verzugszinssatz Verzugszinssatz für Rechtsgeschäfte ohne
Verbraucherbeteiligung
01.07. bis 31.12.2009 0,12 % 5,12 % 8,12 %
01.01. bis 30.06.2010 0,12 % 5,12 % 8,12 %
01.07. bis 31.12.2010 0,12 % 5,12 % 8,12 %
01.01. bis 30.06.2011 0,12 % 5,12 % 8,12 %
01.07. bis 31.12.2011 0,37 % 5,37 % 8,37 %

Anpassung des Basiszinssatzes zum 1. Juli 2011 auf 0,37 %

Die Deutsche Bundesbank berechnet nach den gesetzlichen Vorgaben des § 247 Abs. 1 BGB den Basiszinssatz und veröffentlicht seinen aktuellen Stand gemäß § 247 Abs. 2 BGB im Bundesanzeiger.

Der Basiszinssatz des Bürgerlichen Gesetzbuches dient vor allem als Grundlage für die Berechnung von Verzugszinsen, § 288 Absatz 1 Satz 2 BGB. Er verändert sich zum 1. Januar und 1. Juli eines jeden Jahres um die Prozentpunkte, um welche seine Bezugsgröße seit der letzten Veränderung des Basiszinssatzes gestiegen oder gefallen ist. Bezugsgröße ist der Zinssatz für die jüngste Hauptrefinanzierungsoperation der Europäischen Zentralbank vor dem ersten Kalendertag des betreffenden Halbjahres.

Der Festzinssatz für die jüngste Hauptrefinanzierungsoperation der Europäischen Zentralbank am 28. Juni 2011 beträgt 1,25 %. Er ist seit dem für die letzte Änderung des Basiszinssatzes maßgeblichen Zeitpunkt am 1. Januar 2011 um 0,25 Prozentpunkte gestiegen (der Festzinssatz der letzten Hauptrefinanzierungsoperation im Dezember 2010 hat 1,00 % betragen).

Hieraus errechnet sich mit dem Beginn des 1. Juli 2011 ein Basiszinssatz des Bürgerlichen Gesetzbuchs von 0,37 % (zuvor 0,12 %).

Der neue Basiszinssatz wird in der Ausgabe des Bundesanzeigers vom 30. Juni 2011 (Nr. 96) bekannt gegeben.

Quelle: Pressemeldung Deutsche Bundesbank

Neue Pfändungsfreibeträge ab 01. Juli 2011

Sonntag, 19. Juni 2011

Ab dem 01.07.2011 wird der Grundfreibetrag von derzeit 985,15 Euro auf 1.028,89 Euro ansteigen. Zusätzlich erhöht sich dieser für den jeweiligen Schuldner bei Erfüllung von gesetzlichen Unterhaltsverpflichtungen.

Gläubiger müssen sich aber nicht zwangsläufig auf weitere Forderungsausfälle einstellen. Schuldner dürfen sich zwar über einen größeren Bewegungsspielraum freuen, können diesen aber natürlich auch nutzen, um ihre Schulden mit Ratenzahlungsvereinbarungen schneller abzubauen.

Schuldenbarometer: 2 Prozent Rückgang bei den Privatinsolvenzen im 1. Quartal 2011

Donnerstag, 09. Juni 2011

Hamburg / Coburg - Die Zahl der Privatinsolvenzen in Deutschland sinkt im ersten Quartal 2011 leicht um 2 Prozent – auf 34.022 Fälle gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Im Hinblick auf die Kreditsituation der Verbraucher, Arbeitslosenquote sowie einer steigenden Anzahl an Beschäftigten in Niedriglohnbereichen erwartet Bürgel im laufenden Jahr zwischen 135.000 und 140.000 Privatinsolvenzen.

Bei der regionalen Verteilung konzentrieren sich die Privatinsolvenzen im ersten Quartal 2011 insbesondere auf Nordrhein-Westfalen mit 7.639 Fällen, Niedersachsen (4.420), Bayern (3.751) und Baden-Württemberg (3.443). Bei den relativen Werten, bezogen auf die Einwohnerzahlen, zeigt sich im Wesentlichen ein Nord-Südgefälle: Bayern verzeichnet mit 30 Fällen je 100.000 Einwohner im Untersuchungszeitraum am wenigsten Privatinsolvenzen, gefolgt von Baden-Württemberg (32) und Thüringen (35).
Entwicklung der der Privatinsolvenzen in Deutschland
Während der Bundesdurchschnitt bei 42 Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohnern rangiert, meldet Schlusslicht Bremen weit abgeschlagen mehr als Weiterlesen…

Informationen für Ihr Auslandsgeschäft - BÜRGEL Länderinformationen

Donnerstag, 21. April 2011

Hamburg / Coburg - Der kostenfreie Onlineservice “BÜRGEL Länderinformationen” wurde um zusätzliche Länder erweitert.

Bereits seit November 2010 stellt BÜRGEL Wirtschaftsinformationen, einer der führenden Anbieter für Wirtschaftsauskünfte und Bonitätsprüfungen, den Online-Service kostenlos zur Verfügung.
Über die BÜRGEL-Länderinformationen können Sie sich sofort und online z.B. über die Rechtsformen in Dänemark oder die Regelungen hinsichtlich Insolvenzverfahren oder Liquidation in Spanien informieren.

Neben den bisherigen Daten zu China, Frankreich, Großbritannien, Kroatien, Russland, Schweden, Serbien und der Ukraine bietet der kostenlose Service ab sofort auch Informationen für Belgien, Dänemark, Italien, Polen, und Spanien - und weitere Länder folgen.

Bei Interesse an Bonitätsprüfungen & Firmenauskünften weltweit steht Ihnen das Team von BÜRGEL-Coburg unter Telefon 09561 / 8060-500 oder online zur Verfügung.

Falls Sie direkt einen Partner für das Inkasso im Ausland suchen, empfehlen wir die Kontaktaufnahme mit der Profaktura Auslandsinkasso GmbH, einem Unternehmen der BID Bayerischer Inkasso Dienst Unternehmensgruppe.
BÜRGEL-Länderinformationen - BÜRGEL-Länderinformationen
BÜRGEL-Coburg - BÜRGEL-Wirtschaftsinformationen & Bonitätsauskünfte
Profaktura Auslandsinkasso GmbH - Profaktura Auslandsinkasso

Inkasso online: BID - Schuldnerportal nochmals verbessert

Donnerstag, 24. März 2011

Nach den vorgenommenen Optimierungen am BID Inkasso-Schuldnerportal im November 2010 sind regelmäßig 24% mehr erfolgreiche Schuldnerkontakte zu verzeichnen.

Bereits seit April 2009 ist es möglich, dass Privatpersonen und Firmen über das Schuldnerportal der BID Bayerischer Inkasso Dienst Unternehmensgruppe schnell und unkompliziert Kontakt zum Inkassounternehmen aufnehmen können.

Englisches Schuldnerportal seit Juli 2009 online

Wenige Monate später wurde eine englische Version implementiert, deren Haupt-Zielgruppe die Schuldner der für das Inkasso im Ausland zuständigen Profaktura Auslandsinkasso GmbH mit Niederlassung in Geilenkirchen bei Aachen sind. Selbstverständlich können aber auch Schuldner über das “Debtor portal” Kontakt aufnehmen, die von der BID Bayerischer Inkasso Dienst AG bzw. der ProCash Collection Services GmbH im Rahmen einer offenen Forderung in Deutschland angeschrieben wurden und so Stellung zum bestehenden Zahlungsverzug nehmen.

Optimierungen für noch schnellere Kontaktaufnahme

Wie erste Auswertungen belegen, werden die kleinen kosmetischen Veränderungen durchweg positiv aufgenommen, was sich in einer um 24% gesteigerten Nutzunghäufigkeit äußert. Neben dem veränderten Einstiegsbereich sowie einer neu strukturierten Auswahl der Reaktionsmöglichkeiten wurden auch die einzelnen Vorgänge selbst überarbeitet.
Von jedem Ort, unabhängig von Weiterlesen…

EU-Bürokratieabbau: Grenzüberschreitende Vollstreckung soll einfacher werden

Dienstag, 15. März 2011

Straßburg / Coburg - Grenzüberschreitende Gerichtsverfahren innerhalb der EU sollen künftig einfacher, schneller und billiger werden. Dieses Ziel hat ein Vorstoss der Kommission, der vor allem kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) die Angst vor grenzüberschreitenden Geschäftsaktivitäten nehmen will.

„Ich verfolge das Ziel, dass bis zum Jahr 2013 gerichtliche Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen wirksam, zügig und kostengünstig in der gesamten EU vollstreckt werden können, wobei es keine Rolle spielen sollte, ob die Entscheidung von einem inländischen Gericht oder von einem Gericht in einem anderen Mitgliedstaat erlassen worden ist“, sagte Viviane Reding, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission und EU-Kommissarin für Justiz in Straßburg.

Prüfung des Exequaturverfahrens

Kern des Anliegens ist die Abschaffung des sogenannten Exequaturverfahrens, das derzeit mehr als 10.000 mal jährlich in der Europäischen Union durchgeführt wird und als größte bürokratische Hürde für den länderübergreifenden Geschäftsverkehr gilt. Danach ist eine in einem Mitgliedstaat ergangene gerichtliche Entscheidung nicht automatisch in einem anderen Mitgliedstaat rechtskräftig, sondern muss zunächst bestätigt und von einem Gericht im Vollstreckungsmitgliedstaat für vollstreckbar erklärt werden. In komplexen Fällen kann dieses Verfahren mehrere Monate dauern und bis zu 12.700 EUR an Anwaltsgebühren sowie Übersetzungs- und Gerichtskosten verursachen. Die EU-Kommission will deshalb erreichen, dass künftig gerichtliche Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen, die von einem Gericht in einem Mitgliedstaat erlassen wurden, automatisch EU-weit vollstreckbar sind.

Stärkung der Gerichtsstandsvereinbarungen

Weiterer Reformvorschlag ist die Förderung des Verbraucherschutzes bei Rechtsstreitigkeiten, in die Drittstaaten involviert sind. Vor allem in den Beziehungen zwischen einem Verbraucher mit Wohnsitz in der EU und einem außerhalb der EU ansässigen Unternehmen sollen künftig, unabhängig vom Mitgliedstaat, die Gerichte des Landes zuständig sein, in dem der Verbraucher seinen Wohnsitz hat. Auch die Rechtssicherheit für Gerichtsstandsvereinbarungen zwischen Unternehmen soll gestärkt werden, indem sichergestellt wird, dass das in der Gerichtsstandsvereinbarung festgelegte Gericht stets als erstes entscheidet, ob die Vereinbarung gültig ist oder nicht. Bislang sind Gerichtsstandsvereinbarungen häufig bei einem Gericht eines anderen EU-Mitgliedsstaates angefochten worden, um den Fortgang der Rechtsstreitigkeit zu verzögern („italienischer Torpedo“).

Quelle: Europa - Das Portal der europäischen Union

Studie: Privatinsolvenzen 2010 in den USA um 9% gestiegen

Donnerstag, 03. März 2011

Im Jahr 2010 ist die Anzahl der Privatinsolvenzen in den USA um 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Somit sind einer Studie des American Bankruptcy Institute (US-Insolvenzforschungs-Zentrum) zufolge 1,53 Millionen Amerikaner betroffen. Obwohl diese Zahl deutlich unter den erwarteten 1,6 Millionen Privatinsolvenzen liegt, werden aufgrund der hohen Privatverschuldung für 2011 nochmals mehr Anträge prognostiziert.

Quelle: Pressemeldung American Bankruptcy Institute (US-Insolvenzforschungs-Zentrum)

Die Profaktura Auslandsinkasso GmbH unterhält seit 1995 ein enges Netz lokaler Partner, die ihre Effektivität und Zuverlässigkeit viele Jahre unter Beweis gestellt haben. Gerne unterstützen wir Sie bei der Realisierung von Forderungen in den USA und dem Rest der Welt. » Kontaktformular

Schuldenbarometer 2010

Freitag, 25. Februar 2011

2010 erreicht die Zahl der Privatinsolvenzen einen neuen Höhepunkt. Mit 139.110 Fällen in Deutschland (plus 6,4 Prozent bzw. 8.412 Fälle mehr gegenüber 2009) überflügelt die Pleitestatistik sogar das bisherige Rekordjahr 2007. Betroffen sind vor allem jüngere Bundesbürger. Zwar liegt die statistische Schuldensumme bei den jungen Erwachsenen unter dem Bundesdurchschnitt, dafür ist jedoch die Zahl der Gläubiger höher als beim durchschnittlichen Pleitier. Zu diesen Ergebnissen kommt das aktuelle Schuldenbarometer 2010 der Hamburger Wirtschaftsauskunftei Bürgel.

Kernergebnisse der Studie:

  • Privatverschuldung erreicht 2010 mit 139.110 Fällen neuen Höhepunkt: plus 6,4 Prozent gegenüber 2009
  • Bis zu 12.816 monatliche Fälle in 2010
  • 18- bis 25-Jährige zunehmend betroffen (plus 27 Prozent)
  • Durchschnittsschuldenberg 2010 liegt bei 33.000 Euro je Privatinsolvenz
  • Nordrhein-Westfalen führt bei den absoluten Werten im regionalen Vergleich (30.228 Fälle)
  • Relativ am meisten Pleitiers in Bremen: 307 Fälle je 100.000 Einwohner
  • Am wenigsten Pleiten in Bayern mit 125 Fällen je 100.000 Einwohnern
  • Bundesdurchschnitt liegt bei 170 Fällen je 100.000 Einwohnern
  • Deutlicher Rückgang in Brandenburg mit 4,4 Prozent weniger Insolvenzen gegenüber 2009
  • Am stärksten legt Thüringen im Jahresvergleich zu: plus 22,2 Prozent
  • 46- bis 60-Jährige halten größten Anteil an Pleitestatistik (32,1 Prozent)
  • 58,8 Prozent aller Privatinsolvenzen von Männern verschuldet
  • Nur bei den 18- bis 25-Jährigen liegt der Frauenanteil höher (53,9 Prozent) – besonders betroffen: weibliche Alleinerziehende
  • Häufigste Schuldenfalle: Shopping im Versandhandel bei Frauen, Autofinanzierung bei Männern

Quelle: Pressemeldung BÜRGEL, Hamburg
Vollständige Studie: Bürgel-Studie: Schuldenbarometer 2010

Bürgel Wirtschaftsinformationen ist eines der führenden Unternehmen für Wirtschafts- und Bonitätsinformationen und seit 1905 mit dem Bürgel-Büro Coburg auch in Oberfranken vertreten.
Als Verbundpartner der BID Bayerischer Inkasso Dienst Unternehmensgruppe sind u.a. die Bürgel Wirtschaftsauskünfte neben dem klassischen sowie dem Inkasso größerer Auftragsmengen ein wichtiger Baustein für das BID-Komplettpaket im Forderungs- und Risikomanagement.