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Freitag, 03. Februar 2012
Für eine Limited gilt immer das englische Gesellschaftsrecht. Streitigkeiten setzen umständliche Klärungsprozesse in Gang und landen vor britischen Gerichten.´
Kernaussage
Der maßgebliche Sitz einer Gesellschaft bestimmt sich bei einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union nach der Gründungstheorie und damit grundsätzlich nach dem Satzungssitz des Herkunftsstaats.
Sachverhalt
Die Beklagte ist eine Private Limited Company (Ltd.) mit eingetragenem Sitz in England. Sie ist die persönlich haftende Gesellschafterin einer Ltd. & Co. KG, die ihren Sitz in Deutschland hat und dort ein Sportstudio betreibt. Im Gesellschaftsvertrag wurde eine Regelung über die Zuständigkeit deutscher Gerichte für Streitigkeiten aus dem Gesellschaftsverhältnis getroffen. Der Kläger ist zu 45 % an der Beklagten beteiligt. Im März 2008 beschloss die Gesellschafterversammlung in Abwesenheit des Klägers, dass er als Director der Beklagten ausscheide. Gegen diesen Beschluss erhob der Kläger Nichtigkeitsklage. Vor dem Landgericht hatte die Klage Erfolg. Berufungsgericht und Bundesgerichtshof wiesen die Klage hingegen als unzulässig ab.
Entscheidung
Es fehlte an der internationalen Zuständigkeit der deutschen Gerichte. In der EU-Verordnung über die gerichtliche Zuständigkeit von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen ist die ausschließliche Zuständigkeit für Klagen geregelt, welche die Gültigkeit, die Nichtigkeit oder die Auflösung einer Gesellschaft oder juristischen Person oder die Gültigkeit der Beschlüsse ihrer Organe zum Gegenstand haben. Nach diesen Vorschriften wird die ausschließliche Zuständigkeit des Gerichts begründet, in dessen Hoheitsgebiet die Gesellschaft ihren Sitz hat. Da die Beklagte in einem Mitgliedsstaat der EU gegründet worden war, sind die Regeln der Gründungstheorie maßgebend für die Entscheidung, wo sich der zuständigkeitsbegründende Sitz der Beklagten befindet. Dies ist grundsätzlich der im Herkunftsstaat bestehende Satzungssitz. Die im Gesellschaftsvertrag getroffene Gerichtsstandvereinbarung ist unwirksam, da es sich um eine ausschließliche Zuständigkeit handelt. Aus diesem Grund waren vorliegend die britischen Gerichte zuständig.
Konsequenz
Die Entscheidung verdeutlicht, dass die Gründung einer britischen Ltd. in der gesellschaftsrechtlichen Umsetzung erhebliche Schwierigkeiten mit sich bringen kann. Die im deutschen Gesellschaftsrecht eingeführte Unternehmergesellschaft UG (haftungsbeschränkt) sollte daher als Alternative erwogen werden. Ob es dabei allerdings im Einzelfall plausible Sachgründe für die Herabsetzung der Mindestkapitalschwelle (25.000 €) gibt, sollte genau untersucht werden.
Quelle: DHPG Dr. Harzem & Partner KG, www.dhpg.de
Tags: englisch, Europäische Union, Gesellschaft, großbritannien, Limited, Unternehmergesellschaft
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Mittwoch, 28. Dezember 2011
Erneute Absenkung des Basiszinssatzes - Auswirkung auf Verzugszinsen
| Zeitraum |
Basiszinssatz |
Verzugszinssatz |
Verzugszinssatz für Rechtsgeschäfte ohne
Verbraucherbeteiligung |
| 01.01. bis 30.06.2010 |
0,12 % |
5,12 % |
8,12 % |
| 01.07. bis 31.12.2010 |
0,12 % |
5,12 % |
8,12 % |
| 01.01. bis 30.06.2011 |
0,12 % |
5,12 % |
8,12 % |
| 01.07. bis 31.12.2011 |
0,37 % |
5,37 % |
8,37 % |
| 01.01. bis 30.06.2012 |
0,12 % |
5,12 % |
8,12 % |
Anpassung des Basiszinssatzes zum 1. Januar 2012 auf 0,12 %%
Die Deutsche Bundesbank berechnet nach den gesetzlichen Vorgaben des § 247 Abs. 1 BGB den Basiszinssatz und veröffentlicht seinen aktuellen Stand gemäß § 247 Abs. 2 BGB im Bundesanzeiger.
Der Basiszinssatz des Bürgerlichen Gesetzbuches dient vor allem als Grundlage für die Berechnung von Verzugszinsen, § 288 Absatz 1 Satz 2 BGB. Er verändert sich zum 1. Januar und 1. Juli eines jeden Jahres um die Prozentpunkte, um welche seine Bezugsgröße seit der letzten Veränderung des Basiszinssatzes gestiegen oder gefallen ist. Bezugsgröße ist der Zinssatz für die jüngste Hauptrefinanzierungsoperation der Europäischen Zentralbank vor dem ersten Kalendertag des betreffenden Halbjahres.
Der Festzinssatz für die jüngste Hauptrefinanzierungsoperation der Europäischen Zentralbank am 27. Dezember 2011 beträgt 1,00 %. Er ist seit dem für die letzte Änderung des Basiszinssatzes maßgeblichen Zeitpunkt am 1. Juli 2011 um 0,25 Prozentpunkte gefallen (der Festzinssatz der letzten Hauptrefinanzierungsoperation im Juni 2011 hat 1,25 % betragen).
Hieraus errechnet sich mit dem Beginn des 1. Januar 2012 ein Basiszinssatz des Bürgerlichen Gesetzbuchs von 0,12 % (zuvor 0,37 %).
Für die Höhe des Verzugszinssatzes nach § 288 Abs. 1 BGB ergibt sich damit 0,12% + 5,00% bzw. nach § 288 Abs. 2 BGB 0,12% + 8,00%.
Der neue Basiszinssatz wird in der Ausgabe des Bundesanzeigers vom 30. Dezember 2011 (Nr. 197) bekannt gegeben.
Quelle: Pressemeldung Deutsche Bundesbank
Tags: inkassounternehmen, verzugszinsen, zahlungsverzug, zinsen
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Mittwoch, 28. Dezember 2011
Die ersten 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BID Unternehmensgruppe haben die über 100 Stunden umfassende Weiterbildung “Forderungsmanagement” erfolgreich absolviert.
Kontinuierliche Ausbildung sowie Weiterbildung ist ein wichtiger Erfolgsfaktor der BID Unternehmensgruppe. Um die Anforderungen des Inkasso-Marktes weiterhin aktiv begleiten zu können, wurde schon Ende 2010 beschlossen, zusätzlich zu den regelmäßig stattfindenden Fortbildungen auch eine längerfristige Maßnahme durchzuführen.
Das hierfür nötige Wissen und Know-How war intern bereits vorhanden, ob in den Köpfen der Belegschaft oder der nach den Anforderungen der DIN EN ISO 9001 geforderten Dokumentation. Nur fehlte ein Instrument, welches alle Informationen speziell für eine Weiterbildung vereint. Das Ergebnis nach umfangreicher Ausarbeitung ist heute ein über 100 Unterrichtsstunden umfassendes Weiterbildungsskript, das speziell auf die BID-internen Abläufe maßgeschneidert wurde.
Das Interesse der Belegschaft war groß, sodass im Frühjahr 2011 die Weiterbildung “Forderungsmanagement” im ersten Anlauf starten konnte. Hauptreferent war Herr Rechtsanwalt Frank Fenske, welcher das zeitweise “trockene” Thema regelmäßig aufzulockern wusste.
So war es kein Wunder, dass alle 13 Teilnehmer den anspruchsvollen, dreistündigen, schriftlichen Abschlusstest sehr erfolgreich ablegten und im Rahmen der BID-Weihnachtsfeier mit Urkunde und Präsent geehrt werden konnten.
Die BID Unternehmensgruppe bedankt sich bei allen Mitarbeitern für das Interesse sowie die investierte Freizeit. Eine Fortsetzung der Weiterbildungsmaßnahme für 2012 steht aufgrund der vielen Interessierten bereits fest.
Tags: ausbildung, inkasso, iso zertifizierung, konzept, test, weiterbildung
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Samstag, 24. Dezember 2011
Die Beschäftigten der Coburger BID Unternehmensgruppe sammelten wie in den Vorjahren auch zum Jahresende für einen guten Zweck und überreichten im Rahmen der Weihnachtsfeier den symbolischen Spendenscheck über 550 Euro an die Geschäftsführung.
Heinz Bittermann, Vorstandsvorsitzender der BID Bayerischer Inkasso Dienst AG, war von der Idee begeistert und stockte den Erlös um weitere 5.000 Euro auf.
Über die stolze Summe von insgesamt 5.550 Euro freuen sich am Ende sogar drei Empfänger: Der Verein Coburger Tafel erhält einen Spendenscheck über 2.500 Euro, welche dringend für die laufenden Unterhaltskosten benötigt werden. Zusätzlich spendet BID zwei komplette PC-Systeme für die Verwaltung der Coburger Tafel.
Einen Betrag von 3.050 Euro teilen sich der Verein zur Unterstützung der Klinik für Kinder und Jugendliche Coburg e.V. sowie das Klinikum Coburg. Der Verwendungszweck steht ebenfalls schon fest. So wird Herr Dr. Dahlem für die Kinderklinik ein Messgerät für kapillare HbA1c-Messung bei Kindern mit Diabetes mellitus anschaffen. Dies erspart den durch häufige Blutzuckermessungen geschundenen kleinen Patienten unnötige Blutentnahmen und verbessert damit die Versorgungsqualität der Kinder spürbar.
Für die Patienten des Klinikum Coburg in der geriatrischen Rehabilitation benötigt Herr Prof. Kraft Vibrationshanteln, welche ein wichtiges Gerät für Schlaganfallpatienten sind. Auch diese Anschaffung wird durch die Spende des Inkassounternehmens ermöglicht.
BID Unternehmensgruppe
Die BID Unternehmensgruppe ist in der Region aufgrund zahlreicher Geschäftsverbindungen tief verwurzelt und ist so als Inkassounternehmen seit vielen Jahren überregionaler Partner für zahlreiche Leistungserbringer im Gesundheitswesen.
Weit über den Einzug von Privatliquidationen hinaus setzen Krankenhäuser, medizinische Einrichtungen und Ärzte beim Forderungsmanagement auf den Inkasso-Service der hierfür speziell geschulten Inkasso-Profis.
regioMed Klinikgruppe
Das Klinikum Coburg ist Teil der regioMed Klinikgruppe. Weiterhin zugehörig sind die Henneberg-Kliniken (Hildburghausen, Schleusingen), das Helmut-G.-Walther-Klinikum Lichtenfels sowie die MEDINOS Kliniken Sonneberg.
Coburger Tafel e.V.
Die Coburger Tafel verfolgt das Ziel, dass alle qualitativ einwandfreien Nahrungsmittel, die im Wirtschaftsprozess nicht mehr verwendet werden können, an Bedürftige verteilt werden. Die Tafeln helfen so Menschen eine schwierige Zeit zu überbrücken und geben ihnen dadurch Motivation für die Zukunft.
Tags: arzt, bid inkasso, coburg, Hildburghausen, inkassounternehmen, klinik, krankenhaus, Lichtenfels, region, Schleusingen, seriös, Sonneberg, sozial, spende, Tafel, weihnachten
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Dienstag, 13. Dezember 2011
Liebe Geschäftspartner, Kunden und Interessenten,
wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen, Ihr Interesse an unseren Leistungen und die gute Zusammenarbeit.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein frohes, besinnliches Weihnachtsfest und für 2012 Gesundheit, Glück & Erfolg und freuen uns auf eine auch weiterhin angenehme Partnerschaft!
Ihre BID Unternehmensgruppe
Tags: Adressermittlungen, Anschriftenermittlung, forderungsmanagement, weihnachten
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Freitag, 07. Oktober 2011
Ein Großteil der Ansprüche aus Lieferungen und Leistungen unterliegen der dreijährigen Regelverjährungsfrist. Diese beginnt am Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist.
Neben Sonderregelungen für Verjährungsfristen im Kauf- und Werkvertragsrecht gibt es wichtige Ausnahmen von der dreijährigen Regelverjährung im Handelsrecht. In den BID News werden diese auszugsweise in regelmäßigen Abständen aufgeführt und erläutert. Bisherige Ausgaben können im News-Bereich eingesehen werden.
Um die drohende Verjährung zu hemmen und auch bereits gedanklich abgeschriebene Forderungen eventuell doch noch zu realisieren, stehen wir gerne mit unserem gesamten Know-How im Forderungsmanagement sowie Inkasso zur Verfügung.
Die BID Unternehmensgruppe mit Sitz in Coburg, Oberfranken ist seit 25 Jahren überaus erfolgreich im Forderungsmanagement als Inkassounternehmen tätig und bietet ein geschlossenes System zum Schutz vor Forderungsausfällen - insbesondere in den Teilbereichen Inkasso national, Inkasso international sowie Bonitätsprüfungen / Wirtschaftsinformationen.
Tags: bayern, forderungsmanagement, inkasso, inkassobüro, oberfranken, recht, verjährung
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Donnerstag, 15. September 2011
Zahl der Privatinsolvenzen sinkt um 0,9 Prozent.
Im ersten Halbjahr 2011 sinkt die Zahl der Privatinsolvenzen in Deutschland minimal – um 0,9 Prozent auf 68.818 Fälle. „Aktuell bewegen wir uns bei den Privatinsolvenzen nahezu auf dem Rekordniveau des Vorjahres“, skizziert Dr. Norbert Sellin, Geschäftsführer der Hamburger Wirtschaftsauskunftei Bürgel, in der aktuellen Bürgel Studie „Schuldenbarometer 1. Halbjahr 2011“. Eine Trendwende sei trotz sinkender Arbeitslosenzahlen nicht in Sicht.
Gehörten bis dato Niedriglohnempfänger und junge Menschen von 18 bis 25 Jahren zu den Risikogruppen, geraten seit 2011 zunehmend auch ältere Bundesbürger in finanzielle Bedrängnis. Der Anteil der Altersgruppe ab 60 Jahren unter den Schuldnern stieg gegenüber dem ersten Halbjahr 2010 um Weiterlesen…
Tags: bonität, bürgel, coburg, eidesstattliche versicherung, hamburg, inkasso, inkassobüro, inkassounternehmen, insolvenz, konsumenten, oberfranken, offenbarungseid, Schuldenbarometer, Wirtschaftsinformationen
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Montag, 05. September 2011
COBURG – 13 Auszubildende starten bei der Coburger BID Unternehmensgruppe im September ins Berufsleben. „Die Karrierechancen sind bei uns außergewöhnlich gut “, begrüßte Ausbildungsleiter Marco Groeger die Neulinge, die sich bereits in den ersten Tagen selbstständig in Fachthemen aus dem Forderungsmanagement einarbeiten und simulierte Praxiseinsätze absolvieren müssen.
In den vergangenen Jahren hatte die BID Gruppe, die konsequent auf Wachstum setzt, regelmäßig mehr als zehn junge Leute in ihr Team aufgenommen. Dass die deutlich zweistellige Ausbildungsquote dennoch konstant bleibt, liegt am außergewöhnlichen Wachstum der vergangenen Jahre. Seit 2001 hat sich die Beschäftigtenzahl mehr als verdreifacht, über 180 Mitarbeiter sind allein am Hauptsitz in Coburg tätig. Derzeit zählt die gesamte Gruppe rund 200 Beschäftigte.
Die Berufsanfänger finden in diesem Jahr einen neuen, großzügigen Schulungsbereich vor, der im ehemaligen Bistro entstanden und mit einer Vielzahl an High-Tech-Geräten ausgestattet ist. Möglich wurde dieser Raumgewinn durch den Ausbau der Coburger Firmenzentrale um ein weiteres Verwaltungsgebäude mit rund 2000 Quadratmetern Bürofläche, was faktisch einer Verdopplung der bisherigen Raumkapazitäten entspricht. Dort wird ein Teil der neuen Auszubildenden nach dem ersten, mehrwöchigen Schulungsabschnitt bereits einen regulären Arbeitsplatz beziehen.
Die BID Gruppe bietet ein Komplettsystem zum Risiko- und Forderungsmanagement an: Wirtschaftsauskünfte und Bonitätsprüfungen von Unternehmen und Privatpersonen sowie klassisches und papierloses Inkasso. Mit einer ausgefeilten Strategie und Produktpalette hat es die Firmengruppe unter die Top Ten der größten Dienstleister ihrer Art in Deutschland geschafft. Eine Ursache dafür ist laut BID-Gründer Heinz Bittermann der BID-interne Nachwuchs, qualifiziert und entwickelt wird aus den eigenen Reihen. Zum Unternehmensverbund gehören BID Bayerischer Inkasso Dienst, Bürgel Wirtschaftsinformationen, ProCash Collection Services sowie Profaktura Auslandsinkasso mit einem weiteren Standort im westfälischen Geilenkirchen.
Tags: arbeitsplätze, ausbildung, auszubildende, bayern, BID-Intern, coburg, inkasso, marco groeger, wachstum
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Sonntag, 14. August 2011
Berlin, 12. August 2011 – „Die hohe private Verschuldung lässt die Zahl der Verbraucherinsolvenzen auch in diesem Jahr auf ihrem hohen Stand verharren“, kommentierte am Freitag Wolfgang Spitz, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU), Berlin, aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Dieses hatte für Mai 2011 einen Anstieg der Verbraucherinsolvenzen um 9,7 Prozent (9.383) und einen Rückgang der Unternehmensinsolvenzen um 3 Prozent (2.611) gemeldet, jeweils bezogen auf den Vorjahresmonat.
Für das Gesamtjahr 2011 erwartet der BDIU voraussichtlich rund 30.000 Unternehmens- (minus 6 Prozent) und gut 100.000 Verbraucherinsolvenzen (minus 8 Prozent). Diese Prognose hält der Verband trotz der aktuellen Verwerfungen an den internationalen Finanzmärkten aufrecht. „Alle Institute rechnen damit, dass das Wachstum in Deutschland weiter anhält – wenn auch auf einem wohl niedrigeren Niveau“, so Spitz. „Im Übrigen hat sich die Zahlungsmoral sowohl von Unternehmen als auch von Verbrauchern seit der Rezession des Jahres 2008/09 erheblich verbessert. Die Liquidität vor allem im Mittelstand, dem Herz und dem Motor der deutschen Wirtschaft, hat sich nachhaltig erholt.“ Ob diese positive Entwicklung angesichts der Verschuldungskrise der für die deutsche Exportindustrie wichtigen Staaten und deren möglichen Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr anhält, bleibe allerdings abzuwarten, so Spitz.
Grund für den auf das Gesamtjahr prognostizierten Rückgang der Verbraucherinsolvenzen ist laut dem BDIU-Präsidenten auch die geplante Halbierung der Wohlverhaltensperiode. Die Bundesregierung will den Zeitraum, nach dem ein insolventer Privatschuldner von seinen Verbindlichkeiten durch die Gerichte befreit wird, von aktuell sechs auf künftig drei Jahre verkürzen. „Viele Überschuldete hoffen auf diese für sie vermeintlich bessere Regelung und warten daher noch mit einem Antrag auf Privatinsolvenz“, so Spitz. „Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen spiegelt die tatsächliche Verschuldung der Verbraucher nicht wider.“ Bundesweit gelten derzeit mehr als drei Millionen Privathaushalte als überschuldet.
„Die Halbierung der Wohlverhaltensperiode halten wir im Übrigen für das falsche Signal“, fügt Spitz hinzu. Die Risikobereitschaft von Verbrauchern, sich unüberlegt zu verschulden, könnte steigen. Das wiederum würde die Zahlungsmoral insgesamt beeinträchtigen – und somit zulasten der Wirtschaft gehen. „Eine kürzere Wohlverhaltensperiode beschneidet die Rechte der Gläubiger, die ihre berechtigten Forderungen in der Regel ausbuchen müssen, wenn einer ihrer Schuldner in die Insolvenz geht“, kritisiert Spitz. „Dabei war es ein zentrales Ziel der Verbraucherinsolvenz, als sie eingeführt wurde, die bestmögliche Befriedigung der Gläubigeransprüche zu erreichen. Dieses Ziel muss wieder stärker in den Mittelpunkt gerückt werden, wenn sich der Gesetzgeber mit der notwendigen Verbesserung des Verbraucherinsolvenzrechts beschäftigt.“
Quelle: Pressemeldung BDIU (Bundesverband Deutscher Inkasso Unternehmen, Berlin)
Über den BDIU
Im Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. als berufsständischer Vereinigung sind 560 Inkassounternehmen organisiert. Sie decken etwa 90 Prozent des Marktes in Deutschland ab. Der BDIU überwacht die ordnungsgemäße, gewissenhafte und redliche Berufsausübung seiner Mitglieder. Erkennt ein Mitgliedsunternehmen, dass einzuziehende Forderungen ganz oder teilweise rechtsunwirksam oder auf sittenwidrige Weise zustande gekommen sind, so darf es für den Auftraggeber bei deren Einziehung nicht tätig werden. Die Mitgliedschaft im Verband gilt daher als ausgewiesenes Qualitätssiegel für seriöses Inkasso.
Tags: bdiu bundesverband inkasso, berlin, coburg, gläubiger, inkassobüro, insolvenz, recht
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Dienstag, 02. August 2011
COBURG - Leistung lohnt sich und wird bei der BID-Unternehmensgruppe auch besonders gewürdigt.
Erneut setzten die 39 Auszubildenden der Lehrjahre eins bis drei mit hervorragenden schulischen Leistungen eine große Hürde für nachfolgende Jahrgänge.
Auf eine konstante Ausbildungsquote von fast 25% an der Gesamtbeschäftigtenzahl alleine kann man schon stolz sein. Zuletzt erzielten die Auszubildenden der BID-Unternehmensgruppe aber auch wiederholt bei den IHK-Prüfungen sowie in der Berufsschule überdurchschnittlich gute Ergebnisse - zur Freude von Ausbildungsleiter Marco Groeger und der gesamten Geschäftsführung.
14 angehende Inkasso-Fachleute (entspricht über 36%) konnten gesondert geehrt werden und erhalten für ihre Leistungen eine Sonderprämie. Im Gesamtbild erzielten die 39 Auszubildenden, einschließlich der Auszubildenden der Profaktura Auslandsinkasso GmbH, einen Notendurchschnitt von 1,97 bei den Berufsschuljahreszeugnissen 2010/2011 und bestätigten somit das erzielte Ergebnis des Vorjahres. Auch in den Folgejahren wird die BID Bayerischer Inkasso Dienst Unternehmensgruppe überdurchschnittlich gute Leistungen besonders hervorheben und belohnen. Denn wie anfangs erwähnt: Leistung lohnt sich eben.
Die BID Gruppe mit Sitz im oberfränkischen Coburg versteht sich als Spezialist für das Risiko- bzw. Forderungsmanagement und legt seit den Anfängen 1985 sehr großen Wert auf die Ausbildung zukünftiger Inkasso-Fachkräfte. Zur BID Gruppe zählen die BID Bayerischer Inkasso Dienst AG, der Spartenspezialist ProCash Collection Services GmbH, der Anbieter von Wirtschaftsauskünften und Bonitätsprüfungen Bürgel Coburg Heinz Bittermann e.K. sowie die Profaktura Auslandsinkasso GmbH mit Betriebsstätte in Geilenkirchen bei Aachen.
Tags: arbeitsplätze, ausbildung, auszubildende, bayern, bid, BID-Intern, coburg, ihk, inkassobüro, inkassounternehmen, marco groeger
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